Zum Auftakt der 2. Landesliga West hat der SC Gmünd gegen USV Langenlois mit 1:2 verloren. Die Gäste lagen zur Pause noch zurück, drehten die Partie aber nach dem Seitenwechsel und trafen in der Nachspielzeit zum Sieg. Trainer Gernot Holcmann sprach von einem schwierigen Auswärtsspiel, sah seine Mannschaft über weite Strecken mit den besseren Chancen, machte nach dem Auftakterfolg aber auch klar, dass vor allem die Chancenverwertung noch besser werden muss.

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Für den Trainer der Gäste war von Beginn an klar, dass es in Gmünd kein einfaches Spiel werden würde. Holcmann beschrieb die Partie danach als „schwieriges Auswärtsspiel gegen einen gut organisierten Gegner“ und brachte damit den Ton dieser 90 Minuten ziemlich genau auf den Punkt. SC Gmünd ging in der 21. Minute durch Martin Held mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Kabine. Dass USV Langenlois trotzdem nicht das Gefühl hatte, einer klaren Niederlage entgegenzugehen, lag aus Sicht des Trainers an den eigenen Möglichkeiten. „Wir hatten in der ersten Halbzeit ein Chancenplus und hätten das Spiel eigentlich früher entscheiden müssen“, sagte Holcmann. Genau das war aus seiner Sicht der Knackpunkt in einer Phase, in der seine Mannschaft zwar schon gut im Spiel war, sich dafür aber noch nicht belohnte.
Nach dem Seitenwechsel bekam USV Langenlois das Ergebnis dann zunächst geradegebogen. In der 55. Minute sorgte Jannik Michael Scherzer für das 1:1 und damit für die passende Antwort auf den Pausenrückstand. Holcmann sah auch danach weiter Möglichkeiten auf seiner Seite, die Partie früher zuzumachen. „Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir Chancen, haben sie aber nicht genutzt“, sagte er. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass SC Gmünd im Spiel blieb und besonders nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich werden konnte. „Der Gegner war immer gefährlich in Umschaltsituationen, vor allem in der zweiten Halbzeit“, erklärte der Trainer. Deshalb blieb es bis in die Schlussphase hinein offen. Erst in der Nachspielzeit fiel die Entscheidung, als Nico Weingartner in der 90.+4 Minute das 2:1 für USV Langenlois erzielte. Für Holcmann war es unter dem Strich „ein sehr ausgeglichenes Spiel, aber ein verdienter Sieg“.
Interessant war nach dem Schlusspfiff vor allem der Blick des Trainers auf die eigene Leistung. Holcmann lobte vor allem das Verhalten seiner Mannschaft ohne Ball. „Das Spiel gegen den Ball war gut“, sagte er knapp, aber deutlich. Genau dort sah er die größte Stärke seines Teams in dieser ersten Runde. Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel daran, wo noch Arbeit wartet. „Die Umschaltsituationen müssen wir früher verhindern und die Chancenverwertung müssen wir verbessern“, sagte Holcmann. Auch später kam er noch einmal darauf zurück: „An der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten, sonst war ich eigentlich zufrieden.“ Dazu passte auch seine Einschätzung des Gegners, den er als Mannschaft „mit einer guten Mischung und vielen routinierten Spielern“ beschrieb.
Für USV Langenlois steht damit zum Start ein Auswärtssieg, der Mut machen kann, auch wenn der Trainer sehr klar benannte, warum die Partie bis ganz zum Schluss eng blieb.