Ein kleiner Befreiungsschlag für die Hausherren in der 2. Klasse Wechsel: Der FC St. Egyden/Steinfeld setzte sich in Runde 19 zuhause mit 3:2 gegen den SVSF Pottschach durch. Nach einer frühen Führung und dem wichtigen Treffer zum 3:1 unmittelbar nach der Pause wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Trainer Erich Röcher sprach von einer „kämpferisch starken Leistung“, betonte das „verdiente“ Pausenplus – und hob eine starke Parade seines Keepers bei einem Pottschacher Freistoß als mitentscheidenden Moment hervor.

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St. Egyden erwischte den besseren Start und legte früh vor. Nach acht Minuten zog Martin Biegler aus der Distanz ab und traf zum 1:0 – genau so hatte es sich sein Trainer gewünscht. „Ich glaube, wir waren die bessere Mannschaft, mit den besseren Chancen“, sagte Erich Röcher später und sprach von einer „verdienten“ Führung zur Pause. In Minute 29 erhöhte Ronald Takács per Elfmeter auf 2:0, eine Entscheidung, die Röcher ausdrücklich gutheißen konnte: „Der Elfer war richtig.“ Pottschach steckte jedoch nicht auf und kam in der 38. Minute durch Kilian Posch zum Anschlusstreffer. Mit dem 2:1 ging es in die Kabinen, die Hausherren hatten über weite Strecken mehr vom Spiel, mussten aber weiter aufmerksam bleiben.
Der perfekte Start in Hälfte zwei brachte St. Egyden sofort wieder in die Spur. Kaum war angepfiffen, stellte Tobias Winkler in der 46. Minute auf 3:1. Röcher ordnete die Szene so ein: „Das 3:1 gleich nach der Pause war wahrscheinlich der wichtigste Moment. Es kam nach einem Corner, der Verteidiger hat sich verschätzt, und Tobias hat mit einem super ersten Kontakt eiskalt abgeschlossen.“ Danach verteidigten die Hausherren konsequent. „Wir haben sehr, sehr gut verteidigt. Am Schluss war es ein erkämpfter Sieg, jeder hat sich in jeden Schuss geworfen“, betonte der Coach. Ganz ohne Zittern ging es aber nicht: In der 71. Minute verkürzte Mark Simon für Pottschach auf 3:2. Bei einem Freistoß der Gäste in dieser Phase hielt St. Egydens Schlussmann stark – „eine tolle Parade beim Stand von 3:2“, wie Röcher hervorhob.
In seiner Analyse hob Erich Röcher besonders die Ordnung ohne Ball hervor: „Wir haben uns taktisch sehr, sehr gut verhalten. Ich kann mich nicht erinnern, dass Pottschach aus dem Spiel heraus eine Torchance gehabt hat. Wenn, dann wurden sie durch Standards gefährlich. Das haben wir gut wegverteidigt.“ Den Gegner sah er bemüht: „Pottschach wollte eine Reaktion zeigen. Sie haben alles versucht, aber meine Mannschaft hat den Sieg ein Stück mehr gewollt – darum war es verdient.“ Auch dem Referee zollte er Respekt: „Tadellose Schiedsrichterleistung.“
Abseits des Rasens richtete Röcher zudem Dank an jene, die dem Team in dieser schwierigen Phase ausgeholfen haben. Nach zuletzt mageren Ergebnissen war der Dreier für die Moral wichtig. In der Tabelle liegt St. Egyden mit 28 Punkten knapp hinter Pottschach (29) – ein enger Schlagabtausch, der Lust auf die nächsten Aufgaben macht.