Spielberichte

„Wir wussten nach dem Abstieg nicht, wo wir stehen“: Ronald Spuller über den Aufschwung des SV Forchtenstein

SV Forchtenstein

Nach dem letzten Spiel der Hinrunde in der 1. Klasse Mitte zieht Ronald Spuller, Trainer des SV Forchtenstein, eine klare, positive Bilanz. Forchtenstein sammelte in 15 Partien 34 Punkte und überwintert auf Rang zwei – knapp hinter Tabellenführer ASK Weppersdorf. In den vergangenen Wochen präsentierte sich die Mannschaft stabil und variabel: Siege gegen SPG Rabnitztal, SC Dörfl und SC Unterpullendorf gaben Rückenwind, das 0:0 gegen ASK Stoob sowie die knappe Niederlage im Spitzenspiel gegen Weppersdorf schweißten das Team zusätzlich zusammen. Spuller erklärt, wie die Truppe nach dem Abstieg zur alten Stärke zurückfand – getragen von Zusammenhalt, klaren Abläufen und gezielten Anpassungen im Kader.


Torwart in türkisem Trikot

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Stabilität nach dem Umbruch

„Es war eine sehr, sehr positive Hinrunde“, fasst Ronald Spuller zusammen. Nach dem Abstieg war unklar, wo sich die Mannschaft sportlich einordnet – umso bemerkenswerter ist der aktuelle Tabellenplatz. Spuller betont die Geschlossenheit im Kader: „Wir haben es richtig gut gelöst und sind meiner Meinung nach verdient dort, wo wir stehen.“

Für die Rückrunde bleibt das Ziel, die erarbeitete Konstanz zu halten und die Spielweise weiter zu schärfen. Trotz erschwerter Vorbereitung aufgrund winterlicher Bedingungen sieht der Coach sein Team „gut gerüstet, wenn es dann wieder losgeht“.

Kaderanpassungen und Teamgeist

Der Kader blieb im Winter weitgehend zusammen. Eine Lücke tat sich in der Innenverteidigung auf, nachdem Daniel Papp den Verein verlassen hatte; diese Position wurde gezielt nachbesetzt. Zudem kehrte in der Offensive Verstärkung zurück. Die punktuellen Veränderungen sollten die Balance wahren, ohne die eingespielte Struktur zu stören.

„Wir haben wenig verändert, und das ist auch gut so“, sagt Spuller. Als entscheidenden Erfolgsfaktor nennt er das soziale Gefüge: „Charakterlich sind wir sehr, sehr gut aufgestellt. Es ziehen alle an einem Strang.“ Einzelne Akteure hebt er bewusst nicht heraus – der Fortschritt basiere auf geschlossener Mannschaftsleistung.

Ausblick und Konkurrenzkampf

Der direkte Wiederaufstieg ist kein Muss, doch Forchtenstein will ganz vorne mitmischen. „Wir haben keinen Riesendruck“, erklärt Spuller, „aber natürlich wollen wir erfolgreich weiterarbeiten und den Verein gut präsentieren.“ Die Tabellensituation bestätigt den Kurs: Nur ein Punkt trennt Forchtenstein von Weppersdorf. Den Spitzenreiter bezeichnet der Trainer als „richtig gute Mannschaft mit starkem Kader, die einen sehr guten Fußball spielt“ – ein Gradmesser, an dem sich sein Team orientiert.

Die Kombination aus ruhiger Arbeit, Anpassungsfähigkeit und Zusammenhalt bildet die Basis für einen starken Frühjahrsdurchgang. Nach Erfolgen wie zuletzt gegen SC Unterpullendorf blickt Spuller optimistisch nach vorne: „Wir versuchen, die Konstanz zu halten und eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen.“