In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel feierte der SV W4IT Ziersdorf am 19. Spieltag einen 2:1-Heimsieg gegen SC Admira Gföhl. David Stark traf früh doppelt (13., 16.), Simon Stefanec verkürzte vor der Pause (42.). Danach verteidigten die Gastgeber den Vorsprung. Trainer Martin Aichinger sprach von „überragendem Kampfgeist“ und lobte die Disziplin seiner Mannschaft, die nach starkem Start und einer umkämpften zweiten Hälfte die drei Punkte festhielt.

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Ziersdorf legte los wie die Feuerwehr und zwang dem Spiel sofort den eigenen Takt auf. „Das Spiel hat für uns sehr gut begonnen. Wir waren nach fünfzehn Minuten 2:0 vorne“, schilderte Trainer Martin Aichinger den Start. Der Doppelschlag trug die klare Handschrift von David Stark: In Minute 13 stellte er auf 1:0, nur drei Minuten später erhöhte er auf 2:0. Aichinger erklärte die Entstehung nüchtern: „Das erste Tor war etwas durch den Wind bedingt, ein Eckball, der direkt ins Tor gegangen ist. Und das zweite Tor war ein zu kurzer Rückpass zum Tormann, wo David dazwischen gesprintet ist und eingeschoben hat.“ Dieser schnelle Vorsprung gab den Hausherren Sicherheit, während Gföhl sichtlich zu arbeiten hatte, um wieder Struktur zu finden. Kurz vor der Pause gelang den Gästen durch Simon Stefanec allerdings noch der Anschluss zum 2:1 (42.), mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen.
Nach der Pause wurde es das erwartet zähe Ringen um jeden Meter. Ziersdorf verteidigte mit viel Disziplin, Gföhl suchte den Ausgleich. Aichinger brachte es auf den Punkt: „Die zweite Halbzeit war einigermaßen ausgeglichen. Gföhl hatte ein paar Chancen, die unser Tormann gehalten hat, und wir haben ein paar Konter nicht fertig gespielt, um das Spiel früher zu entscheiden.“ Was den Unterschied machte, war die kollektive Arbeit gegen den Ball. „Wir haben in der zweiten Halbzeit wirklich super dagegengehalten und keine Tore zugelassen“, sagte der Coach und hob anschließend die Mentalität hervor: „Der Kampfgeist von allen Spielern war überragend. Jeder wollte das unbedingt gewinnen.“ Genau dieses Beharren auf Kompaktheit und einfache Lösungen brachten Ziersdorf über die Zeit. Auch wenn der eine oder andere Konter liegenblieb, ließ die Hintermannschaft in den entscheidenden Momenten wenig zu – der knappe Vorsprung hielt.
Der Sieg wiegt umso schwerer, weil er gegen den Tabellenführer gelang: Gföhl führt nach 19 Runden die Liga mit 37 Punkten an, Ziersdorf hält bei 29 Zählern auf Rang acht. Im Rückblick sah Aichinger den frühen Doppelschlag als Weichenstellung: „Die Schlüsselszene war, dass wir gleich 2:0 in Führung gegangen sind. Das war ein guter Polster.“ Zum Gegner fand er faire Worte: „Zu Beginn waren sie geschockt, sind dann aber stärker ins Spiel gekommen. In der zweiten Halbzeit hat ihnen die Effizienz gefehlt, um wirklich den Ausgleich zu erzielen.“ Diskussionsthemen gab es keine: „Es war ein solides Spiel, der Schiedsrichter hatte alles im Griff.“ Zum Schluss blieb vor allem Dank: „Ein großes Lob an die Mannschaft, wie überragend sie alles umgesetzt hat, was wir vorgegeben haben.“ Dieses Paket aus frühem Mut, sauberer Defensivarbeit und mannschaftlicher Geschlossenheit trug den Heimsieg.