Samstag, 16:00 Uhr, 1. Klasse Mitte: Auswärts bei der SPG HRVATI ordnet Andreas Gruber, Trainer des SC Kroatisch Geresdorf, die Partie mit klaren Worten ein. Sein Team dominierte über die volle Distanz – „90 Minuten Spiel auf ein Tor“ – und das spiegelt sich auch im Resultat wider: ein 6:0 bei Halbzeitstand 2:0. Gruber beschreibt ein klares Chancenplus, viel Ballbesitz und einen insgesamt fairen Nachmittag – inklusive einer aus seiner Sicht nicht gegebenen Elfmeter-Szene. Gleichzeitig hebt er einen gegnerischen Akteur ausdrücklich lobend hervor.

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Der SC Kroatisch Geresdorf setzte gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen: In der 1. Minute traf Tamas Horvath zum 1:0. Noch vor der Pause legte Alen Csizmadia in Minute 34 zum 2:0 nach – der Grundstein für den Auswärtssieg war gelegt. Nach dem Seitenwechsel erhöhte erneut Tamas Horvath in der 59. Minute auf 3:0. Ein unglückliches Eigentor von Clemens Toth (SPG HRVATI) stellte in Minute 63 auf 4:0. Danach sorgte Szilveszter Wertetics in der 78. Minute für das 5:0, ehe Mate Krizsonits in der 90. Minute den 6:0-Endstand fixierte.
Zur Chancenverteilung sagte Andreas Gruber: „Wir hatten vier, fünf hundertprozentige, dazu wurde uns ein möglicher Elfmeter vorenthalten. HRVATI hatte in 90 Minuten zwei Torchancen, sonst nichts Nennenswertes.“ Auch beim Ballbesitz sieht er ein klares Bild: „Der Ballbesitz war eindeutig bei uns – ein deutliches Übergewicht. Ich würde sagen 60 bis 65 Prozent, wenn nicht sogar etwas höher, was sich ja auch im Ergebnis widerspiegelt.“
Bei Standards gab es aus seiner Sicht nur eine nennenswerte Szene für die Gastgeber: „In der ersten Halbzeit hatte der Gegner einen Freistoß von der Seite, der die Latte gestreift hat – das war’s auch schon.“ Insgesamt erlebte Gruber ein faires Duell: „Es gab das eine oder andere Foul, logisch, aber keine gehässige Partie. Das Spiel wurde im Grunde durch unseren Ballbesitz dominiert.“
Ein Sonderlob hatte Gruber für das Schiedsrichtergespann parat: „Der Schiedsrichter hat die Partie 90 Minuten sehr gut gepfiffen. Er hat die erforderlichen Fouls geahndet und, wo es gelbwürdig war, mit einer gelben Karte belegt. Eine strittige Situation gab es bei einer möglichen Elfmeterentscheidung für uns, die er nicht gegeben hat. Das muss man zur Kenntnis nehmen – es war keine klare Fehlentscheidung, er hat es anders gesehen.“
Taktisch blieb der Trainer bei seinem Plan: „Die Vorgabe war für 90 Minuten gleich. Die Mannschaft hat das sehr gut umgesetzt. In der Halbzeit war nichts zu ändern.“ Mit Blick auf das kommende Heimspiel formulierte er die Erwartungshaltung, ohne Zweifel am Ziel zu lassen: „Der nächste Gegner hat sich gegenüber der Hinrunde verbessert. Nichtsdestotrotz ist es ein Heimspiel – ein Sieg muss her.“
Zudem setzte Gruber ein Zeichen der Fairness und hob den gegnerischen Spielertrainer ausdrücklich hervor: „Denis Glavina von HRVATI hat sich über 90 Minuten für die Mannschaft aufgeopfert, ist gelaufen, hat gekämpft und alles versucht, sich gegen die Abfuhr zu stemmen. Großes Lob an Denis Glavina.“