Spielberichte

Sezer Özkan (SG Weissenbach/Klausen-L./A.): „Gegen den Ball gut gearbeitet“ – 1:1 im Kampfspiel gegen Marienthal

Weissenbach/Klausen-L./A.
ASK Marienthal

Ein Duell mit viel Körperlichkeit prägte den Nachmittag in der Gebietsliga Süd/Südost zwischen der SG Weissenbach/Klausen-L./A. und dem ASK Marienthal. Trainer Sezer Özkan sprach von intensiven Zweikämpfen und wenig klaren Ballbesitzphasen – ein Spiel, in dem die berühmten zweiten Bälle den Ton angaben. Nach einer frühen Führung per Elfmeter fühlten sich die Gastgeber dem Sieg „natürlich näher“, weil in Umschaltmomenten sogar das 2:0 möglich schien. Gleichzeitig zeigte sich Özkan selbstkritisch: Defensiv hob er Laufbereitschaft und Arbeit gegen den Ball hervor, offensiv wünscht er sich mehr Ballbesitz und Zielstrebigkeit. Marienthal agierte hart und verteidigte phasenweise sehr gut – am Ende stand ein Unentschieden, das Özkan den Gästen nicht gänzlich absprach.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Intensität statt Kontrolle: Zweikämpfe und zweite Bälle prägen die Partie

Özkan beschrieb das Geschehen als „von der ersten Minute bis zum Schlusspfiff ein kampfbetontes Spiel“. Aus seiner Sicht ließ das Duell kaum Raum für fein austarierte Ballzirkulation: „Meiner Meinung nach von beiden Seiten mit wenig Ballbesitz.“ Das passte für ihn zum Charakter eines Treffens zweier Tabellennachbarn – ein Sechs-Punkte-Spiel mit hohem Einsatz, wenigen klaren Chancen und vielen Pressing- sowie Gegenpressingmomenten. Entscheidender Faktor: die zweiten Bälle, die – so Özkan – „sehr ausschlaggebend“ waren. Überraschungen entdeckte er beim Gegner nicht: „Nein, überhaupt nicht. Wie erwartet. Sie haben sehr hart gespielt.“

Führung per Elfmeter, verpasste Vorentscheidung – dann der Ausgleich

Weissenbach ging nach einem Foul im Strafraum per Strafstoß mit 1:0 in Führung (Torschütze: Yigit Sari). In der Folge öffneten sich laut Özkan in der zweiten Halbzeit mehrere Umschaltfenster – „wo das 2:0 möglich war“ –, doch der zweite Treffer blieb aus. Stattdessen fiel der Ausgleich zum 1:1 für den ASK Marienthal (Torschütze: Andre Hofer). Prägnant ist Özkans Lesart der Balance im Spiel: „Gegen den Ball haben wir eigentlich ziemlich gut gearbeitet, fast keine Torchancen zugelassen – und die erste richtige Torchance war dann der Ausgleich.“ Aus seiner Sicht war sein Team „zum Sieg näher“, weil es führte und Szenen zum 2:0 besaß; gleichzeitig erkannte er aber an, dass Marienthal „teilweise auch sehr, sehr gut verteidigt“ habe und der Punkt „jetzt nicht sehr unverdient“ sei.

Somlyo setzt Akzente, muss verletzt raus – defensiv zufrieden, offensiv mit Luft nach oben

Als auffälligsten Akteur hob Özkan Neuzugang Laszlo Somlyo hervor: „Er hat super Läufe gemacht; durch seine Aktion sind wir auch zum Elfmeter gekommen.“ Nach vielen harten Zweikämpfen musste Somlyo in der 50. Minute verletzt vom Feld. Über die Schwere der Blessur zeigte sich der Trainer vorsichtig optimistisch: „Ich hoffe, dass er nichts Schlimmes hat, aber ich denke nicht, dass wir einen Ausfall für die nächste Partie haben.“ Inhaltlich zog er ein differenziertes Fazit: „Von der Laufbereitschaft und wie wir gegen den Ball gearbeitet haben, bin ich zufrieden“, zugleich wünscht er sich „mit dem Ball mehr Torchancen, mehr Ballbesitz“. Unterm Strich bleibt die Erkenntnis eines robusten, offenen Vergleichs zweier eng beieinanderliegender Teams – mit stabiler Defensivleistung der SG und klaren Hausaufgaben in der Offensive.

Gebietsliga Süd/Südost: Weissenbach/Klausen-L./A. : Marienthal - 1:1 (1:0)

  • 73
    Andre Hofer 1:1
  • 19
    Yigit Sari 1:0