Am Freitagabend traf in der 2. Landesliga Ost der ASV Vösendorf auf den FC Klosterneuburg – und die Partie entwickelte sich genau so, wie es der Trainer der Gäste angekündigt hatte: als Geduldsspiel mit langen Ballbesitzphasen und wenigen klaren Möglichkeiten. „Für uns war es ein klares Geduldsspiel, weil der Gegner seine Spielanlage so anlegt“, erklärte Moritz Breicha, Trainer des FC Klosterneuburg, nach dem Schlusspfiff. Sein Team wartete auf die Lücken, verteidigte Standards aufmerksam und fand am Ende den einen Moment, der den Unterschied machte. Zur Pause stand es 0:0, in der zweiten Hälfte fiel durch Philip Pertl in der 81. Minute der entscheidende Treffer zum 1:0 Endstand.

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Moritz Breicha ordnete das Spielbild klar ein: „Durch die Spielanlage des Gegners war klar, dass wir sehr oft den Ball haben werden und die Ballbesitzphasen dominieren. Es ging darum, wann und wie wir die Räume hinter der Abwehrkette finden. Dass das schwierig ist, war klar, aber wir haben es grundsätzlich ordentlich gemacht für das erste Rückrundenspiel.“ Genau daraus ergab sich eine kontrollierte, aber chancenarme Begegnung, in der die Gäste geduldig auf die tieferliegenden Räume warteten, ohne die Absicherung zu vernachlässigen. Der Plan ging auf: Klosterneuburg nutzte die defensive Stabilität als Basis, verschob den Ball, ließ Vösendorf laufen und suchte immer wieder die Tiefe. So reifte das Spiel, bis der Moment kam, an dem die Balance zwischen Risiko und Kontrolle in einen Treffer mündete.
Beide Seiten kamen selten zwingend durch die Abwehrketten. „Ein Festival für Torchancen war es keines – auf beiden Seiten nicht. Beiden Mannschaften fehlte noch etwas der Rhythmus“, erklärte Moritz Breicha. Der einzige Treffer des Spiels fiel in der 81. Minute: Philip Pertl netzte zum 1:0 ein. Der Unterschied lag in einem sauber ausgespielten Angriff. Das passte zum Verlauf der Partie: strukturiert vorbereitet, mit Tempo in die Tiefe und konsequent vollendet. Auch in der Schlussphase blieb Klosterneuburg fokussiert, sodass der knappe Vorsprung reif über die Zeit gebracht wurde.
Das Abwehrfundament trug entscheidend: Gegen die physisch präsenten Vösendorfer stellte Klosterneuburg bei ruhenden Bällen die nötige Wucht entgegen – genau wie von Moritz Breicha als Schlüsselaufgabe benannt. „Wir wussten aufgrund der Körpergröße von Vösendorf, dass sie bei Standards immer gefährlich werden können – ein-, zweimal waren sie es auch. Wenn wir das ordentlich und konzentriert verteidigen, geben wir uns die Chance, zu null zu spielen. Am Ende des Tages ist uns das gut gelungen.“ In Summe blieb die Partie unaufgeregt und fair: „Wirklich strittige Szenen, bei denen der Schiedsrichter aufgefallen wäre, hat es eigentlich nicht gegeben. Es war sehr fair – klar in der Spielleitung und in der Spielführung beider Mannschaften.“ Einfluss nahm auch der Untergrund: „Wir haben ein einziges Training am Rasen absolvieren können, am Donnerstag beim Abschlusstraining. Das war keine ideale Vorbereitung für ein Meisterschaftsspiel, deshalb mussten wir viele Kleinigkeiten einbeziehen, um mit drei Punkten nach Hause zu fahren.“ Für die kommenden Wochen legte Moritz Breicha die nächsten Stellschrauben fest: „Wir wollen im Umschaltverhalten genauer werden – da waren wir noch zu schlampig, zu ungenau oder die Laufwege passten nicht. Grundsätzlich wollen wir uns einfach weiterentwickeln, ohne Druck von außen oder von innen.“