Aus Sicht des Gastes ordnete Lorandt Schuller, Co-Trainer von ASK Weppersdorf, das Auswärtsspiel beim SV Antau in der 1. Klasse Mitte als kampfbetont und klar taktisch geprägt ein. Gegen einen sehr defensiv agierenden Gegner fehlte vor der Pause rund um den Sechzehner der letzte Stich, mehrere Flanken fanden keinen Abnehmer und im Abschluss hakte es – die Folge war ein 0:1-Rückstand nach Elfmeter von Karl Gerdenich. Nach der Pause blieb Weppersdorf geduldig, erhöhte das Tempo und suchte Lösungen über Standards; dieses Vorgehen prägte die Partie bis in die Schlussphase und mündete in einen deutlichen 6:1-Auswärtssieg.

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„Es war kampfbetont und taktisch geprägt; der Gegner stand sehr defensiv, wir mussten Lösungen finden, diese Ordnung zu durchbrechen“, erklärte Schuller. Beim Ballbesitz sah er Weppersdorf vor allem vor der Pause vorne: „Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz in der ersten Halbzeit, danach war es ausgeglichener.“ Dass es zunächst nicht reichte, führte er auf fehlende Präzision im letzten Drittel zurück.
Zur Chancenverwertung sagte er: „Im Prinzip kann ich sehr zufrieden sein: Von acht bis neun guten Chancen haben wir sechs verwertet – das ist eine gute Leistung.“ Zuvor haperte es noch: „In der ersten Halbzeit hat vor dem Sechzehner der letzte Stich gefehlt, die Flanken kamen nicht an, beim Abschluss waren wir unkonzentriert – deshalb lag Antau 1:0 vorne.“ Der Rückstand entstand aus seiner Sicht durch einen Elfmeter. Nach der Pause drehten Standards die Partie: „In der zweiten Halbzeit haben wir nach Standards getroffen – ein direkt verwandelter Freistoß zum 2:1 durch Ákos Márk Virág und ein weiteres Tor nach seitlichem Freistoß; ich glaube, das war das 4:1. Insgesamt sind zwei bis drei Treffer aus ruhenden Bällen gefallen.“ Für Weppersdorf trafen zudem Fatjon Krasniqi (1:1), Ákos Márk Virág (1:2), Gabor Markus (1:3), Manuel Renner (1:4), Ramon Halmai (1:5) und Tobias Chmel (1:6); das 1:0 für Antau markierte Karl Gerdenich. Nach Gelb-Rot für Milan Cosic (79.) spielte der Gastgeber in Unterzahl.
Zur Leitung meinte Schuller: „Grobe Fehler hat der Schiedsrichter nicht gemacht, aber mit den gelben Karten hätte er früher anfangen müssen – vor allem bei der gegnerischen Mannschaft, die in der ersten Halbzeit oft foulte. Konsequenteres Kartenspiel wäre für uns besser gewesen.“ Positiv hob er die Reaktion seines Teams auf den Rückstand hervor: „Wir sind nach dem 0:1 in der Pause nicht zusammengebrochen. Wir haben geduldig weitergespielt – das hat Früchte getragen.“ Für das nächste Spiel formulierte er klare Schwerpunkte: „Wir wollen die Einstellung aus der zweiten Halbzeit mitnehmen: von der ersten Minute an höheres Tempo und effektivere Abschlüsse rund um den Sechzehner.“