In der 1. Klasse Mitte kämpft Daniel Bohacsek mit UFC Neckenmarkt um die Trendwende nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte. Der Verein liegt nach 15 Spieltagen mit vier Punkten auf Rang 16, musste zuletzt mehrere Niederlagen hinnehmen, darunter gegen SC Kr. Geresdorf und SPG Nikitsch/Kr. Minihof, bis der ersehnte Befreiungsschlag gegen UFC Mannersdorf gelang. Trotz sportlicher Rückschläge sieht Bohacsek die Entwicklung der Mannschaft positiv – im Fokus stehen die jungen einheimischen Spieler, deren Fortschritte Hoffnung für die Rückrunde wecken.

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Bohacsek beschreibt die Atmosphäre im Team trotz der angespannten Tabellensituation als stabil: „Die Stimmung ist eigentlich nach wie vor gut. Nachdem wir jetzt einen neuen Trainer haben, bringt er neuen Schwung mit hinein.“ Der Trainerwechsel habe frischen Wind gebracht, und gerade im ersten Testspiel habe sich das gezeigt: „Da haben wir mit zehn Österreichern und einem ungarischen Torwart gespielt – und das hat gut funktioniert.“
Nach außen hin unverkennbar ist der personelle Umbruch im Winter. Bohacsek bestätigt den Abgang von drei Legionären. Gleichzeitig verzeichnet Neckenmarkt wichtige Rückkehrer mit starker Vereinsbindung: Der ehemalige Kapitän Johannes Wieder ist wieder an Bord. Ergänzt wird das Team laut Bohacsek „durch ein bekanntes Gesicht in der Defensive“ – ein klares Signal, mit regionaler Identität langfristig Stabilität aufzubauen.
Auch wenn sportliche Erfolge zuletzt rar blieben – die mannschaftliche Geschlossenheit scheint gestärkt. „Ich denke, dass sich alle einheimischen Spieler gut weiterentwickelt haben“, sagt Bohacsek. Er benennt bewusst keinen Einzelnen: „Ich möchte keinen benachteiligen, sie sind alle auf einem guten Weg.“ Der Sieg gegen UFC Mannersdorf symbolisiert diesen Kampfgeist. Trotz der folgenden Niederlage gegen SV Loipersbach bleibt die Zuversicht greifbar. „Wir schauen, was die Zukunft bringt“, fasst Bohacsek zusammen. Nach einer längeren sieglosen Serie vor dem Mannersdorf-Erfolg will der Verein den Aufbaukurs mit Fokus auf lokale Nachwuchskräfte fortsetzen.
Dass der neue Trainer strategisch auf die jungen Österreicher setzt, passt zu dieser langfristigen Linie. Strukturelle Veränderungen im Umfeld gab es außer dem Trainerwechsel keine – die Basis im Verein bleibt konstant. Entscheidend wird nun, aus den Lernmomenten und den ersten positiven Impulsen nach dem Jahreswechsel Kraft zu schöpfen. Ziel bleibt, Schritt für Schritt Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle zu finden. Für Bohacsek ist die Richtung klar: Entwicklung vor Ergebnisdruck – und eine Mannschaft, die in der 1. Klasse Mitte wieder für Stabilität und Begeisterung stehen soll.