Spielberichte

„Wir haben uns nicht davon beirren lassen“ – Gföhl dreht Rückstand und gewinnt 3:2

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SC Admira Gföhl
USV Atzenbrugg/H.

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat SC Admira Gföhl gegen USV Atzenbrugg/H. mit 3:2 gewonnen. Trainer Michael Blabensteiner sah vor allem vor der Pause eine starke Leistung seiner Mannschaft, die sich vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen ließ. Genau dieses Ruhebewahren war für ihn der entscheidende Punkt in einer Partie, die Gföhl lange im Griff hatte und am Ende dennoch enger wurde, als es sein musste.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach dem 0:1 blieb Gföhl auf Kurs

Blabensteiner schilderte einen Nachmittag, an dem seine Mannschaft aus seiner Sicht wieder sehr ordentlich in die Partie gefunden hat. „Wir haben wieder gut begonnen und sehr schnell die Kontrolle über das Spielgeschehen gehabt, vor allem in der ersten Halbzeit“, sagte der Gföhler Trainer. Diese Überlegenheit brachte zunächst aber noch keinen Ertrag. Stattdessen gerieten die Gastgeber in der 25. Minute in Rückstand, als Alin Ginghina für Atzenbrugg das 0:1 erzielte. Blabensteiner sprach dabei von einer Einzelaktion über den Flügel und hielt fest, dass sein Team „mit dem ersten Torschuss eigentlich in Rückstand geraten“ sei. Gerade danach gefiel ihm die Reaktion seiner Mannschaft aber besonders gut. Gföhl blieb im Spiel, hielt den Druck aufrecht und ließ sich nicht verunsichern. Nur fünf Minuten später stellte Michael Lang auf 1:1, womit die starke Phase der Heimischen auch auf der Anzeigetafel sichtbar wurde. Für den Trainer war dieser Ausgleich deshalb folgerichtig, weil seine Elf nach dem Gegentor eben nicht den Faden verlor, sondern weiter ihrem Plan folgte.

Zwei Treffer nach der Pause, dann wurde es noch einmal eng

Nach dem Seitenwechsel gelang Gföhl genau das, was sich eine Mannschaft nach einer guten ersten Halbzeit wünscht: Sie legte sofort nach. Niklas Vorlaufer traf in der 50. Minute zum 2:1 und drehte die Partie damit endgültig. Als Simon Stefanec in Minute 64 auch noch das 3:1 erzielte, hatte sich Gföhl für die bessere Phase über weite Strecken der Partie belohnt. Gleichzeitig machte Blabensteiner nach dem Schlusspfiff aber keinen Hehl daraus, dass ihm die zweite Hälfte spielerisch nicht so gut gefallen hatte wie die erste. „Wir haben die Kontrolle über das Spiel ein bisschen verloren“, sagte er. Vor allem, dass seine Mannschaft dann „mit fast ausschließlich langen Bällen gearbeitet“ habe, sprach er klar an. Genau darin sah der Trainer auch das wichtigste Verbesserungspotenzial. Atzenbrugg kam in der 76. Minute durch Niklas Adamek noch auf 3:2 heran, was die Partie aus Gföhler Sicht unnötig spannend machte. Blabensteiner formulierte es so, dass der Gegner durch diesen Treffer noch einmal herangekommen sei und das Spiel „etwas spannender gemacht hat, als es hätte sein müssen“.

Geschlossenheit als Schlüssel, Kontrolle als Auftrag für die nächsten Spiele

Den eigentlichen Ausschlag für den Heimsieg machte Blabensteiner nicht an einer Einzelszene fest, sondern an der Art, wie seine Mannschaft mit dem Rückstand umging. Auf die Frage, wann er das Gefühl hatte, dass die Partie in die richtige Richtung kippen könnte, verwies er genau auf diesen Moment. „Eigentlich gleich nach dem Gegentor, als wir uns davon nicht haben beirren lassen und trotzdem weiter nach vorne gespielt haben, war ich mir sicher, dass wir das heute gewinnen können“, sagte der Trainer. Auch sonst rückte er bewusst die gesamte Mannschaft in den Vordergrund. „Dieses Mal haben wieder die Mannschaftsleistung und der Wille zum Sieg gezählt. Nicht einzelne Szenen, sondern die Geschlossenheit und Kompaktheit“, erklärte Blabensteiner. Als größte Stärke nannte er, „egal, wie es steht, immer weiterzuspielen und an unserem Plan festzuhalten“. Zugleich stellte er auch Atzenbrugg ein ordentliches Zeugnis aus. Der Gegner habe in diesem Spiel „nicht so viele Torchancen vorgefunden“, weil Gföhl gut angelaufen sei und gut verteidigt habe, habe aber mit der individuellen Qualität der einzelnen Spieler immer wieder gezeigt, dass sie sehr gefährlich sein und jeden Gegner Probleme bereiten können. Strittige Szenen gab es nach Ansicht des Trainers nicht, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden. Unter dem Strich bleibt für Gföhl damit ein Sieg, der wegen der Reaktion auf den Rückstand Mut machen kann, auch wenn die Botschaft des Trainers klar war: Mit mehr Kontrolle nach der Pause soll so ein Spiel künftig früher und sauberer zugemacht werden.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: Gföhl : Atzenbrugg - 3:2 (1:1)

  • 76
    Niklas Adamek 3:2
  • 64
    Simon Stefanec 3:1
  • 50
    Niklas Vorlaufer 2:1
  • 30
    Michael Lang 1:1
  • 25
    Alin Ginghina 0:1