In der 2. Klasse Weinviertel hat sich der USC Wetzelsdorf in einem intensiven Heimspiel gegen den SV Zistersdorf mit 4:2 durchgesetzt. Alexander Piller sah den Schlüssel in der frühen 2:0-Führung, im überstandenen Druck nach dem 3:2 und im großen Einsatz seiner jungen Mannschaft. "Wir haben wirklich alles in das Spiel reingelegt", sagte der Sektionsleiter nach einer Partie, die bis tief in die Schlussphase offen blieb.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Start lief ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Schon nach elf Minuten stand es 1:0, weil Philipp Pinisch den Ball ins eigene Tor beförderte. Sechs Minuten später legte Gabriel Stecher das 2:0 nach und gab Wetzelsdorf damit genau jenen Vorsprung, den Piller später als ersten entscheidenden Punkt nannte. "Entscheidend waren die zwei Treffer zum 2:0", sagte er. Ganz ruhig wurde der Abend damit aber nicht, denn Jakub Pastinsky verkürzte in der 34. Minute auf 2:1. Piller betonte vor allem, wie wichtig diese Phase bis zur Pause war. Noch besser für Wetzelsdorf lief es dann, weil Lukas Kocis in der 44. Minute sogar noch das 3:1 nachlegte. Piller verwies dabei ausdrücklich darauf, dass dieser Treffer seiner Mannschaft wieder Ruhe ins Spiel gebracht habe.
Mit dem dritten Tor war die Partie aber noch längst nicht entschieden. Piller sprach zwar davon, dass das 3:1 wieder Ruhe gebracht habe, doch nach dem Seitenwechsel blieb Zistersdorf dran. In der 62. Minute machte Tomas Krivanek mit dem 3:2 wieder ein enges Spiel daraus, und genau diese Phase schilderte Piller sehr deutlich. "Nach dem 3:2 ist es hektisch geworden. Zistersdorf hat auf den Ausgleich gedrängt", sagte er. Der Sektionsleiter sprach sogar von einer "Abwehrschlacht" und ergänzte: "Teilweise hat der Hut gebrannt." Für Wetzelsdorf war das der heikelste Abschnitt des Abends, weil die Gäste weiter auf das 3:3 gingen und die Partie aus Sicht der Heimischen klar auf der Kippe stand.
Dass Wetzelsdorf in dieser Phase nicht umkippte, führte Piller vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. "Der absolute Kampfwille war ausschlaggebend", sagte er und nannte dazu noch das "Laufen füreinander" und das "Kämpfen füreinander". Für ihn war das keine Einzelerscheinung dieses Abends, sondern etwas, das die Mannschaft schon in den vergangenen Wochen gezeigt habe. Gleichzeitig wollte er den Auftritt nicht nur auf Einsatz reduzieren. "Wir haben auch kombiniert, wir haben auch gespielt, gut gespielt", so Piller. Gerade bei einer jungen Mannschaft sei das ein wichtiger Punkt. Auch den Gegner schätzte er stark ein: Es sei "ein sehr temporeiches Spiel" gewesen, in dem Zistersdorf durchaus Möglichkeiten gehabt habe. Umso wichtiger sei gewesen, dass die eigene Abwehr und auch der Torhüter in mehreren Situationen sehr gut reagierten.
Ganz ohne Möglichkeiten, das Spiel früher zuzumachen, blieb Wetzelsdorf nach Pillers Darstellung ebenfalls nicht. Er erinnerte an eine "hundertprozentige Chance" auf das 4:1 sowie an einen Freistoß, der an die Stange ging. Statt der möglichen Vorentscheidung fiel zunächst der Anschlusstreffer, weshalb die Partie lange offen blieb. Erst in der Nachspielzeit setzte Florentin Gotsch mit dem 4:2 den Schlusspunkt und machte, wie Piller sagte, "den Deckel auf das Spiel". Auch den Schiedsrichter beurteilte der Funktionär positiv: Abgesehen von einer frühen Elfmeter-Reklamation habe der Unparteiische "ein sehr gutes Spiel gemacht". Unterm Strich blieb für Wetzelsdorf damit ein Sieg, den Piller schlicht erklärte: "Der Unterschied lag darin, dass wir die vier Tore gemacht haben und Zistersdorf eben nur die zwei." Dazu kam aus seiner Sicht "das beherzte Kämpfen einer jungen und starken Truppe".