Spielberichte

Geschlossene Mannschaftsleistung bringt Traismauer zum 3:1 – Wandl setzt auf Teamgeist

SC Traismauer
ESV Krems

In der 2. Klasse Wachau/Donau setzte sich der SC Traismauer zu Hause mit 3:1 gegen den ESV Keyif Krems durch. Nach früher Führung, einem kurzen Dämpfer gleich nach der Pause und einer schnellen Antwort brachte ein spätes Tor den Deckel drauf. Trainer Sebastian Wandl sprach von einem verdienten Sieg, der auf starkem Teamgeist, konsequentem Gegenpressing und einem klaren Plan über die Flügel beruhte – und sah trotz allem noch Luft bei der Chancenauswertung.

Fußball liegt im Tornetz

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Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Führung, Ausgleich, Antwort – Traismauer behält die Nerven

Traismauer startete mit viel Kampfgeist in die Partie und übernahm früh das Kommando. Der Lohn kam in Minute 20: Mohssine Schwarzinger stellte auf 1:0, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. „Wir waren über 90 Minuten das bessere Team. Der Gegner hatte außer dem Tor keine hundertprozentige Chance“, sagte Sebastian Wandl. Der Knackpunkt nach Wiederbeginn: Dzezahir Ismajli glich in der 48. Minute zum 1:1 aus. Die Hausherren ließen sich davon nicht aus der Bahn werfen. Nur drei Minuten später brachte Arnold Gabor Hegedus Traismauer wieder vorneweg (51.). „Nach dem 1:0 war schnell klar, dass der Gegner nicht damit gerechnet hat, dass wir so gut sind. Auch nach dem 1:1 waren wir tonangebend“, erklärte Wandl. In der Schlussphase setzte erneut Schwarzinger den Schlusspunkt und traf in der 76. Minute zum 3:1.

Teamgeist und Flügelspiel: Wandl erklärt den Schlüssel

Wandl rückte nach dem Spiel nicht einzelne Szenen in den Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Arbeiten gegen den Ball. „Nicht einzelne Aktionen, sondern dieses Teamgefüge. Wenn ein Gegenspieler den Ball hatte, waren sofort zwei oder drei meiner Spieler da“, beschrieb er den Zugriff seiner Elf. Der Trainer sah dabei die gesamte Gruppe am Werk: „Es sind nicht nur elf Spieler am Platz, sondern 15 Kaderspieler. Dazu mein Trainerteam und alle Verantwortlichen – dieser Vereinsgedanke hat den Ausschlag gegeben.“ Auch der Matchplan war klar: über die Flügel, weg vom Zentrum. „Wir wollten nicht durchs Zentrum, sondern über die Außenverteidiger kommen. Zwei von drei Toren sind so gefallen“, so Wandl, der zudem betonte: „Auch nach dem 1:1 waren wir tonangebend, hatten klare Chancen und konnten im Gegenpressing verwerten. Es hat alles super gepasst.“

Ansatzpunkte, Respekt vor Krems und Lob für den Schiedsrichter

Bei aller Zufriedenheit ließ Wandl die Verbesserungsbereiche nicht aus. „Ansatzpunkte sind auf jeden Fall die Chancenauswertung. Wir könnten noch höher gewinnen“, hielt er fest. Zudem will er am Tempo im Aufbau schrauben: „Im vertikalen Spiel müssen wir schneller agieren. Das sind Nuancen, die bearbeitet werden müssen.“ Für den Gegner fand der Coach klare, respektvolle Worte: „Der ESV Krems hat viele individuell starke Spieler. Jeder kann wirklich gut kicken – wir waren aber mannschaftlich besser.“ Ein besonderes Anliegen war ihm das Schiedsrichterthema: „Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Partie gemacht und kühlen Kopf bewahrt.“ Den Blick richtet Wandl nach vorne: „Diesen Schwung wollen wir ins nächste Jahr mitnehmen. Was die Mannschaft in einem halben Jahr geleistet hat, ist enorm.“

2. Klasse Wachau/Donau: Traismauer : ESV Krems - 3:1 (1:0)

  • 76
    Mohssine Schwarzinger 3:1
  • 51
    Arnold Gabor Hegedus 2:1
  • 48
    Dzezahir Ismajli 1:1
  • 20
    Mohssine Schwarzinger 1:0