In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat FC Moser Medical Rohrendorf den USV Raika Dobersberg mit 5:0 besiegt und laut Gästetrainer Klaus Doppler schon sehr früh die Richtung vorgegeben. Vor allem der Doppelschlag in den ersten acht Minuten und das 0:3 kurz vor der Pause ließen die Gäste nie wirklich ins Spiel kommen. Dobersberg musste fast durchgehend reagieren und kam kaum zu eigenen Akzenten.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Aus Sicht von Dobersberg war die Partie praktisch vom Start weg in die falsche Richtung gelaufen. Schon in der 4. Minute brachte Tobias Markhart die Gastgeber in Führung, nur vier Minuten später legte Jannick Schibany das 2:0 nach. Für Trainer Klaus Doppler war genau diese Anfangsphase der erste große Knackpunkt. „Rohrendorf war über neunzig Minuten die klar spielbestimmende Mannschaft“, sagte er nach dem Spiel und ergänzte: „Mit dem Doppelschlag in den ersten acht Minuten war das für uns schon eine kleine Vorentscheidung zugunsten von Rohrendorf.“ Dobersberg fand danach zwar etwas besser in die Partie, zumindest so, dass die Gäste bis zur Pause stabiler wirkten. Wirklich drehen konnten sie das Spiel aber nicht mehr. Noch vor dem Seitenwechsel stellte Schibany in der 41. Minute auf 3:0. Für den Dobersberg-Coach war damit die zweite, noch deutlichere Vorentscheidung gefallen: „Mit dem dritten Tor kurz vor der Halbzeit war die Vorentscheidung gefallen.“ Nach dem Wechsel blieb Rohrendorf am Drücker, Schibany erhöhte in der 52. und 63. Minute noch auf 5:0 und machte seinen Viererpack perfekt.
Dass die Gäste an diesem Nachmittag kaum Zugriff bekamen, erklärte Doppler vor allem mit der Qualität des Gegners. „Wir konnten die spielstarken Spieler von Rohrendorf nicht neutralisieren“, sagte der Trainer sehr deutlich. Genau daraus ergab sich auch der weitere Spielverlauf. Dobersberg lief über weite Strecken hinterher, musste auf das reagieren, was Rohrendorf anbot, und fand selbst kaum Lösungen mit Ball. „Wir mussten über neunzig Minuten reagieren und konnten kaum eigene Akzente setzen beziehungsweise unser geplantes Spiel auf den Platz bringen“, so Doppler. Dazu kam, dass die Entlastungsangriffe aus Sicht der Gäste zu wenig einbrachten. Zwar gab es immer wieder Phasen, in denen sich Dobersberg etwas befreien konnte, doch „Top-Chancen“ entstanden daraus laut dem Trainer nicht. So blieb das Bild der Partie aus seiner Sicht klar: Rohrendorf hatte mehr vom Spiel, war spielerisch überlegen und ließ die Gäste kaum einmal in eine Position kommen, aus der noch einmal Spannung hätte entstehen können.
Doppler sparte nach dem Abpfiff nicht mit Anerkennung für den Gegner und beschrieb auch sehr konkret, warum Rohrendorf an diesem Tag so klar überlegen war. „In Summe sehr viel Bewegung, sehr viele Positionswechsel, wenig bis gar keine technischen Fehler“, sagte er über die Heimelf. Dazu seien die Rohrendorfer „defensiv sehr, sehr stabil und offensiv natürlich immer gefährlich“ gewesen. Genau dieser Mix machte es Dobersberg schwer, Zugriff zu bekommen und selbst einmal längere Ballbesitzphasen aufzubauen. Diskussionen gab es rund um die Partie laut dem Gästetrainer praktisch keine. Er hielt fest, dass es „kaum Aufregung im Spiel“ gegeben habe, weil die Begegnung eben schon früh entschieden gewesen sei. Am Ende blieb für Dobersberg deshalb eine klare Niederlage, die der Trainer ohne Ausflüchte einordnete. Rohrendorf untermauerte mit dem 5:0 seine starke Rolle weit vorne in der Liga, während Dobersberg nach diesem deutlichen Rückschlag vor allem eines mitnehmen muss: Gegen einen spielerisch so starken Gegner muss deutlich mehr gelingen, um das eigene Spiel überhaupt auf den Platz zu bringen.