Spielberichte

Sportverein Loipersbach, Trainer Manfred Schaffer: „Der Ball wollte nicht rein“ – 0:0 gegen den ASK Tschurndorf

SV Loipersbach
ASK Tschurndorf

Ein zäher Abend ohne Sieger, aber mit klaren Erkenntnissen: Nach dem 0:0 gegen den ASK Tschurndorf in der 1. Klasse Mitte ordnete Manfred Schaffer, Trainer des Sportverein Loipersbach, die Partie als Geduldsprobe gegen einen sehr tief stehenden Gegner ein. Seine Mannschaft hatte über weite Strecken den Ball, suchte geduldig nach Lücken und kam zu mehreren Möglichkeiten sowie zahlreichen Eckbällen, blieb jedoch ohne entscheidenden Punch im Strafraum. Gleichzeitig hob Schaffer die faire Note des Aufeinandertreffens hervor und blickte bereits nach vorne: Kreativität im letzten Drittel und Effizienz im Abschluss sollen nun noch stärker in den Fokus rücken. Im Mittelfeld lobte er die Präsenz seiner zentralen Akteure und die insgesamt stimmige Umsetzung der Ballbesitzidee gegen einen Gegner, der vor allem am eigenen Sechzehner verteidigte.


Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ballbesitz prägt den Abend

„Wir hatten sehr viel Ballbesitz. Tschurndorf hat das ganze Spiel über knapp vor dem Tor verteidigt. Das hat es uns sehr schwer gemacht, durchzukommen“, beschrieb Schaffer das Grundmuster über 90 Minuten: Kontrolle und viele Pässe auf Seiten der Gastgeber, dicht gestaffelte Reihen beim Gegner. Auch taktisch zeigte sich Loipersbach reif: „Die Ballbesitzphase war sehr gelungen. Wir haben den Ball sehr gut verlagert, oft die Tiefe gefunden. Leider gab es immer wieder ein Problem beim Abnehmer vor dem Tor oder beim Abschluss.“ Trotz sauberer Verlagerungen und gefundener Tiefenläufe fehlte also die letzte Präzision – entweder beim finalen Pass oder beim Abschluss.

Viele Standards, klare Tendenz – das Tor fehlt

Die Gastgeber erarbeiteten sich eine Reihe von Chancen und sammelten dabei auch eine deutliche Anzahl an Standards, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Schaffers Fazit fiel entsprechend nüchtern aus: „Wir hatten einige Chancen vor dem Tor. Wir hatten auch acht, neun Eckbälle – nur leider haben wir den Ball nicht ins Tor gebracht.“ Zudem betonte er die faire Atmosphäre: „Es war ein faires Spiel.“ Für die eigene Defensive stand Wachsamkeit im Fokus – Tschurndorf kam laut Schaffer über die gesamte Partie hinweg lediglich zu einem Schuss aufs Tor; in der Schlussphase entstand nach einem gegnerischen Eckball noch einmal Hektik, die Loipersbach jedoch rasch bereinigte. Insgesamt spiegelte sich in alldem ein Spiel wider, in dem Initiative und Struktur bei den Hausherren lagen, der entscheidende Moment vor dem Kasten aber ausblieb.

"Die Kreativität müssen wir unbedingt fördern"

Für die nächsten Einheiten formulierte Schaffer einen klaren Schwerpunkt: „Die Kreativität müssen wir unbedingt fördern, und den Abschluss vor dem Tor müssen wir auch verbessern.“ Zugleich hob er zwei zentrale Stützen im Mittelfeld hervor: Rafael Holzhofer und Michael Gerdenitsch. Diese Präsenz und das kontrollierte Aufbauspiel sollen bleiben; hinzu kommen muss nun der zündende Moment im letzten Drittel – sei es durch mehr Ideen zwischen den Linien oder durch eine höhere Konsequenz im Abschluss. Mit diesem Fahrplan und den positiven Eindrücken aus der Strukturarbeit nimmt Loipersbach die kommenden Aufgaben in der 1. Klasse Mitte in Angriff.

 

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