In der 2. Klasse Weinviertel feierte der USV 1950 Hauskirchen einen klaren 5:0-Heimsieg gegen den SV Jedenspeigen-Sierndorf. Den Grundstein legten frühe Standards, danach ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen. Sektionsleiter Julian Trötzmüller freute sich über die drei Punkte, blieb aber kritisch: „Es war nicht unsere beste Leistung in der Rückrunde. Wir haben nur das Nötigste gemacht, das große Feuer war nicht drin.“ Am Ende passte das Ergebnis – und es hätte, so Trötzmüller, „vielleicht auch ein, zwei Tore mehr“ sein können.

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Hauskirchen war von der ersten Minute an das aktivere Team. „Wir haben von Anfang an das Spiel kontrolliert“, hielt Julian Trötzmüller fest und beschrieb genau das Startbild, das die Partie prägen sollte. Nach elf Minuten zahlte sich der Druck erstmals aus: Nach einer Ecke zirkelte Filip Kukucka den Ball in den Strafraum, wo Marek Ondryas zum 1:0 einköpfte. Nur fünf Minuten später legten die Hausherren nach – erneut nach einem Eckball, der diesmal als Eigentor von Paul Schuster zum 2:0 gewertet wurde. Für Trötzmüller war da schon klar, wohin die Reise geht: „Nach den zwei frühen Toren war nie die Gefahr da, dass wir die Partie noch hergeben.“ Noch vor der Pause zog Hauskirchen endgültig davon: Norbert Jankto versenkte in Minute 43 einen Weitschuss zum 3:0, mit dem es in die Kabinen ging.
Nach Wiederanpfiff blieb die Begegnung klar in Hauskirchener Hand, auch wenn die Gastgeber nicht mehr jeden Angriff mit voller Konsequenz zu Ende spielten. Der vierte Treffer war dann einer fürs Auge: „Das 4:0 vom Norbert war eine Top-Einzelaktion“, sagte Trötzmüller. In Minute 61 ließ Jankto am Sechzehner zwei, drei Gegenspieler aussteigen und schob mit links trocken ins Eck ein. Spät setzte Filip Kukucka nach einem Pass ins Zentrum per Direktabnahme den Schlusspunkt zum 5:0 (82.). Am grundsätzlichen Bild änderte sich wenig: „Es ist in der Partie nie was angebrannt“, fasste der Sektionsleiter zusammen. Den Gegner erlebte er defensiv orientiert: „Jedenspeigen ist eher hinten gestanden und hat erst in der eigenen Hälfte attackiert. Bei ihnen haben, glaube ich, zwei, drei Spieler gefehlt.“
Trotz des deutlichen Ergebnisses klang beim Hauskirchener Sektionsleiter Selbstkritik durch. „Wir haben zwar 5:0 gewonnen, aber es war nicht unsere beste Leistung. Wir haben nur das Nötigste gemacht, die letzte Konsequenz und der letzte Biss haben gefehlt“, sagte Trötzmüller offen. Für die kommenden Wochen wünscht er sich wieder mehr Gier: „Einfach wieder an die Leistungen der letzten Wochen anschließen. Ein, zwei Schritte mehr pro Spieler, dann passt der Auftritt wieder.“ Sportlich bleibt die Lage komfortabel: Nach 19 Runden führt Hauskirchen die Liga mit 46 Punkten an, während Jedenspeigen mit 25 Zählern im Mittelfeld rangiert.