Spielberichte

Werner Müller (Obmann ASK Eggendorf): „Wir haben leider keine Tore geschossen“

ASK Eggendorf
SV Wienerwald

In der Gebietsliga Süd/Südost empfing der ASK Eggendorf den Tabellenführer SV Wienerwald – am Ende stand ein 0:2 aus Eggendorfer Sicht. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschieden die Gäste die Partie nach der Pause für sich. Obmann Werner Müller sprach von einem „schönen Spiel zum Anschauen“, in dem seine Mannschaft lange mithielt, am Ende aber die individuelle Qualität der Wienerwälder den Unterschied machte. Prägend war zudem eine Rote Karte gegen Eggendorf, die die Aufholjagd in Unterzahl deutlich erschwerte.

Jugendliche Spieler mit Bällen

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Torlos zur Pause, Wallquist sticht kurz nach Wiederbeginn

Die ersten 45 Minuten blieben ohne Treffer, zur Halbzeit zeigte die Tafel 0:0. Beide Seiten brachten viel Einsatz, echte Hochkaräter waren rar – das Spiel blieb offen. „Es war ein schönes Spiel zum Anschauen, aber Wienerwald hatte ein bisschen mehr Einzelqualität als wir“, ordnete Werner Müller den Charakter der Begegnung ein. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste dann den ersten klaren Moment: In der 49. Minute schob Benjamin Wallquist zum 0:1 ein.

Für Eggendorf war das ein unangenehmer Nackenschlag direkt nach Wiederbeginn. Trotzdem steckte die Heimelf nicht auf und suchte den Weg nach vorne. Doch je länger es 0:1 stand, desto wichtiger wurde jeder Zweikampf, jeder zweite Ball – und mit Blick auf die Schlussphase wuchs der Druck, aus den eigenen Umschaltmomenten endlich Kapital zu schlagen. Das Tor fiel in dieser Phase aber nicht auf der anderen Seite, Eggendorf musste weiter hinterherlaufen.

Rote Karte gegen Michetschläger – Unterzahl macht’s bitter schwer

Die heikle Szene, die Eggendorfs Resthoffnung zusätzlich bremste, folgte gut zehn Minuten nach dem Rückstand: In der 61. Minute sah Marco Michetschläger Rot. Werner Müller beschrieb die Aktion klar: „Es war ein Torraub. Einer war aufs Tor unterwegs, unser Spieler musste das Foul außerhalb des Sechzehners machen.“ In Unterzahl fehlten Eggendorf die Körner, um dauerhaft Druck aufzubauen, zumal die Gäste nun noch abgeklärter agierten und die Räume eng machten.

Müller hielt sich mit Kritik am Unparteiischen bewusst zurück: „Das war in Ordnung. Da kann man nichts sagen.“ Die Heimischen warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, doch der Lucky Punch blieb aus. Stattdessen setzte Wienerwald in der Nachspielzeit den Deckel drauf: David Würfel traf in Minute 90+3 zum 0:2. Damit war die Messe gelesen – Wienerwald nahm drei Punkte mit, Eggendorf blieb an diesem Abend ohne zählbaren Ertrag.

„Individuelle Klasse“ und fehlende Tore – Müller blickt nach vorne

In der Analyse fand Werner Müller klare Worte. „Wir haben leider keine Tore geschossen“, sagte der Obmann und brachte damit die Hauptbaustelle des Abends auf den Punkt. Auf die Frage nach dem entscheidenden Unterschied musste er nicht lange überlegen: „Der größte Unterschied war die individuelle Klasse.“ Genau das spiegelte sich in den Schlüsselmomenten nach der Pause wider, als Wienerwald eiskalt zuschlug und Eggendorf in Unterzahl die letzte Wucht fehlte.

Am großen Ganzen ändert die Niederlage aber nichts am positiven Gefühl für die Saison. „Wir sind mit dieser Saison sehr zufrieden, wir spielen vorne mit. Im Frühjahr hätten wir nicht mehr geglaubt, dass wir noch die Chance kriegen. Jetzt sind wir dahinten und es wird wohl gelaufen sein für Wienerwald, dass sie Meister sind“, so Müller. Der Spitzenreiter steht oben, Eggendorf will in den kommenden Runden wieder auf die Siegerstraße zurück.

Gebietsliga Süd/Südost: Eggendorf : Wienerwald - 0:2 (0:0)

  • 93
    David Würfel 0:2
  • 49
    Benjamin Wallquist 0:1