Spielberichte

Sezer Özkan (Trainer Weissenbach/Klausen-L./A.): „Mit besserer Schiri-Leistung hätten wir gewonnen“

Weissenbach/Klausen-L./A.
ASK Eggendorf

Mit viel Laufarbeit und klarer Idee im Umschalten holte die SG Weissenbach/Klausen-L./A. gegen den Titelkandidaten ASK Eggendorf ein 1:1 in der Gebietsliga Süd/Südost. Trainer Sezer Özkan sprach von einer starken Mannschaftsleistung, haderte aber mit einem aberkannten 2:0 und einer aus seiner Sicht harten Gelben. Die Hausherren führten zur Pause 1:0, kassierten nach einem Standard den Ausgleich – am Ende stand ein Punkt, der laut Özkan verdient war.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Umschaltmomente bringen Führung, Eggendorf gleicht per Standard aus

Weissenbach setzte gegen den ballstarken Favoriten auf Kompaktheit und schnelle Wege nach vorne – und bekam damit Zugriff. „Zwar hatten die Eggendorfer mehr Ballbesitz, aber wir haben sehr fleißig gegen den Ball gearbeitet, viel Kampfgeist aufs Feld gebracht und die Räume zugemacht“, erklärte Sezer Özkan. Aus genau so einem Umschaltmoment fiel die Führung: Yigit Sari stellte in Minute 27 auf 1:0 und belohnte die beherzte Arbeit gegen den Ball. „Wir sind verdient 1:0 in Führung gegangen“, so der Coach. Bis zur Pause blieb es dabei, Eggendorf fand trotz Kontrolle wenig Durchschlagskraft. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste früh zurück: Nach einem Standard traf Mehran Beyigi in der 52. Minute zum 1:1 – ein Wirkungstreffer, der die Partie wieder völlig offen machte.

Ärger über aberkanntes 2:0 und eine umstrittene Gelbe

Für Gesprächsstoff sorgte eine Szene noch vor dem Eggendorfer Ausgleich. Weissenbach jubelte bereits über das vermeintliche 2:0, doch die Fahne ging hoch. Özkan sparte danach nicht mit Kritik: „Das war niemals Abseits, aber es wurde so entschieden.“ Aus seiner Sicht kam es noch dicker: „Gleich ein paar Minuten später hat unser bis dahin stärkster Mittelfeldspieler eine ungerechte Gelbe bekommen und musste dann aufpassen.“ Der Trainer hielt fest, dass seine Mannschaft trotz dieser Dämpfer dranblieb: „Auch danach haben wir die Chance aufs 2:1.“ Insgesamt blieb sein Fazit klar: „Mit einer besseren Schiedsrichterleistung hätten wir sogar das Spiel gewinnen können.“ Gleichzeitig betonte er, dass der Punkt gegen einen Titelkandidaten hart erarbeitet und nicht glücklich war.

Teamgeist als Basis – Gottlieber und Somlyo stechen hervor

Die Grundlage des Remis sah Özkan im geschlossenen Auftritt. „Wir haben sehr viel Kampfgeist aufs Feld gebracht. Jeder hat seine Aufgabe sehr gut gemacht“, sagte er. Auffällig war, wie konsequent Weissenbach die Zentrale verdichtete und immer wieder gezielt in die Tiefe spielte. „Wir haben fleißig gegen den Ball gearbeitet und gute Bälle nach vorne in die Tiefe gespielt. Dadurch sind wir zu guten Möglichkeiten gekommen.“ Zwei Namen hob der Trainer ausdrücklich hervor: „Es war eine Mannschaftsleistung, aber speziell Mathias Gottlieber war heute das Herzstück unseres Matchplans, hat in Drucksituationen wichtige Bälle erobert. Und Laszlo Somlyo hat vorne die Wege gemacht, den Elfer rausgeholt und war an Chancen dran.“ 

Punkt gegen den Titelkandidaten gibt Rückenwind

In der Tabelle unterstreicht das 1:1 den Trend: Eggendorf war als Zweiter (42 Punkte) angereist, Weissenbach steht nach 19 Runden auf Rang acht (24) – ein Punkt, der zählt und Selbstvertrauen gibt. „Ich bin zufrieden mit dem einen Punkt gegen einen Titelkandidaten“, sagte Özkan, auch wenn sein Blick nach dem aberkannten 2:0 und der umstrittenen Gelben noch einmal zurückging: „Mit etwas Glück und einer besseren Schiedsrichterleistung hätten wir das Spiel gewinnen können.“ Wichtiger sei aber, dass der Matchplan getragen hat: kompakt stehen, Räume schließen, schnell umschalten. Darauf will Weissenbach aufbauen – mit der Gewissheit, dass man auch gegen Spitzenteams bestehen kann, wenn Laufbereitschaft und Ordnung stimmen.

Gebietsliga Süd/Südost: Weissenbach/Klausen-L./A. : Eggendorf - 1:1 (1:0)

  • 52
    Mehran Beyigi 1:1
  • 27
    Yigit Sari 1:0