In der 2. Klasse Ybbstal hat FC Sonntagberg das Heimspiel gegen SV Opponitz mit 5:2 gewonnen, obwohl es zur Pause noch 2:2 stand. Trainer Pren Zefi sah einen verdienten Sieg, war mit dem ersten Durchgang aber gar nicht einverstanden. Wie er sagte, hat vor allem das 3:2 dem Spiel dann endgültig die Richtung gegeben.

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Sonntagberg erwischte den idealen Beginn. Schon in der 2. Minute brachte Alex Balogh die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Zefi erklärte danach, dass diesem Treffer ein gutes Pressing vorausging und seine Mannschaft den Gegner damit früh zu einem Fehler zwang. Genau auf dieser Grundlage wollte der FC auftreten. Danach verlor Sonntagberg aber laut seinem Trainer den Faden. „Wir haben uns das Spiel zu kompliziert gemacht, zu ungenau gespielt und kein Tempo aufgenommen“, sagte Zefi. Seine Mannschaft suchte aus seiner Sicht zu schnell den letzten Pass und spielte nicht geduldig genug weiter. Opponitz kam dadurch besser hinein und glich in der 19. Minute durch Edin Softic zum 1:1 aus. Zwar stellte Florian Eder in der 38. Minute auf 2:1, Ruhe brachte das aber nicht ins Spiel der Heimischen. Kurz vor der Pause bekam Sonntagberg den Ball nicht sauber weg, David Zedek traf in der 43. Minute zum 2:2, und für Zefi war klar, dass der Auftritt bis dahin nicht passte.
In der Halbzeit wurde der Trainer deutlich. „Ich bin extrem laut geworden, aber sachlich laut“, sagte Zefi, weil aus seiner Sicht einfach viele Dinge nicht funktioniert hatten. Die Reaktion seiner Mannschaft fiel danach allerdings so aus, wie er sie sehen wollte. Der Ball lief besser, Sonntagberg hatte mehr Ballstafetten, verlagerte sauberer und kam mit mehr Tempo über die Seiten. Vor allem die Läufe in die Tiefe wurden gefährlicher. „In der zweiten Halbzeit sind wir mit tiefen Bällen und tiefen Läufen super in die letzte Linie gekommen“, erklärte der Coach. Das machte sich dann auch im Ergebnis bemerkbar. Florian Eder traf in der 58. Minute zum 3:2, und genau diesen Treffer nannte Zefi den entscheidenden Moment: „Das 3:2 hat die Richtung gegeben.“ Danach war Sonntagberg das klar aktivere Team, blieb am Drücker und legte durch Sebastian Plank in der 69. Minute das 4:2 nach. Mit seinem zweiten Treffer stellte Plank in der 82. Minute auch den 5:2-Endstand her. Für Zefi war die zweite Hälfte so klar, dass er sogar meinte, das Resultat hätte aufgrund dieser Phase „viel höher ausfallen“ können.
Trotz des deutlichen Heimsiegs wollte Zefi nach dem Schlusspfiff nicht einfach alles abhaken. Vor allem die beiden Gegentore störten ihn. „Die ersten zwei Tore haben wir richtig schlecht verteidigt“, sagte er und sprach von zu passivem Verhalten in den Zweikämpfen. Gleichzeitig lobte er den Gegner ausdrücklich. Opponitz habe in der ersten Halbzeit „extrem gut dagegengehalten“ und ihn insgesamt positiv überrascht. Sonntagberg hatte zwar bewusst etwas ausprobiert, unter anderem mit zwei Spitzen und einem jungen Spieler von Beginn an, brauchte aber Zeit, um in den richtigen Rhythmus zu kommen. Nach rund einer Stunde machte sich dann laut Zefi bemerkbar, dass die Gäste viel nachlaufen mussten. So wurde aus einem offenen 2:2 noch ein klarer Sieg. In der Tabelle hält Sonntagberg nach elf Runden damit bei 22 Punkten und bleibt vorne dabei, während Opponitz bei drei Zählern bleibt.