Spielberichte

Christopher Bruckner (Trainer SC St. Martin): "Wir hätten zwei, drei null gewinnen müssen"

SC St. Martin
USV Groß Gerungs

Im Spiel der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel feierte der SC St. Martin einen 1:0-Heimsieg gegen den USV Groß Gerungs. Nach zäher Anfangsphase stand es zur Pause 0:0, ehe Dominik Decker in Minute 58 den einzigen Treffer markierte. Trainer Christopher Bruckner sprach von einem „verdienten Sieg“, haderte aber mit ausgelassenen Umschaltmomenten: „Wir hätten zwei, drei null gewinnen müssen.“ Für St. Martin, aktuell am Tabellenende, sind die drei Zähler im dicht gedrängten Abstiegskampf besonders wertvoll.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

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Zäher Beginn, Weckruf und Chancen vor der Pause

Die ersten dreißig Minuten gehörten zu jenen Phasen, in denen beide Mannschaften wenig zustande brachten – das bestätigte auch Christopher Bruckner. „Wir waren die ersten dreißig Minuten nicht gut drin in der Partie. Groß Gerungs auch nicht unbedingt“, sagte der St.-Martin-Coach. Um die 30. Minute hatten die Gäste jedoch die erste richtig gute Möglichkeit, St. Martins Keeper parierte stark. Kurz darauf spielte Groß Gerungs einmal schnell um und wurde gefährlich – für Bruckner der Moment, der sein Team wachrüttelte: „Das war ein richtiger Weckruf für uns.“ St. Martin fand noch vor dem Halbzeitpfiff drei dicke Chancen auf das 1:0, brachte den Ball aber nicht über die Linie. „Danach hatten wir in der ersten Hälfte zwei, drei richtig gute Möglichkeiten“, haderte Bruckner – zur Pause blieb es beim 0:0.

Decker entscheidet nach Kaspirek-Zuspiel – Entscheidung verpasst

Nach der Pause trat St. Martin entschlossener auf und holte sich die Führung. In Minute 58 schlug dann die starke Offensivachse zu: „Ein langer Ball von Jakub Kaspirek auf unsere Nummer zwölf, Dominik Decker, er lässt einen Verteidiger aussteigen und macht ihn mit dem Spitz rein“, schilderte Bruckner den Siegtreffer. Decker hatte zuvor bereits zwei Großchancen, diesmal blieb er eiskalt. Danach boten sich den Hausherren mehrere Umschaltgelegenheiten, um den Deckel draufzumachen. „Wir hatten sechs, sieben sehr gute Umschaltmomente. Das müssen wir besser fertigspielen, wir hätten zwei, drei null Minimum gewinnen müssen“, ärgerte sich der Coach. Groß Gerungs kam nach dem Rückstand zu weniger Chancen als erwartet, der Heimsieg geriet trotz des knappen Resultats nicht mehr ernsthaft ins Wanken. „Es war ein verdienter Sieg“, fasste Bruckner zusammen.

Stabil hinten, starke Einzelnoten – und klare Hausaufgaben

Der Grundstein lag für den Trainer in der stabilen Defensive. „Hinten sind wir sehr, sehr gut gestanden. Bis auf die eine Chance in der ersten Halbzeit haben wir eigentlich nichts zugelassen“, lobte Bruckner seine Abwehr. Besonders positiv hob er zwei Akteure hervor: „Fabian Raffetzeder hat als Zehner ein Riesenspiel gemacht, war in jeder Offensivaktion dabei. Und links hinten hat Roland Pischinger sehr stark agiert.“ Trotz der drei Punkte sieht Bruckner klare Baustellen: „Im letzten Drittel müssen wir an der Entscheidungsfindung arbeiten. Diese Über- und Unterzahlsituationen, den Gegner binden, das Zwei-gegen-eins suchen – das haben wir heute zu selten konsequent ausgespielt.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Groß Gerungs ist immer für ein Tor gut.“ Zur Schiri-Leistung sagte er: „Die Linie hat nicht ganz gepasst, aber es war nichts spielentscheidend.“ 

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: St. Martin : USV Groß Gerungs - 1:0 (0:0)

  • 58
    Dominik Decker 1:0