In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich SV Groß-Siegharts am Samstag mit 4:2 gegen UFC AMON Langschlag durchgesetzt. Nach dem 1:1 zur Pause zog die Heimelf in der zweiten Hälfte davon, obwohl Christian Peschel mit der Chancenverwertung alles andere als zufrieden war. „Zur Pause hätte das Spiel schon entschieden sein können“, sagte der Obmann nach einem aus seiner Sicht verdienten Heimsieg.

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Der Spielverlauf passte am Ende genau zu dem, was Peschel nach dem Schlusspfiff schilderte. „Wir waren über neunzig Minuten die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen“, sagte der Groß-Sieghartser Obmann, und vor allem in der ersten Hälfte sah er seine Mannschaft klar im Vorteil. In der 20. Minute brachte Rene Hartl die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Dass Kevin Klein nur zwei Minuten später für Langschlag zum 1:1 traf, änderte an der grundsätzlichen Einschätzung des Heimfunktionärs wenig. Das Gefühl, dass die Partie in die eigene Richtung läuft, hatte er „eigentlich schon mit dem 1:0“. Umso mehr blieb für ihn hängen, dass seine Elf aus dem Übergewicht vor der Pause zu wenig gemacht hatte. „Unsere Chancenverwertung war nicht die Beste“, sagte Peschel, und genau dieser Punkt zog sich für ihn als Hauptthema durch den gesamten Nachmittag.
Auch nach dem Seitenwechsel wollte Peschel keine einzelne Szene künstlich zum Knackpunkt machen. „Es gab keine spielentscheidende Aktion“, meinte er, weil für ihn nicht ein einzelner Moment, sondern die Summe der neunzig Minuten ausschlaggebend war. Auf der Anzeigetafel dauerte es allerdings bis in die Schlussphase, ehe sich das deutlicher zeigte. In der 71. Minute brachte Jiri Mica Groß-Siegharts mit 2:1 wieder in Front. Als David Motl in der 80. Minute auf 3:1 erhöhte, bekam das Spiel aus Sicht der Heimelf endlich den Verlauf, den sich Peschel schon früher erwartet hatte. „Mit dem 3:1 ist es dann leichter geworden“, sagte er. Ganz durch war die Partie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, denn Tobias Glaser verkürzte nur zwei Minuten später auf 3:2 und hielt Langschlag damit im Spiel. Erst in der Nachspielzeit sorgte Florian Wais mit dem 4:2 endgültig für die Entscheidung.
Dass Groß-Siegharts die drei Punkte dennoch verdient am eigenen Platz behielt, führte Peschel vor allem auf die geschlossene Mannschaftsleistung zurück. „Im Kollektiv. Vom Torwart bis zum Stürmer haben alle gekämpft und gut gespielt“, sagte er und hob damit bewusst nicht einen einzelnen Spieler, sondern das Miteinander der ganzen Mannschaft hervor. Den Gegner sah er dabei keineswegs schwach. Langschlag habe „gut mitgespielt“, meinte Peschel, auch wenn er ergänzte, dass die Gäste offensiv nicht allzu viel gezeigt hätten und durch „zwei individuelle Fehler“ zu ihren Treffern gekommen seien. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden. „Es gab keine strittigen Situationen“, sagte der Obmann. Ganz zufrieden klang er trotz der vier Tore trotzdem nicht, denn sein Blick ging sofort zum Verbesserungspotenzial. „Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, ist das Spiel zur Pause schon entschieden“, betonte Peschel noch einmal. Für Groß-Siegharts stehen damit nach elf Runden 17 Punkte und Rang sechs zu Buche, die klare Aufgabe für die nächsten Wochen ist aus seiner Sicht aber ebenso eindeutig: Vor dem Tor muss die Mannschaft konsequenter werden.