Spielberichte

Faiz Bedzeti (Trainer USV St. Andrä-Wördern): „Wir hatten die Partie im Griff“

USV St. Andrä-Wördern
USC Grafenwörth

Der 2. Klasse Wachau/Donau-Sonntag brachte dem USV St. Andrä-Wördern einen klaren 4:0-Heimsieg gegen den USC Grafenwörth. Trainer Faiz Bedzeti sprach von einer über weite Strecken kontrollierten Vorstellung: „Wir hatten über neunzig Minuten die Partie im Griff.“ Den Unterschied sah er im geschlossenen Auftreten: „Es war eine kollektive Mannschaftsleistung und am Ende ein verdient hoher Sieg.“ Die Tore verteilten sich über die ganze Spielzeit, und sogar ein Debütant durfte sich in die Schützenliste eintragen.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, danach viel Kontrolle

St. Andrä-Wördern erwischte den besseren Start und setzte früh die Akzente. Der Hausherr hatte, wie es Trainer Faiz Bedzeti ausdrückte, „im Großen und Ganzen die Partie im Griff“, auch wenn er einräumte, dass „hier und da Nachlässigkeiten drinnen“ waren. Das 1:0 fiel in der 17. Minute und passte zum Spielverlauf: Alexander Skrabal nutzte einen Ball im Strafraum eiskalt und vollendete präzise. Bedzeti lobte den Torschützen ausdrücklich: „Alexander Skrabal hat seine Qualität im Abschluss ausgenutzt, gut herauskombiniert und dann einen Schuss ins lange Eck gesetzt, der genau gesessen ist.“ Mit dieser verdienten Führung ging es in die Pause, der USV blieb ruhig und geduldig, ohne Hektik ins eigene Spiel zu lassen.

Bedzeti lobt das Kollektiv – kleine Nachlässigkeiten bleiben

Nach Wiederbeginn setzte St. Andrä-Wördern auf die gleiche Linie: viel Ballkontrolle, klare Abläufe und konsequente Arbeit gegen den Ball. „Im Großen und Ganzen war’s eine kontrollierte Partie von uns, und das war das Wichtige“, fasste Bedzeti zusammen. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Verbesserungsbereiche gibt’s immer wieder, und manche Nachlässigkeit sollte uns bei unserer Qualität nicht passieren.“ Zum Gegner fand er faire Worte: „Grafenwörth war engagiert, aber in keiner Phase des Spiels eine Gefährdung.“ Für den Trainer lag der Schlüssel eindeutig in der Geschlossenheit: „Der Unterschied war, dass wir ein richtig gutes Kollektiv haben. Jeder hat sein Spiel gemacht – das macht uns stark.“ Diese Mischung aus Ordnung, Einsatz und Ruhe zahlte sich mit fortlaufender Spieldauer immer mehr aus.

Junge rücken nach – El-Askalani trifft beim Debüt

Einer der schönsten Momente aus USV-Sicht kam ganz zum Schluss: Tim El-Askalani, aus dem Nachwuchs hochgezogen, traf in der Schlussminute zum 4:0 und krönte damit sein Debüt. Bedzeti stellte den Weg der Jungen in den Mittelpunkt: „Wir können junge Spieler nachziehen – Tim El-Askalani hat heute sein Debüt gefeiert.“ Der Coach nutzte die Gelegenheit für eine Gratulation: „Ich möchte dem Debütanten herzlich gratulieren und hoffe, dass wir ihn in den nächsten Jahren richtig integrieren können.“ Dass ein Debütant gleich trifft, unterstreicht den Konkurrenzkampf im Kader – und bestätigt Bedzetis These vom funktionierenden Kollektiv, in dem die Jungen mutig hineinstoßen und Verantwortung übernehmen dürfen.

Souveräne Schlussphase, klare Worte zum Unparteiischen und der Blick nach vorne

Weil St. Andrä-Wördern drangeblieben ist, wurde der Aufwand nach der Pause belohnt: In der 77. Minute stellte Deniz Erdogan auf 2:0, in der 85. Minute legte Daniel Rössler nach, ehe Debütant Tim El-Askalani in der 90. Minute den 4:0-Endstand fixierte. „Jeder hat sein Spiel gemacht“, sagte Bedzeti – ein Satz, der zur Torfolge passt. Zum Unparteiischen blieb er sachlich: „Der Schiedsrichter hätte vielleicht einen besseren Tag haben können, aber ohne Linienrichter ist es immer schwer.“ In der Tabelle steht St. Andrä-Wördern aktuell auf Rang sechs mit 29 Punkten, Grafenwörth liegt am Tabellenende bei vier Zählern. Mit einem solchen Auftritt und dem frischen Impuls durch Debütant Tim El-Askalani kann der USV die kommenden Aufgaben mit ordentlich Rückenwind angehen.

2. Klasse Wachau/Donau: USV St. Andrä-Wördern : Grafenwörth - 4:0 (1:0)

  • 90
    Tim El-Askalani 4:0
  • 85
    Daniel Rössler 3:0
  • 77
    Deniz Erdogan 2:0
  • 17
    Alexander Skrabal 1:0