Spielberichte

„Emotionalität und Leidenschaft“ tragen Weissenbach/Klausen zum 5:3

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Weissenbach/Klausen-L./A.
SC Himberg

In der Gebietsliga Süd/Südost bekamen die Zuschauer in der 9. Runde zwischen der SG Weissenbach/Klausen-L./A. und dem SC Himberg ein torreiches 5:3 zu sehen. Für Raimund Horvath war der Heimsieg kein Zufallsprodukt: Der sportliche Leiter sah ein spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, in dem seine Mannschaft mit Leidenschaft, großem Aufwand und gefährlichem Umschaltspiel immer wieder die passenden Antworten fand.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Starke Antworten schon vor der Pause

Schon der Verlauf der ersten Halbzeit zeigte, warum Horvath nach dem Schlusspfiff von einem offenen und intensiven Spiel sprach. Weissenbach/Klausen ging in der 15. Minute durch Semih Recep Gökce in Führung, musste nach dem 1:1 von Mathias Svoboda in der 25. Minute aber rasch wieder neu ansetzen. Genau dieses Reagieren gefiel dem sportlichen Leiter an seiner Mannschaft. „Es war ein sehr spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte Horvath. „Himberg hat immer wieder gut durch die Mitte kombiniert und sehr viel Druck aufgebaut, aber wir haben sehr viele gute Antworten gehabt und sind im Umschaltspiel immer wieder zu Chancen und zu Toren gekommen.“ Noch vor der Pause brachte Marco Milivojevic die Gastgeber mit seinem Treffer in der 43. Minute wieder mit 2:1 nach vorne.

Nach dem 3:1 bleibt es eng bis in die Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel legte die SG zunächst genauso weiter nach, wie sie die erste Hälfte beendet hatte. Wieder war es Marco Milivojevic, der in der 49. Minute traf und auf 3:1 stellte. Ganz ruhig wurde der Nachmittag damit aber nicht, weil Himberg im Spiel blieb und durch Luis Schweighofer in der 65. Minute auf 3:2 verkürzte. In der Schlussphase wurde es dann endgültig zu einem offenen Schlagabtausch. Mathias Gottlieber stellte in der 75. Minute auf 4:2, fast im selben Abschnitt verkürzte Christian Stanic wieder auf 4:3, ehe Milivojevic in der Nachspielzeit mit seinem dritten Treffer den Deckel draufmachte. Für Horvath war vor allem der Treffer von Gottlieber der Moment, in dem das Spiel endgültig kippte. „Der entscheidende Moment war, dass wir durch Mathias Gottlieber getroffen und damit die Moral von Himberg gebrochen haben“, sagte er. Auch die Entstehung blieb ihm in Erinnerung: „Wir hatten auf der Seite ein Umschaltspiel, bei dem Mathias Gottlieber seitlich in den Sechzehner gekommen ist und mit dem Abschluss ins kurze Eck getroffen hat.“

Großer Respekt vor Himberg, aber Lücken hinten genutzt

Dass die Partie so lange offen blieb, hatte aus Sicht von Horvath auch viel mit der Qualität des Gegners zu tun. Der sportliche Leiter fand für Himbergs Offensive deutliche Worte und sprach von einer „Bombenoffensive“. „Sie sind sehr spielstark und haben über sehr viel Spielwitz verfügt. Sie haben ein tolles Mittelfeld“, sagte Horvath über die Gäste. Gleichzeitig erklärte er aber auch, warum seine Mannschaft am Ende fünf Tore machte. „Trotzdem haben sie sich nicht oft wirklich in unseren Sechzehner freispielen können, und in der Defensive waren sie natürlich sehr anfällig“, so seine Einschätzung. Genau darin lag einer der roten Fäden dieser Partie: Himberg hatte seine guten Phasen und brachte viel Qualität mit, Weissenbach/Klausen nutzte die offenen Räume aber immer wieder entschlossener und kam gerade nach Ballgewinnen zu den besseren Antworten.

Klare Linie nach dem Heimsieg

Der Sieg passte damit genau zu dem Bild, das Horvath von seiner Mannschaft zeichnete. „Wir haben sehr leidenschaftlich gespielt und großen Aufwand betrieben, müssen uns aber vor allem mit Ball noch verbessern“, sagte er und verband das Lob für den Auftritt gleich mit einer klaren Forderung für die nächsten Wochen. Den Unterschied zwischen beiden Teams brachte er sogar auf eine knappe Formel: „Emotionalität und Leidenschaft.“ Dass es daneben keine großen Diskussionen gab, passte zu einem torreichen, aber aus seiner Sicht sauber geführten Spiel. „Die Schiedsrichterleistung war gut und es gab keine strittigen Situationen aus unserer Sicht“, sagte Horvath. Mit dem 5:3 festigte Weissenbach/Klausen nach neun Runden den vierten Platz und blieb in der Tabelle vor Himberg, das direkt dahinter liegt.

Gebietsliga Süd/Südost: Weissenbach/Klausen-L./A. : Himberg - 5:3 (2:1)

  • 91
    Marco Milivojevic 5:3
  • 75
    Christian Stanic 4:3
  • 75
    Mathias Gottlieber 4:2
  • 65
    Luis Schweighofer 3:2
  • 49
    Marco Milivojevic 3:1
  • 43
    Marco Milivojevic 2:1
  • 25
    Mathias Svoboda 1:1
  • 15
    Semih Recep Gökce 1:0