In der Gebietsliga Süd/Südost blieb das Duell zwischen ASK Bad Fischau-Brunn und SVg Breitenau/Schwarzau ohne Sieger und ohne Tor: Nach 90 umkämpften, aber chancenarmen Minuten stand ein 0:0. Breitenau-Trainer Levent Sengül hielt das Remis für passend, weil beide Mannschaften über weite Strecken sehr kontrolliert spielten. Auch Bad Fischau-Brunn kam nur zu wenigen Möglichkeiten.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Wer auf einen offenen Schlagabtausch gehofft hatte, wurde an diesem Nachmittag kaum bedient. Schon zur Pause stand es 0:0, und an diesem Bild änderte sich laut Sengül auch später nur wenig. „Das Spiel war von beiden Mannschaften sehr kontrolliert, Chancen waren eher Mangelware“, fasste der Breitenau-Coach die 90 Minuten zusammen. Beide Seiten wollten zunächst wenig zulassen, schoben diszipliniert und ließen nur wenige Räume aufgehen. So entwickelte sich eine Partie, in der die Defensivreihen meist den Ton angaben und in der klare Abschlüsse auf beiden Seiten die Ausnahme blieben.
Aus Sicht der Gäste bekam das Spiel schon früh einen Dämpfer. Die Verletzung von Ömer Özbek in der zehnten Minute sei „ein Nackenschlag für uns“ gewesen, sagte Sengül, weil damit auch der ursprüngliche Plan rasch verändert werden musste. Breitenau blieb danach zwar im Spiel und hatte nach Einschätzung des Trainers sogar mehr Ballbesitz, doch gerade im letzten Drittel fehlte die Durchschlagskraft. „Wir hatten mehr Ballbesitz, aber wir konnten nicht so viele Chancen kreieren“, erklärte Sengül. Was doch da war, wurde zudem nicht sauber zu Ende gespielt. Genau deshalb, so seine Sicht, passte das 0:0 am Ende auch zum Verlauf.
Was dem Breitenau-Trainer an seiner Mannschaft gefiel, war die Arbeit gegen den Ball. „Defensiv war das sehr, sehr gut. Unsere Abwehr war sehr stabil“, betonte er ausdrücklich. Diese Stabilität war aus seiner Sicht auch nötig, weil Bad Fischau-Brunn sehr aggressiv und diszipliniert auftrat. Der Gegner habe Breitenau früh gestört und das eigene Spiel immer wieder unterbunden, sagte Sengül: „Die wollten unser Spiel stören, früh stören. Das ist ihnen auch oft gelungen.“ Gerade mit Ball fehlten den Gästen deshalb laut ihrem Trainer zu oft die richtigen Entscheidungen. „Im Spiel mit dem Ball haben wir oft falsche Entscheidungen getroffen“, meinte Sengül, und genau das habe verhindert, dass Breitenau im Offensivbereich wirklich ins Rollen kam.
Darum blieb unterm Strich ein Punkt, mit dem Breitenau leben kann, auch wenn der Trainer noch Luft nach oben sieht. „Beide Mannschaften haben geschaut, dass die Null steht“, sagte Sengül, und genau das habe man auf dem Platz auch gesehen. Offensiv müsse seine Mannschaft aber zulegen, denn „da müssen wir uns verbessern“. Am sportlichen Fazit änderte das für ihn aber nichts: Das Remis war gerecht, weil beide Teams hinten stabil standen und nach vorne zu wenig aus ihren Möglichkeiten machten.