Deutliche Sache in der 2. Klasse Waldviertel Zentral: Der SV Groß-Siegharts besiegt den USV Windigsteig mit 6:0. Den Weg ebnete ein Doppelschlag vor der Pause, danach spielten die Gastgeber das Match souverän nach Hause. Windigsteigs Sektionsleiter Reinhard Höfler sprach von einem „verhauten Tag“ und einem verdienten Sieg der Hausherren. „Wir hatten selten Zugriff, auch wegen einiger Ausfälle“, sagte er, „und nach dem Doppelschlag sind wir nicht mehr richtig zurückgekommen.“

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Von Beginn an hatte Groß-Siegharts mehr vom Spiel, gewann die Zweikämpfe und trug seine Angriffe zielstrebig nach vorne. Aus Windigsteiger Sicht passte das Bild: „Siegharts war von Anfang an besser im Spiel als wir. Wir haben selten Zugriff gehabt“, erklärte Reinhard Höfler. Nach rund einer halben Stunde fiel die Entscheidung im ersten Akt: Florian Wais schlug zweimal zu – erst in Minute 30 zum 1:0, dann fünf Minuten später zum 2:0. Höfler schilderte das 1:0 als klassischen Ball hinter die Abwehr, den der heimische Angreifer sauber verwertete. „Wir haben zwar kurz zwei Chancen gehabt, aber insgesamt war es zu wenig“, so der Sektionsleiter. Mit dem 2:0 zur Pause war die Richtung vorgegeben, Groß-Siegharts hatte das Spiel mittlerweile klar unter Kontrolle und ließ Windigsteig kaum zur Entfaltung kommen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Groß-Siegharts das aktivere Team und nutzte die Räume konsequent. In Minute 57 stellte Andre Sindlgruber auf 3:0, womit die letzten Hoffnungen der Gäste verflogen. Die Heimelf blieb am Drücker und legte in der Schlussphase sogar noch dreifach nach: David Formacek traf in der 75. und 78. Minute im Doppelpack zum 4:0 und 5:0, ehe ein unglückliches Eigentor von Adam Smíd kurz vor Schluss das halbe Dutzend vollmachte (88.). Höfler blieb trotz der Höhe der Niederlage sachlich: „Wir sind nicht ins Spiel gekommen. Wir konnten kein Spiel aufziehen. Es war einfach ein verhauter Tag für uns.“ Beim 5:0 sah er eine strittige Szene: „Das war abseits, aber mein Gott, bei 6:0 ist das wurscht. Das war nicht spielentscheidend.“
In seiner Einordnung nahm Windigsteigs Sektionsleiter die eigene Mannschaft in die Pflicht, ohne Ausreden zu suchen. „Sie haben schnell und flüssig kombiniert“, lobte Höfler den Gegner und betonte mehrmals die Überlegenheit der Hausherren: „Siegharts war einfach besser.“ Dass bei Windigsteig einige Akteure fehlten, erschwerte den Nachmittag zusätzlich, änderte aber nichts an der klaren Tendenz: „Es war ein verdienter Sieg für Siegharts.“ Auch mit dem Unparteiischen hatte Höfler kein grundsätzliches Thema: „War alles in Ordnung.“ In der Tabelle liegt Groß-Siegharts nach dem Kantersieg stabil auf Rang vier (43 Punkte), Windigsteig hält als Zehnter bei 30 Zählern. Für die Gäste geht es nun darum, wieder Zugriff zu finden und die einfachen Fehler abzustellen – das Ziel ist klar: im nächsten Spiel ein anderes Gesicht zeigen.