Spielberichte

Robert Haas (SC Fortuna Wiener Neustadt II): „Wir haben kaum Chancen zugelassen“ - 2:0 Erfolg gegen den SC Leopoldsdorf

Fortuna Wiener Neustadt II
SC Leopoldsdorf

Zwischen Erleichterung und kritischer Selbstanalyse: Nach dem Duell mit dem SC Leopoldsdorf ordnete Trainer Robert Haas die Lage seiner Mannschaft ein. In der Gebietsliga Süd/Südost sprach er von einem verdienten Ausgang gegen einen körperlich präsenten, kompakten Gegner. Beim 2:0 von SC Fortuna Wiener Neustadt II blieben trotz aussichtsreicher Möglichkeiten weitere Treffer aus – ein Spannungsfeld, das sich durch seine Bilanz zieht: zufrieden mit der Stabilität ohne Ball, unzufrieden mit der Quote im Passspiel und den Entscheidungen in der Offensive. Gleichzeitig stellte er Yasin Adigüzel besonders heraus und bestätigte, dass ein wichtiger Spieler fehlte. Insgesamt dominierte die Einschätzung einer soliden, aber noch ausbaufähigen Vorstellung, in der viel Laufarbeit und Zweikampfintensität gefordert waren und die dennoch mehrere Gelegenheiten für ein höheres Ergebnis bot.

Jugendliche Spieler mit Bällen

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Gesamteindruck und gerechtes Ergebnis

Haas’ Grundtenor zur Partie ist klar: „Das Ergebnis war aufgrund der Chancenverteilung gerecht.“ Zugleich betont er, dass der Gegner das Geschehen eng hielt – zweikampfstark, kompakt, unangenehm zu bespielen –, weshalb seine Mannschaft einige Angriffe nicht sauber zu Ende spielte und „die eine oder andere Möglichkeit liegen ließ“. Aus dieser Gemengelage resultiert die doppelte Sicht: Einerseits hätte der Sieg aus seiner Perspektive höher ausfallen können, andererseits überwog am Ende die Zufriedenheit über das 2:0, das den Aufwand belohnte. Der Coach hält fest, dass sein Team sich vor im Duellverhalten behaupten musste und im Offensivbereich bzw. dem Aufbauspiel die notwendige Ruhe am Ball fehlte, um klare Abschlüsse noch konsequenter herauszuspielen.

Schlüsselmomente und Personalien

Prägend blieb dem Trainer eine Szene in der zweiten Halbzeit, als Yasin Adigüzel nach starker Balleroberung zum Abschluss kam; mit einem Querpass, so seine Lesart, „wären wir ganz allein aufs Tor gelaufen“,und vielleicht die bessere Lösung gewesen. Dazu kam eine „hundertprozentige Torchance“ von Emre Akpinar, die ungenutzt blieb. Inhaltlich untermauert Haas die Einordnung mit einer klaren Auszeichnung: Auf die Frage nach dem Mann des Spiels nannte er Yasin Adigüzel – „der hat das wichtige erste Tor gemacht und war zusätzlich viel unterwegs und Laufstark. Darüber hinaus vermerkte er, dass die personellen Optionen durch einen Ausfall von Andi Putz reduziert waren – in einem körperlich intensiven Match ein Faktor, der Flexibilität kostete.

Spielanteile, Balance und Taktik

In seiner Phasenanalyse findet Haas deutliche Worte zur Struktur der Partie: „In der ersten Halbzeit hatten wir schon Oberhand. Nach der Pause stellte sich aus seiner Sicht mehr Gleichgewicht ein: „Die zweite Halbzeit war ausgeglichen.“ Vor allem die Arbeit gegen den Ball erfüllte die Erwartungen des Trainers: „Wir haben kaum Chancen zugelassen.“ Kritischer fällt der Blick auf das eigene Angriffsspiel aus – wiederholt verweist Haas auf suboptimale Entscheidungen im letzten Drittel: „Mit dem Offensivspiel und unserer Quote an angekommenen Zuspielen war ich nicht zufrieden“ und „da haben wir immer wieder die falschen Lösungen getroffen“. Dass Leopoldsdorf robust und mental stark auftrat, deckte sich mit seiner Vorbereitung; es machte „uns nicht leicht“, Räume zu finden und Tempo in die Tiefe zu entwickeln. Insgesamt spiegeln die Aussagen eine Mannschaft wider, die defensiv reif agierte, offensiv jedoch an Präzision und Passweg-Auswahl arbeiten muss- mit der Zuversicht, dass die Vielzahl an Möglichkeiten künftig konsequenter genutzt werden kann.

Gebietsliga Süd/Südost: Fortuna Wiener Neustadt II : Leopoldsdorf - 2:0 (2:0)

  • 37
    Emre Akpinar 2:0
  • 10
    Yasin Adigüzel 1:0