In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USV Sparkasse St. Bernhard/Fr. beim USV Atzenbrugg/H. einen knappen 1:0-Auswärtssieg eingefahren. Trainer Manuel Fettinger sprach danach von einem „etwas glücklichen“ Erfolg, hob aber vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft hervor. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie reichte den Gästen am Ende eine Szene, um die drei Punkte mitzunehmen.

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Fettinger erlebte über weite Strecken genau das Spiel, das das Ergebnis am Ende auch widerspiegelte: eine enge Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. „Die erste Halbzeit war ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir haben relativ wenig zugelassen defensiv. Ich war mit unserer Defensivleistung sehr zufrieden“, sagte der Trainer der Gäste. Genau das war auch der rote Faden in diesen 90 Minuten. St. Bernhard stand gut, ließ aus dem Spiel heraus wenig zu und hatte nach vorne zwar seine Momente, war dabei aber nicht konsequent genug. „Offensiv haben wir leider nicht die nötige Konsequenz gehabt“, erklärte Fettinger offen. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Die besseren Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten überschaubar. Bei den Gästen hatte Felix Berger eine Chance, auf der anderen Seite kam Haris Garagic zu einem Abschluss ans Außennetz. Dazu passte auch Fettingers Einordnung des Gegners: „Atzenbrugg war ein sehr schwieriger Gegner. Man weiß, dass sie heimstark sind, und sie haben wirklich ein gutes Spiel gemacht.“
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich aus Sicht des St.-Bernhard-Trainers am Charakter der Begegnung wenig. „Die zweite Halbzeit war dann auch relativ offen“, sagte Fettinger, der zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass das Spiel klar auf die Seite seiner Mannschaft kippen würde. „Eigentlich nie. Dieses Spiel war über 90 Minuten relativ ausgeglichen“, meinte er auf die Frage nach einem möglichen Wendepunkt. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, große Torraumszenen blieben selten, beide Teams verteidigten ordentlich. Genau deshalb bekam die eine entscheidende Aktion in Minute 70 umso mehr Gewicht. St. Bernhard kam laut Fettinger „mit einem guten Steckball über rechts“ durch, Florian Ettenauer setzte sich im Eins-gegen-eins durch und legte stark in den Rückraum ab. Dort vollendete Laurenz Eichwalder ziemlich genau vom Elfmeterpunkt zum 1:0. Für Fettinger war klar: „Das war eigentlich die einzige nennenswerte oder entscheidende Szene zum 1:0-Sieg.“ Entsprechend nüchtern fiel auch sein Gesamturteil aus: „Ich glaube, dass diese Partie auch 0:0 ausgehen kann. Unterm Strich war es etwas glücklich für uns, aber wir nehmen es natürlich gerne mit und freuen uns über diesen Arbeitssieg.“
Dass St. Bernhard diesen knappen Vorsprung über die Zeit brachte, führte der Trainer vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Die größte Stärke war heute auf jeden Fall die Defensive“, sagte Fettinger. Seine Mannschaft habe die schnellen Flügelspieler und den bulligen Stürmer der Gastgeber „sehr gut wegverteidigt“ und das Atzenbrugger Spiel nie richtig aufkommen lassen. Genau darin sah er auch den Schlüssel zum Sieg. Gleichzeitig verschwieg er nicht, wo trotz des Erfolges noch Luft nach oben bleibt. „Im Spiel gegen den Ball war es gut. Wir haben wenig zugelassen, waren dafür im Spiel nach vorne wieder nicht ganz so durchschlagskräftig wie zuletzt“, so der Coach. Umso größer fiel sein Lob an die eigene Gruppe aus. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs und muss ihnen ein großes Kompliment aussprechen. Es war ein sehr schwieriges Auswärtsspiel und wir haben die drei Punkte unbedingt gewollt.“ Dazu kam aus seiner Sicht eine faire Partie ohne Diskussionen. „Das Schiedsrichtertrio hat das eigentlich jede Minute im Griff gehabt“, sagte Fettinger. Mit dem 1:0 nimmt St. Bernhard nicht nur einen hart erarbeiteten Auswärtssieg mit, sondern behauptet nach elf Runden mit 28 Punkten auch die Tabellenführung.