In der 2. Klasse Ybbstal bewertet Nusret Koc, Trainer des FC Hollenstein, die vergangenen Wochen als klaren Schritt nach vorn: Sein Team habe „richtig Schwung“ aufgenommen und wolle genau daran anknüpfen. Die Bilanz zum Winter stimmt zuversichtlich, die Stimmung im Verein ist laut Koc „sehr gut“, und der Fokus liegt auf einer stabilen Frühjahrsserie. Der Kader bleibt weitgehend zusammen, ein Eigengewächs kehrt zurück und soll zusätzliche Energie liefern. Auch organisatorisch wurden im Verein Weichen gestellt, während ein kompaktes Trainingslager vom 19. bis 22. die Feinarbeit am Spiel schärfen soll. Kocs Tenor: Zusammenhalt, die Entwicklung der jungen Spieler und konsequente Leistung sind die Schlüssel für den nächsten Schritt in der Tabelle.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Resultate untermauern den Aufschwung: Nach dem 2:1 bei ASKÖ Lunz/See legte Hollenstein drei Siege in Serie hin – 2:1 gegen Union Neuhofen, 3:2 gegen SV Opponitz und 2:1 gegen FCU Strengberg – sowie ein 2:2 gegen Union Wolfsbach. Aus den jüngsten vier Partien holte die Mannschaft damit zehn Zähler.
Das spiegelt sich in der Hinrunden-Trendlinie wider: Vom 14. Platz an den ersten Spieltagen arbeitete sich Hollenstein kontinuierlich nach vorne und beendete Runde 13 auf Rang 11. Aktuell hält das Team bei 14 Punkten aus 13 Spielen. An der Spitze liegen FC Ertl und SV Scheibbs (je 32 Punkte) – dahinter ein enges Feld, in dem Konstanz rasch belohnt wird. „Wir sind da richtig in Schwung gekommen und da wollen wir wieder anschließen“, sagt Koc.
„Die Stimmung in der Mannschaft beziehungsweise im Verein ist sehr gut. Jeder zieht mit und jeder hilft mit“, berichtet Koc. Personell bleibt der Kader unverändert – mit einer erfreulichen Ausnahme: Ein Eigengewächs kehrt zurück. „Ansonsten bleibt der Kader gleich und wir werden mit derselben Mannschaft starten.“ Verletzungssorgen plagen Hollenstein derzeit nicht: „Keine Verletzten – abgesehen von üblichen Krankheiten und Verkühlungen.
Im Großen und Ganzen ist der Kader top unterwegs.“ Besonders hofft der Trainer, dass David Buder nach bestandener Meisterprüfung wieder zur Verfügung steht: „Er ist eine sehr große Unterstützung für die Mannschaft.“ Inhaltlich betont Koc die Entwicklungsachse: „Wichtig ist, dass die Mannschaft die jungen Spieler entwickelt und noch mehr Leistung auf den Platz bringt.“
Sportlich erwartet Koc eine offene Rückrunde: „So wie wir aufgehört haben: Es kann jeder jeden schlagen in der zweiten Klasse. Natürlich gibt es zwei, drei Vereine, die vorne um den Meistertitel mitspielen. Ansonsten traue ich meiner Mannschaft alles zu, dass wir eine sehr gute Frühjahrsaison haben.“ Der Weg dahin ist klar strukturiert: Ein Trainingslager soll Automatismen schärfen und die positive Energie konservieren. Abseits des Rasens hat der Verein im Vorstand Anpassungen vorgenommen – „das ist intern“, wie Koc betont –, was am grundsätzlichen Kurs nichts ändert: Stabilität bewahren, Intensität hochhalten, Chancen nutzen.
Sein Fazit fasst den Anspruch zusammen: „Mit einer guten Leistung werden wir einige Plätze verbessern.“ Hollenstein hat die Basis gelegt – Kontinuität, Teamgeist, die Rückkehr eines Eigengewächses sowie die erhoffte Verfügbarkeit von David Buder könnten zum Träger eines nachhaltigen Frühjahrsschubs werden.