In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel feierte der SC Admira Gföhl am Freitag einen klaren 6:0-Heimsieg gegen den USV Raabs/Thaya. Nach einer wackeligen Anfangsphase übernahm Gföhl ab Minute 20 die Kontrolle und traf noch vor der Pause doppelt. „Wir hatten Glück, dass wir nicht 0:1 in Rückstand geraten. Danach waren wir mutig und aggressiv“, sagte Trainer Patrick Wunsch, der in Halbzeit zwei „sehr guten Fußball“ sah. Matchwinner war Simon Stefanec mit vier Treffern – ein kräftiges Ausrufezeichen des Tabellenführers.

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Die ersten zwanzig Minuten gehörten dem Gäste-Team, so schilderte es Gföhl-Trainer Patrick Wunsch. Seine Elf brauchte nach einigen Umstellungen spürbar Anlaufzeit. „Wir waren anfangs schwach und hatten Glück, dass wir nicht 0:1 hinten sind“, sagte er rückblickend. Als die Hausherren die Nervosität abschüttelten, kippte die Partie Schritt für Schritt. Martin Privrel brach den Bann in der 33. Minute zum 1:0 und gab Gföhl das nötige Selbstvertrauen. Noch vor dem Pausenpfiff legte Simon Stefanec nach und stellte in Minute 44 auf 2:0. Mit dieser Führung im Rücken ging es in die Kabinen – ein Zwischenstand, der den Verlauf passend spiegelte: Raabs hatte den besseren Start, Gföhl die klareren Antworten, sobald es zielstrebiger wurde und die Zweikämpfe angenommen wurden.
Aus der Halbzeit kam Gföhl mit Schwung und viel Mut. „Gleich nach der Pause hatten wir zwei Top-Chancen, da hätten wir es schon entscheiden müssen“, so Wunsch. Lange ließ das 3:0 dennoch nicht auf sich warten: Wieder war es Simon Stefanec, der in der 50. Minute zuschlug. Von da an lief der Ball flüssig, die Admira kombinierte sauber durch die Reihen. „Ab der Halbzeit war das sehr gut. Da haben wir den Ball laufen lassen und sehr gute Kombinationen gespielt“, freute sich der Coach. Raabs hielt zwar dagegen, doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Wege länger. Michael Dietl erhöhte in Minute 63 auf 4:0, ehe Stefanec in der 78. und 85. Minute seinen Viererpack perfekt machte. Wunsch sprach offen von „Auflösungserscheinungen“ beim Gegner in dieser Phase – seine Mannschaft nutzte die Räume konsequent und belohnte sich mit einem deutlichen 6:0.
In der Analyse machte Patrick Wunsch einen Moment ganz bewusst fest: „Spielentscheidend war, dass nicht wir 0:1 zurückliegen, sondern das 1:0 machen. Ab diesem Zeitpunkt waren wir endgültig da – mutig, aggressiv, mit guten Kombinationen.“ Der Trainer führte den wackligen Start auf mehrere Umstellungen zurück, hob aber umso deutlicher die Reaktion seines Teams hervor. „Ab der 20. Minute war das eine geschlossene Mannschaftsleistung – vom Torwart bis zum Stürmer.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen blieb er knapp, aber eindeutig: „Es passt.“ Der Sieg passt auch zur Tabelle: Gföhl führt nach 20 Runden mit 40 Punkten das Klassement an, während Raabs bei 21 Zählern hält. Besonders wertvoll: Die Mannschaft belohnte ihre klare Überlegenheit nicht nur spielerisch, sondern auch im Ergebnis – mit Effizienz und klarer Kante vor dem Tor.
Der 6:0-Erfolg gibt Selbstvertrauen – und das will Gföhl mitnehmen. „Wir haben jetzt natürlich Selbstvertrauen getankt. Das war ganz wichtig, auch für den einen oder anderen Spieler“, betonte Wunsch. Der Blick geht schon nach vorn: „Nächste Woche haben wir auswärts ein Match, das auch ganz schwierig ist. Wir kommen mit vollem Selbstvertrauen und werden dort genauso auftreten – aggressiv, mutig, spielfreudig – und wollen natürlich drei Punkte mitnehmen.“