In der 2. Klasse Wachau/Donau ist der Herbstdurchgang für 1. FC Union Stein mit einer klaren 0:4-Heimniederlage gegen SK Tulbing zu Ende gegangen. Trainer Thomas Hennebichler sprach nach dem Schlusspfiff von einem "Totalausfall" in der ersten Halbzeit und fand auch deshalb deutliche Worte, weil seine Mannschaft schon bis zur Pause vier Gegentreffer hinnehmen musste. Die Reaktion nach dem Seitenwechsel blieb für ihn der einzige Lichtblick.

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Was Hennebichler besonders ärgerte, war nicht allein das Ergebnis, sondern der komplette Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause. "Es hat absolut gar nichts gepasst. Wir waren nicht in den Zweikämpfen, wir waren nicht bei den Leuten, jeder erste Kontakt war schlecht. Wir haben die tiefen Läufe nicht gemacht und die Räume nicht bespielt", sagte der Trainer und machte damit klar, wie weit Stein an diesem Nachmittag von der eigenen Linie entfernt war. Nach 17 Minuten brachte Daniel Köpf die Gäste mit dem 0:1 in Führung, wobei Hennebichler hier eine klare Abseitsstellung gesehen haben will. Zwei Minuten später erhöhte Köpf auf 0:2. Auch dieser Treffer wog schwer, weil ihm ein Elfmeter vorausging, bei dem der Stein-Coach die Entscheidung ausdrücklich anerkannte: "Der Elfmeter war definitiv richtig, aber die Aktion war nicht nötig."
Mit dem schnellen Doppelschlag war die Partie aus Sicht der Gastgeber früh in eine ganz schlechte Richtung gekippt. Hennebichler sprach von einer "Schockstarre" und beschrieb eine Mannschaft, die danach völlig verunsichert wirkte. Im Aufbau passierten laut dem Trainer katastrophale Fehlpässe, Tulbing blieb am Drücker und nutzte diese Phase konsequent aus. Daniel Köpf schnürte in der 30. Minute mit dem 0:3 seinen Dreierpack, kurz vor der Pause legte Jan Mayr noch das 0:4 nach. Dass die Gäste damit schon zur Halbzeit klar vorne lagen, passte zum Verlauf eines ersten Durchgangs, den Hennebichler ohne jedes Beschönigen zusammenfasste: "Es waren elf Leute am Platz, von denen keiner einen guten Tag erwischt hat." Über die Entscheidungen des Schiedsrichters sprach er zwar ebenfalls, wollte daraus aber kein Alibi machen. "Ich bin müde, mich deswegen zu beklagen", sagte er und stellte damit klar, dass die eigene Leistung der Hauptgrund für den klaren Rückstand war.
Nach dem Seitenwechsel sah der Stein-Trainer immerhin eine Antwort seiner Mannschaft, und genau daran will er nun festhalten. "Das einzig Positive an diesem Tag war die Reaktion nach der Halbzeitpause", sagte Hennebichler. Stein fand laut seiner Einschätzung deutlich besser ins Spiel, kam auch zu "einigen sehr guten Chancen", ließ diese Möglichkeiten aber ungenutzt. Am Endstand änderte sich deshalb nichts mehr, und auch die Einordnung fiel nüchtern aus: "Somit verliert man am Ende 4:0 verdient." Den Gegner stufte Hennebichler als "durchschnittlich gut" ein, fügte aber ebenso klar hinzu: "Wir waren einfach extrem schlecht." Stein geht damit nach elf Runden mit zehn Punkten auf Rang acht in die Winterpause, Tulbing liegt mit 22 Zählern auf Platz vier. Für Hennebichler ist klar, wie die nächsten Wochen aussehen sollen: "Den Rest werden wir zu den Akten legen, über den Winter weiterarbeiten, uns weiter verbessern und im Frühjahr wieder angreifen."