In der 2. Klasse Wechsel hat SC Neunkirchen zum Abschluss der Herbstrunde gegen SVSF Pottschach mit 0:1 verloren und damit die Chance auf die Herbstmeisterschaft liegen gelassen. Schon zur Pause lagen die Gastgeber zurück. Für Obmann Dieter Leeb war die Niederlage besonders bitter, weil seine Mannschaft danach lange anrannte, aus seiner Sicht klar mehr vom Spiel hatte und sich trotzdem nicht belohnte.

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Nach 18 Minuten fiel bereits die Szene, die diesen Nachmittag letztlich entschied. Leeb machte im Gespräch keinen Hehl daraus, dass genau dieser Angriff den Ausschlag gab. „Wenn es am Ende des Tages 0:1 ausgeht, dann war dieses Tor logischerweise entscheidend“, sagte der Neunkirchen-Obmann. Aus seiner Sicht kombinierte sich Pottschach über die rechte Seite mit vier, fünf Stationen sauber durch, während seine Mannschaft in dieser Phase nicht schnell genug war und zu weit vom Gegner weg war. „Am Ende der Kette kam Norbert Imre Kokenszky im Bereich des Elfers frei zum Abschluss und knallte den Ball unter die Latte,“ meinte Leeb, der hier die erste Chance des Gegners sah. Mehr Tore sollten an diesem Tag nicht mehr fallen, Neunkirchen ging mit einem 0:1 in die Pause und musste von da an einem Rückstand hinterherlaufen.
Gerade in der zweiten Halbzeit sah Leeb seine Mannschaft dann klar im Vorteil. „Wir haben 3⁄4 auf ein Tor gespielt“, sagte er, und genau so beschrieb er auch den weiteren Verlauf. Neunkirchen war nach seiner Einschätzung tonangebend, hatte viel Ballbesitz und kombinierte im Mittelfeld immer wieder sauber. „Speziell in der zweiten Halbzeit waren wir tonangebend“, meinte Leeb, der von rund 75 Prozent Ballbesitz sprach und seine Elf spielerisch wie auch körperlich als das stärkere Team sah. Nur belohnt wurde diese Phase eben nicht. Pottschach verteidigte den Vorsprung mit großem Einsatz, schlug vieles konsequent weg und brachte immer wieder ein Bein dazwischen. „Es war immer ein Fuß dazwischen. Es war wie verhext“, fasste Leeb den zähen Kampf um den Ausgleich zusammen.
Dass am Ende dennoch keine Punkte in Neunkirchen blieben, führte Leeb nicht nur auf fehlendes Glück zurück. Er fand auch deutliche Worte für die starke Defensivarbeit der Gäste. „Pottschach hat das perfekt verteidigt“, sagte er und stellte vor allem den Torhüter der Gäste heraus: „Dem muss man gratulieren. Hackl hat super gehalten, war auch der Turm in der Abwehr und war sicher ein Vater des Sieges.“ Gleichzeitig sprach der Obmann auch einen Punkt an, den er bei seiner eigenen Mannschaft nicht ausklammern wollte. „Nach hinten sind wir leider ein bisschen anfällig. Da müssen wir ein, zwei Positionen überdenken“, meinte Leeb. So blieb unter dem Strich ein Bild, das für Leeb klar war: „Vorne traf Pottschach durch deren Legionär, hinten verteidigten die Gäste ‚saustark‘ und nahmen damit alle drei Punkte mit. So einfach kann Fußball sein, wenn du hinten einen Fehler mehr machst als der Gegner und vorne nicht triffst, gewinnst du mit 99 % Ballbesitz leider auch kein Match.“
Besonders schwer wog die Niederlage für Neunkirchen auch deshalb, weil sie direkt vor der langen Winterpause kam. Leeb sprach offen darüber, wie sehr dieses 0:1 noch nachwirkt. „Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht und selbst am Tag danach sitzt die Enttäuschung noch tief“, sagte er. Der Plan sei gewesen, sich als Herbstmeister in die Pause zu verabschieden, und genau das sei nicht gelungen. Trotzdem will man in Neunkirchen die Ausgangslage nicht schlechtreden. „Es ist noch alles beisammen, und wir haben es im Frühjahr noch in der eigenen Hand“, betonte Leeb. Positiv nimmt er mit, dass seine Mannschaft aus seiner Sicht spielerisch vieles richtig gemacht hat. Dazu passte auch sein Lob für den Schiedsrichter, den er als „absolut perfekt“ bezeichnete. Für Neunkirchen endet der Herbst also mit Frust, aber nicht mit Resignation.