In der Gebietsliga Süd/Südost trennten sich der ASK Bad Fischau-Brunn und der BSV Enzesfeld/H. mit 2:2. Die Gäste legten in Runde 19 zweimal vor, kassierten aber spät den Ausgleich. Trainer Mario Cvisic und Co-Trainer Manuel Braun sprach nach einem intensiven Nachmittag in Niederösterreich von einem „offenen Spiel“, in dem sein Team „kämpferisch sehr gut unterwegs“ war – und in dem Kleinigkeiten den vollen Lohn kosteten. „Wir hätten gerne die drei Punkte gehabt, nehmen den Zähler aber gerne mit“, so Braun nach einem Auswärtsauftritt mit guten Phasen und einem späten Stich.

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Enzesfeld erwischte den besseren Start und belohnte sich in Minute 20: Berke Kuvvet traf für die Gäste zum 0:1. Manuel Braun gefiel besonders die Entstehung: „Das 1:0 war super rausgespielt über die Seite. Ein sehr guter Spielzug, wo Bauer einen perfekten Stangelpass spielt und unser Stürmer hat das dann super gemacht und perfekt abgeschlossen.“ Bad Fischau fand allerdings die rasche Antwort. In der 30. Minute stellte Marco Nesvadba auf 1:1, ein Ergebnis, mit dem es auch in die Kabinen ging. Braun schilderte das Gegentor aus seiner Sicht als vermeidbar: „Ein ungefährlicher Weitschuss prallt vor die Füße des Stürmers, und dann bekommen wir das 1:1.“ So blieb nach einer ordentlichen ersten Hälfte für beide Seiten vieles offen.
Auch nach der Pause blieb es eng, doch Enzesfeld kam wieder zu seinem Moment. In der 80. Minute packte David Tal den Distanzhammer aus und brachte die Gäste erneut in Front – 1:2. „Das 2:1 war ein schönes Traumtor von uns“, erklärte Braun, der die Entschlossenheit seiner Offensive hervorhob. Der BSV hatte danach noch Aktionen, um den Sack zuzumachen, brachte die Führung aber nicht über die Zeit. In der 86. Minute schlug Bad Fischau durch Jacob Paul zurück und setzte mit dem 2:2 den Schlusspunkt. „Wir sind spät 2:1 in Führung gegangen und bekommen fünf Minuten später den Ausgleich“, ärgerte sich Braun. Er blieb dennoch fair im Fazit: „Zum Schluss war es sehr offen. Das 2:2 ist in Ordnung. Wir hätten das 3:2 machen können, aber genauso Fischau.“
In seiner Analyse legte der Co-Trainer das Hauptaugenmerk auf Haltung und Arbeit gegen den Ball. „Man muss sagen, es hat alles sehr gut funktioniert. Wir waren kämpferisch sehr gut unterwegs, vor allem bei der Hitze. Das darf man nicht unterschätzen – wir waren bis zum Schluss als Mannschaft eine Einheit“, sagte Braun. Dass es dennoch nicht zu drei Punkten reichte, führte er auf Details zurück: „Das Einzige, was uns gefehlt hat, waren diese zwei Unachtsamkeiten bei den Gegentoren. Da müssen wir draus lernen und es in Zukunft besser machen.“ Zum Gegner blieb er respektvoll: „Sie spielen einen guten Fußball, wollen offensiv spielen, sind kämpferisch und läuferisch sehr stark. Aber auch gegen sie wären die drei Punkte drinnen gewesen.“ Und Braun sprach offen über seinen Ärger mit einzelnen Entscheidungen: „Es waren ein, zwei spielentscheidende Situationen dabei, meiner Meinung nach falsch gehandhabt. Vielleicht hätten wir sonst den einen oder anderen Vorteil. Am Ende kann man es sehen, wie man möchte – ändern kann man es nicht.“
Gemessen an der Tabellensituation hat der Zähler in Fischau durchaus Gewicht. Der Gastgeber steht nach 19 Runden mit 41 Punkten im Spitzenfeld, der BSV Enzesfeld/H. hält bei 22 Punkten und bewegt sich im dicht gedrängten Mittelfeld. Umso wichtiger war es für Braun, dass seine Mannschaft auswärts zweimal in Führung ging und unter Druck nicht wegbrach, auch wenn der späte Ausgleich schmerzte. „Schlussendlich können wir mit dem Punkt in Fischau leben auch wenn's bisschen schmerzt das es nicht die gewünschten oder sogar möglichen drei waren“, sagte er. Das Team nimmt die positiven Elemente – Einsatzbereitschaft bis zum Ende und die Tatsache, dass man auswärts zweimal vorlegte – ebenso mit wie die To-do-Liste für die Trainingswoche: bei den Gegentoren wacher sein und die eigenen Chancen noch konsequenter nutzen. Oder, wie Braun es zusammenfasst: „Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken, bleiben bei uns – und machen die kleinen Dinge besser.“ Die Einstellung von der Mannschaft ist einfach Top, das hat man nach der Partie wieder gesehen das keiner von der Mannschaft nach dem Schlusspfiff mit den Punkt zufrieden war, und das ist gut so das wir als Mannschaft jede Partei gewinnen wollen!