Spielberichte

„Wir haben sie nicht spielen lassen“ – Kirchschlag dreht nach 1:2-Pausenrückstand ein verrücktes Heimspiel

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USC Kirchschlag
ASK Eggendorf

In der Gebietsliga Süd/Südost hat USC Kirchschlag gegen ASK Eggendorf ein wildes Heimspiel mit 5:4 gewonnen. Nach früher Führung, einem 1:2 zur Pause und einer langen Unterbrechung drehte Kirchschlag die Partie nach dem Seitenwechsel noch zu seinen Gunsten. Trainer Stefan Pürrer machte vor allem die zweite Halbzeit zum Thema: „Wir haben sie nicht spielen lassen und ganz aggressiv gegen den Mann gespielt.“

Bällesack

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, dann dreht Eggendorf die Partie

Für Kirchschlag begann die Partie genau nach Wunsch. Schon in der 2. Minute brachte Christian Toth die Hausherren in Führung, wie Pürrer erklärte, nach einer Standardsituation. Danach entwickelte sich laut dem Trainer aber kein einseitiges Spiel, sondern eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der Eggendorf seine Qualität ebenfalls zeigte. Der Ausgleich fiel in der 12. Minute ebenfalls nach einem Standard, Yasin Kirimli traf zum 1:1. Noch schwerer wog allerdings die längere Unterbrechung, die danach über dem Spiel lag. Ein Spieler aus Eggendorf musste behandelt werden, die Rettung kam auf den Platz. Pürrer fand dafür klare und respektvolle Worte: „Ich hoffe, dass alles in Ordnung ist und wünsche dem Spieler aus Eggendorf alles Gute.“ Sportlich ging es danach weiter, und kurz vor der Pause stellte Eggendorf das Spiel sogar auf den Kopf. Wieder war es Kirimli, der in der 27. Minute zum 1:2 traf. Kirchschlag lag damit trotz des frühen Vorteils zur Halbzeit hinten.

Pressing bringt Kirchschlag sofort zurück

In der Pause reagierte Kirchschlag. Pürrer berichtete, dass sein Team das System umstellte und in der zweiten Hälfte deutlich höher attackierte. Genau das veränderte die Partie. „Wir haben versucht, höher zu attackieren mit Pressing“, sagte der Trainer, und diese Anpassung griff schnell. In der 56. Minute glich Samuel Glöckel zum 2:2 aus, nur zwei Minuten später drehte Christian Toth mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags die Partie endgültig auf 3:2. Für Pürrer lag genau in diesem Doppelschlag der Moment, in dem die Begegnung spürbar in die Richtung seiner Mannschaft kippte. „Da haben wir wirklich sehr viele Chancen herausgespielt“, sagte er. Kirchschlag blieb danach am Drücker und legte in der 69. Minute nach. Glöckel traf auch zum 4:2, und genau dieses Tor hob der Trainer besonders hervor. Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte schaltete Kirchschlag schnell um, es folgte eine Flanke und ein Abschluss per Flugkopfball. Für Pürrer waren das die Bilder, die die zweite Halbzeit am besten beschrieben: Ballgewinne weit vorne, schnelles Umschalten und schöne Tore.

Kirchschlag belohnt sich, sieht aber auch die Baustellen

Ganz erledigt war die Partie damit noch nicht. Eggendorf kam durch Mert Mustafa Ekinci in der 75. Minute noch einmal auf 4:3 heran und blieb damit im Spiel. Kirchschlag antwortete aber erneut, und wieder war Samuel Glöckel zur Stelle. Sein dritter Treffer an diesem Nachmittag stellte in der 81. Minute auf 5:3. Das späte 5:4 durch Fitim Vorfaj in der Nachspielzeit änderte am Heimsieg nichts mehr, zeigte aber genau jenen Punkt auf, den Pürrer trotz des Offensivspektakels nicht unter den Tisch kehren wollte. „Wenn man fünf Tore zu Hause schießt, denkt man sich, der Sieg ist ganz klar. Aber vier Tore zu bekommen, da ist auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial drinnen“, sagte der Kirchschlag-Coach. Vor allem bei Standards sah er Nachbesserungsbedarf. Gleichzeitig strich er heraus, wie stark seine Mannschaft den spielerisch guten Gegner nach der Pause bearbeitet hatte. „Eggendorf hat sehr viel Qualität in der Mannschaft“, meinte Pürrer, „der Unterschied war in der zweiten Halbzeit, dass wir sie einfach nicht spielen haben lassen.“ Genau daraus zog Kirchschlag an diesem Nachmittag seine Kraft: mehr Aggressivität, mehr Zugriff und eine Phase, in der die Gastgeber ihre vielen Chancen auch in Tore ummünzten. Unter dem Strich stand damit ein 5:4, das wegen der starken zweiten Halbzeit verdient war, auch wenn Kirchschlag aus den vier Gegentreffern für die kommenden Runden noch genug mitnehmen wird.

Gebietsliga Süd/Südost: Kirchschlag : Eggendorf - 5:4 (1:2)

  • 93
    Fitim Vorfaj 5:4
  • 81
    Samuel Glöckel 5:3
  • 75
    Mert Mustafa Ekinci 4:3
  • 69
    Samuel Glöckel 4:2
  • 58
    Christian Toth 3:2
  • 56
    Samuel Glöckel 2:2
  • 27
    Yasin Kirimli 1:2
  • 12
    Yasin Kirimli 1:1
  • 2
    Christian Toth 1:0