Spielberichte

„Nach dem Ausgleich ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“ – Eggendorf trifft spät

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ASK Eggendorf
ASV Vösendorf

Im Spitzenspiel der Gebietsliga Süd/Südost hat ASK Eggendorf den ASV Vösendorf mit 2:1 niedergerungen und damit die Tabellenführung behauptet. Werner Müller sprach danach von einer Partie, die „wirklich ein gutes Spiel von beiden Mannschaften“ gewesen sei. Ausschlaggebend war aus seiner Sicht, dass Eggendorf nach dem späten Ausgleich nicht eingebrochen ist, sondern noch einmal nachgelegt hat und in der Nachspielzeit belohnt wurde.

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Eggendorf setzt im Spitzenspiel früh den Ton

Wenn Erster gegen Zweiter aufeinandertreffen, ist die Erwartung groß, und genau diesen Charakter hatte das Spiel laut Werner Müller auch. „Es war das Spitzenspiel, Erster gegen Zweiter, und vom Niveau her war es wirklich ein gutes Spiel von beiden Mannschaften“, sagte der Obmann nach dem Schlusspfiff. Aus seiner Sicht war aber schon früh zu erkennen, in welche Richtung die Gastgeber die Partie ziehen wollten. „Wir haben von Anfang an das Kommando übernommen und waren gut im Spiel“, so Müller. Das zeigte sich auch am frühen Führungstor, denn Arda Atik brachte Eggendorf bereits in der 12. Minute mit 1:0 nach vorne. Müller verwies außerdem darauf, dass seine Mannschaft von Beginn an den Weg nach vorne gesucht und sich mehrere Torchancen erarbeitet habe. Kurz vor der Pause wurde auf Vösendorfer Seite dann noch Thomas Trawöger ausgeschlossen, am Spielstand änderte das bis zum Seitenwechsel aber nichts mehr. Mit dem 1:0 ging Eggendorf in die Halbzeit, die dem Tabellenführer bis dahin durchaus gelegen war.

Nach dem 1:1 bleibt Eggendorf am Drücker

Ganz ohne heikle Phase ging es für die Gastgeber allerdings nicht durch diesen Abend. Müller sprach offen an, dass seine Mannschaft direkt nach Wiederbeginn nicht mehr ganz so sauber im Spiel war wie davor. „Nur kurz nach der Pause haben wir ein bisschen den Faden verloren, das ist leider immer bei uns so“, sagte er. Diese Phase dauerte aus seiner Sicht aber nicht übermäßig lange, denn danach habe Eggendorf die Partie wieder in den Griff bekommen. „Danach haben wir wieder das Spiel diktiert“, erklärte Müller. Richtig spannend wurde es dann in der Schlussphase, als Alvin Sacirovic in der 83. Minute den Ausgleich für Vösendorf erzielte. Für Eggendorf war das laut Müller aber kein Knacks, sondern eher ein Weckruf. „Wie wir den Ausgleich bekommen haben, ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, sagte er. Die Gastgeber blieben vorne, spielten weiter auf Sieg und wurden in der 94. Minute tatsächlich noch belohnt, als Fitim Vorfaj das 2:1 in der Nachspielzeit erzielte.

„Unser Kollektiv macht uns so stark“

Dass Eggendorf dieses Spitzenspiel am Ende doch noch auf seine Seite gezogen hat, erklärte Müller nicht mit einer Einzelaktion, sondern mit der gesamten Anlage des Auftritts. „Ausschlaggebend für den Sieg war schon, dass wir von der ersten Minute an angegriffen haben und auch schon mehrere Torchancen hatten“, sagte er. Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Mannschaft dem Gegner über weite Strecken wenig gegeben habe. „Wir haben dem Gegner nicht viele Torchancen zugelassen. Die haben nicht oft aufs Tor geschossen, aber leider haben wir durch eine Aktion den Ausgleich bekommen“, meinte Müller. Gerade deshalb fiel seine Einordnung des späten Sieges auch nicht zufällig auf das große Ganze. „Unser Kollektiv macht uns so stark. Es kämpft jeder für jeden und es läuft jeder für jeden“, sagte der Eggendorf-Obmann. In einem Spiel zwischen den beiden Topteams der Liga war das für ihn jener Punkt, der den Ausschlag gegeben hat. Eggendorf hatte mehr vom Spiel, ließ sich vom späten 1:1 nicht aus der Ruhe bringen und blieb bis zum Ende dran.

Großer Sieg, klare Worte zu Chancen und Gegner

Bei aller Freude über drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten blieb Müller nach dem Schlusspfiff trotzdem nicht bei einem reinen Jubelbericht. Verbesserungspotenzial sieht er nach wie vor in der Chancenverwertung. „Es wäre gut, wenn wir unsere Torchancen besser nützen könnten“, sagte er, obwohl seine Mannschaft diesmal noch rechtzeitig den entscheidenden Treffer fand. Gleichzeitig stellte Müller klar, wie stark er den Gegner eingeschätzt hat. „Auch dieser Gegner war sehr stark, spielstark und es war wirklich ein schönes Spiel zum Anschauen, weil beide Mannschaften die Offensive gesucht haben“, erklärte er. Dazu passte für ihn auch der faire Rahmen der Partie. „Es waren, glaube ich, nur vier gelbe Karten, das Spiel ist durchaus fair geführt worden und vom Schiedsrichter war das eine sehr gute Leistung“, sagte Müller. Für Eggendorf hat dieser 2:1-Erfolg in der zehnten Runde jedenfalls Gewicht: Der Tabellenführer hält damit bei 23 Punkten und bleibt vor Vösendorf an der Spitze. Gerade weil es ein enges Spiel war, dürfte dieser Abend für die Gastgeber besonders wertvoll sein.

Gebietsliga Süd/Südost: Eggendorf : Vösendorf - 2:1 (1:0)

  • 94
    Fitim Vorfaj 2:1
  • 83
    Alvin Sacirovic 1:1
  • 12
    Arda Atik 1:0