In der Gebietsliga Süd/Südost musste der SC Reisenberg gegen den SC Himberg eine klare 0:3-Heimniederlage hinnehmen. Nach einem 0:2-Pausenstand legten die Gäste nach der Pause noch einmal nach und nahmen verdient alle Punkte mit. Reisenbergs Trainer Kurt Jusits sprach von einer sichtbaren Steigerung im Vergleich zur Vorwoche, sah die entscheidenden Probleme aber in Ballverlusten, verlorenen Laufduellen und Bällen in der Tiefe. „Der Gegner war besser und hat verdient gewonnen“, brachte er es auf den Punkt.

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Die Partie kippte bereits in der ersten Hälfte auf die Seite der Gäste. Nach rund einer halben Stunde führten zwei saubere Nadelstiche: In der 24. Minute stellte Oliver Winkler auf 0:1, zehn Minuten später erhöhte Lukas Wittner auf 0:2. Bis zur Pause blieb es dabei, Reisenberg ging mit einem schweren Rucksack in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Himberg blieb das aktivere Team, suchte weiter die Tiefe und nutzte seinen nächsten Moment eiskalt: Wieder war es Oliver Winkler, der in Minute 54 zum 0:3 traf und damit seinen Doppelpack fixierte. Reisenberg kam laut Trainer nur zu „zwei, drei Möglichkeiten“, der Anschluss blieb aber aus – zu wenig, um das Spiel noch einmal zu öffnen.
Nach dem Schlusspfiff suchte Kurt Jusits nicht nach Ausreden, sondern erklärte klar, wo es gehakt hat. „Wir haben uns gegenüber dem letzten Spiel in Reitenau stark verbessert gezeigt“, sagte er zunächst, schob aber nach: „Wir konnten die Bälle in die Tiefe nicht so gut verteidigen wie erwartet, haben Laufduelle verloren und so ist der Gegner zu zwei eher günstigen Toren gekommen. Wir hatten unsere wenigen Chancen, die haben wir leider nicht genutzt.“ Besonders das 0:1 blieb ihm im Kopf: „Beim 0:1 hatten wir einen Ballverlust im Mittelfeld. Der Gegner hat sofort in die Tiefe gespielt. Wir haben schlecht gestanden, haben offensiv verteidigt, statt uns fallen zu lassen. So ist der Gegner ins Laufduell gegangen, hat es gewonnen, Pass zur Mitte – Gegentor.“ Insgesamt sah er „sehr viele unnötige Ballverluste, schlampiges Zuspiel“ und „ungenaue Pässe in die Tiefe“, weshalb seine Mannschaft „nur zu zwei bis drei Tormöglichkeiten gekommen“ sei. Auch das Gegenüber bekam Lob: „Bei Ballbesitz haben sie sofort in die Tiefe gespielt und unsere Defensive mit Laufduellen beschäftigt. Das ist ihnen gut gelungen und so haben sie auch zwei Tore erzielt.“ Zur Spielleitung meinte Jusits knapp: „Der Schiedsrichter war tadellos. Es gab keine strittigen Szenen.“
Unterm Strich standen für Himberg drei Punkte und viel Bestätigung. „Die taktische Disziplin von Himberg, die körperliche Fitness und die Unterschiedsspieler, die uns mit hohem Tempo große Sorgen bereitet haben, haben den Sieg eingefahren“, bilanzierte Jusits. In der Tabelle festigt Himberg damit den Rang sieben und hält nach 20 Runden bei 26 Punkten, während Reisenberg als Vierzehnter bei sechs Zählern bleibt.
Für die Hausherren bleibt dennoch ein kleiner positiver Aspekt: Die Linie stimmte phasenweise besser als zuletzt, doch ohne Präzision im letzten Drittel und ohne saubere Absicherung gegen die Tiefe wird es in dieser Liga eng. Jusits’ Fazit passt dazu: Der Gegner war an diesem Abend in allen entscheidenden Momenten einen Schritt schneller – und nutzte seine Chancen eiskalt.