In der Gebietsliga Süd/Südost musste sich ASK Mannersdorf am Samstag dem ASV Vösendorf mit 1:3 geschlagen geben. Für Johannes Horvath fiel das Ergebnis allerdings klarer aus, als es der Spielverlauf aus seiner Sicht hergab. Mannersdorf war nach dem Rückstand vor allem nach der Pause die aktivere Mannschaft, glich aus und drängte auf mehr, ehe späte Gegentreffer die Partie doch noch in Richtung der Gäste kippen ließen.

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Horvath erlebte von Beginn an eine offene Partie, in der beide Mannschaften nicht lange abwarteten, sondern den Weg nach vorne suchten. Genau so schilderte er den Start auch nach dem Schlusspfiff: „Das Spiel war von Anfang an abwechslungsreich. Beide Mannschaften haben den Weg nach vorne gesucht.“ Den ersten Treffer machten allerdings die Gäste. In der 18. Minute traf Daniel Randak zum 0:1, und Horvath fand dafür ein sehr passendes Bild. Es sei ein „Tausend-Gulden-Schuss“ gewesen, nachdem der Ball von der rechten Seite hoch über den Torhüter hinweg in der Kreuzecke gelandet war. Mit diesem Rückstand ging Mannersdorf auch in die Pause, obwohl aus Sicht des Obmanns schon davor zu sehen war, dass seine Mannschaft im Spiel war und sich gegen den Spielstand stemmte.
Richtig Fahrt nahm Mannersdorf nach Seitenwechsel auf. Horvath sagte, seine Mannschaft habe speziell zu Beginn der zweiten Hälfte „nachgelegt“ und dann über weite Strecken mehr vom Spiel gehabt. In der 60. Minute wurde diese Phase auch belohnt. Taner Sen verwandelte einen Elfmeter zum 1:1. Für Mannersdorf war das der Moment, in dem das Spiel endgültig auf die eigene Seite kippen sollte. „Wir haben dann massiv auf die Entscheidung gedrückt“, sagte Horvath. Genau in dieser Phase verortete er auch den Knackpunkt des Nachmittags. Zunächst sprach er von einer gehaltenen Chance von Stefan Juhnke, kurz danach fiel ein weiterer Mannersdorfer Treffer, der wegen Abseits aber nicht zählte. Horvath blieb bei seiner Sicht der Dinge: „Der Treffer zum 2:1 wurde wegen Abseits nicht gegeben, obwohl es nachweislich kein Abseits war.“
Dass Mannersdorf trotz der starken Phase leer ausging, hatte für Horvath vor allem mit der fehlenden Belohnung vor dem Tor zu tun. „Im Großen und Ganzen hat nicht viel nicht funktioniert. Das Einzige war die Chancenverwertung“, sagte er. Gleichzeitig hob er hervor, dass das Offensivspiel „ganz gut“ gewesen sei und seine Mannschaft immer wieder zu Möglichkeiten gekommen sei. Ein weiterer Punkt in seiner Analyse war die Leistung des gegnerischen Torhüters. „Teilweise haben wir Chancen vergeben beziehungsweise sind am starken Torhüter gescheitert“, meinte Horvath. Vösendorf brachte dazu laut dem Mannersdorfer Obmann „eine kollektive Mannschaftsleistung“ auf den Platz und blieb in den entscheidenden Situationen eiskalt. Während Mannersdorf auf das 2:1 drängte, schlugen die Gäste spät zu: Daniel Randak stellte in der 89. Minute auf 1:2, ehe Alvin Sacirovic in der Nachspielzeit mit dem 1:3 endgültig den Deckel draufmachte.
So blieb bei Mannersdorf nach dem Schlusspfiff vor allem das Gefühl, dass in diesem Spiel mehr möglich gewesen wäre. Horvath formulierte das deutlich, ohne seiner Mannschaft pauschal viel vorzuwerfen: „Aus meiner Sicht haben wir nicht ganz verdient verloren.“ Diese Einordnung passt zu seiner gesamten Analyse, denn sie dreht sich nicht um einen grundsätzlich schwachen Auftritt, sondern um eine Partie, in der Mannersdorf nach dem 0:1 zurückkam, das 1:1 erzielte und danach an den entscheidenden Momenten scheiterte. In der Tabelle steht Mannersdorf nach zwölf Runden mit 14 Punkten auf Rang zehn, während Vösendorf als Zweiter auf 26 Zähler kommt. Für die Gastgeber bleibt damit ein Nachmittag, an dem laut eigener Sicht weniger das Spiel an sich als vielmehr die Chancenverwertung und eine strittige Szene den Ausschlag gegeben haben.