In der 2. Klasse Ybbstal hat St. Peter/Au II am Samstagnachmittag bei SV Opponitz mit 2:0 gewonnen. Trainer Thomas Mayrhofer sah seine Mannschaft die Partie über weite Strecken im Griff haben, auch wenn sie das Spiel mit einigen vergebenen Möglichkeiten unnötig lange offen hielt. Entscheidend war für ihn am Ende, dass seine Elf die Ruhe bewahrt hat und sich spät doch noch mit dem zweiten Treffer belohnte.

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Mayrhofer hatte von Beginn an das Gefühl, das seine Mannschaft die Partie in der Hand hatte. „Grundsätzlich waren wir von der ersten bis zur letzten Minute die klar spielbestimmende Mannschaft, aber das muss auch unser Anspruch sein“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Den ersten Schritt dazu machte sein Team in der 16. Minute. Dem 0:1 ging laut Mayrhofer eine gute Aktion von hinten nach vorne voraus, dann wurde über die Seite durchgesteckt, Markus Schatzeder hinterlief stark und fand in der Mitte Lukas Bruckschwaiger, der verwertete. Damit waren die Gäste früh vorne, ließen aber aus Sicht des Trainers schon in der ersten Halbzeit liegen, was das Spiel früher hätte beruhigen können. Zweimal Bruckschwaiger sowie Jakob Wimmer hatten noch gute Möglichkeiten, doch beim 0:1 blieb es bis zur Pause.
Dass die Gäste nach dem Seitenwechsel nicht längst klarer führten, war für Mayrhofer der Hauptgrund, warum es bis in die Schlussphase hinein spannend blieb. Er sprach von „einigen Chancen, wo wir zu umständlich und zu ungenau agieren“ und zählte mehrere Situationen auf, in denen seine Mannschaft an sich selbst oder dem gegnerischen Tormann scheiterte. Ein Stangenlupfer von Lukas Bruckschwaiger gehörten dazu, außerdem kamen Tobias Hochwallner, Philip Lukic und Jakob Wimmer jeweils alleine vor dem Tor zu Abschlüssen. Zudem war man aus Standards immer wieder gefährlich, aber weil das 0:2 lange nicht fiel, blieb Opponitz im Spiel und versuchte es laut Mayrhofer vor allem mit hohen Bällen. Der Trainer sah darin sogar den wichtigsten Moment des Nachmittags: „Wir haben die hohen Bälle, die gegen Ende vom Gegner gekommen sind, gut verteidigt und die Null gehalten. Wir hätten uns das Leben aber leichter machen können, wenn wir schneller das 2:0 machen.“ Dieses 2:0 fiel dann in der 86. Minute, als der eingewechselte Matthias Mayrhofer über die rechte Seite sein Tempo ausspielte und den Ball souverän am Tormann vorbeispitzelte.
Zufrieden war der St. Peterer Trainer damit, wie seine Mannschaft die personelle Situation gelöst hat. „Wir haben aktuell einen personellen Engpass, aber das trotzdem gut kompensiert“, sagte Thomas Mayrhofer. Dabei hob er vor allem Jakob Wimmer und Philip Lukic hervor, die erstmals in dieser Saison von Beginn an auf dem Feld standen. Dass er diese beiden Spieler nach dem Spiel ausdrücklich nannte, zeigt, wie wichtig ihre Rolle in dieser Partie war. Insgesamt gefiel ihm, dass seine Elf trotz der Umstellungen geschlossen auftrat und sich nicht aus der Ruhe bringen ließ. Auch als das Ergebnis lange knapp blieb, hatte er nicht den Eindruck, dass seine Mannschaft die Ordnung verlieren würde. Am Ende stand für ihn deshalb nicht nur ein Auswärtssieg, sondern auch der Nachweis, dass die Mannschaft Ausfälle auffangen kann, wenn jeder seinen Teil beiträgt.
Zum Gegner fand Mayrhofer klare, aber respektvolle Worte. Opponitz sei „sicher am Limit, sowohl vom Personal als auch vom Fußballerischen“, habe aber „bis zum Schluss gekämpft“, und genau das rechne er den Gastgebern hoch an. Große Diskussionen gab es seiner Einschätzung nach nicht, auch rund um den Schiedsrichter sah er „keine großen Themen“. So blieb unter dem Strich ein Nachmittag, den der Trainer passend zusammenfasste: „Es war ein verdienter, aber glanzloser Sieg. Wir nehmen die drei Punkte.“ Für die Gäste ist dieser Erfolg in der Tabelle jedenfalls etwas wert. Nach zwölf Runden halten die St. Peterer bei 23 Punkten und bleiben auf Rang vier, während Opponitz mit drei Punkten weiter am Ende des Klassements steht. Aus Sicht der Gäste war es damit kein glanzvoller, aber ein sehr nützlicher Auftritt.