Nach der besten Platzierung der Vereinsgeschichte will sich der ASK Loosdorf in der Gebietsliga West erneut im Vorderfeld festsetzen. Trainer Christoph Koppensteiner vom ASK Loosdorf spricht im Gespräch mit Ligaportal von einer Saison „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, weil auf einen starken Herbst im Frühjahr unnötige Punktverluste folgten. Vieles bleibt dennoch beim Alten: Das Gerüst steht, ein neuer Stürmer soll helfen, und im September feiert der Verein sein 80-jähriges Bestehen.

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Dass in Loosdorf zuletzt etwas gewachsen ist, zeigt schon Koppensteiners erste Bilanz. „Es war die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte“, sagt der Trainer, der die abgelaufene Saison insgesamt klar positiv einordnet. Ganz geradlinig verlief sie allerdings nicht. Der ASK erwischte mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen einen Fehlstart, fing sich danach aber eindrucksvoll und holte sich noch verdient den Herbstmeistertitel. Im Frühjahr wurde die Mannschaft unbeständiger, obwohl Koppensteiner ihr über weite Strecken ordentliche Leistungen attestiert. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht weniger grundsätzliche Probleme als jene Partien, in denen Punkte leichtfertig liegen blieben. „Wenn ich an die Heimspiele gegen Herzogenburg und Blindenmarkt denke, müssen die drei Punkte in Loosdorf bleiben“, sagt er. Auch rund um das Spiel in Waidhofen habe sein Team zu viel hergegeben. Dass es am Ende nicht ganz nach oben reichte, kann Koppensteiner trotzdem anerkennen: „Waidhofen war die konstantere Mannschaft in der Saison und ist verdient Meister geworden.“
Große Unruhe gibt es im Kader nicht. Gerald Bauer verlässt den Verein in Richtung Kilb, dazu wechselt Außenverteidiger Gergely Gajdos nach Kleinpöchlarn. Aus der U23 geht Simon Bernhard ebenfalls nach Kilb, dort aber in die KM2. Dem stehen vorerst überschaubare, aber gezielte Veränderungen gegenüber. Mit Daniel Rapavy kommt ein slowakischer Stürmer vom FC Nitra, zusätzlich verstärkt der ASK die U23 beziehungsweise den erweiterten Kader mit zwei Spielern aus Spratzern, Nedim Salihimovic und Philip Pritz. Gerade diese Kontinuität ist für Koppensteiner ein wichtiges Thema, weil der Kader laut seiner Einschätzung sehr ähnlich geblieben ist. Von einer personellen Baustelle kann ohnehin keine Rede sein. Langzeitverletzte gibt es derzeit nicht mehr: Valentin Rülling steigt nach seinem im Februar erlittenen Knöchelbruch in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining ein. Der Trainer will den Rückkehrer behutsam aufbauen, ehe er wieder für Spiele infrage kommt.
Auch im Trainerteam gibt es nur punktuelle Änderungen. Andreas Heher hat den Verein verlassen, neuer Co-Trainer der Kampfmannschaft ist Gerald Weinerer. In der U23 bleibt Weinerer außerdem als Headcoach eingebunden, dort arbeiten weiterhin Thomas Gaupmann als Co- und Fitnesstrainer sowie Tobias Heinreichsberger als zusätzlicher Co-Trainer. Walter Berger bleibt Torwarttrainer, Raphael Haberl betreut die Mannschaft weiterhin als Physiotherapeut. In der Vorbereitung liegt der Schwerpunkt nun auf jenen Bereichen, die intern bereits klar angesprochen wurden. Koppensteiner nennt dabei sowohl inhaltliche Themen als auch den körperlichen Zustand der Mannschaft. „Daran werden wir in den nächsten vier Wochen arbeiten“, sagt er. Die körperliche Verfassung spiele eine wesentliche Rolle, damit seine Elf ab Mitte August wieder auf Temperatur ist. An der Zielsetzung ändert sich dadurch wenig. Weil das Grundgerüst gehalten wurde und mit Rapavy ein neuer Mann für die Offensive dazugekommen ist, soll Loosdorf erneut vorne dabei sein. „Die Ziele werden ähnlich sein wie vorige Saison. Wir wollen auf alle Fälle im vorderen Drittel mitspielen, wollen eine gute Saison spielen und was dabei herauskommt, werden wir im Laufe der Saison sehen.“ Abseits des Rasens wartet im Herbst noch ein besonderer Termin: Von 4. bis 6. September feiert der Verein mit einem dreitägigen Fest sein 80-jähriges Jubiläum. Sportlich setzt der ASK damit weiter auf Kontinuität.