Im Burgenland-Duell der 1. Klasse Mitte zwischen dem ASK Tschurndorf und dem ASK Weppersdorf zeigte sich Co-Trainer Lorandt Schuller zufrieden – und erleichtert. Er hob die schwierigen Platzverhältnisse hervor, sprach von einem „gerechten” Ergebnis und davon, dass seine Elf das Geschehen über weite Strecken kontrollierte. Früh in Führung, dann der Ausgleich, vor der Pause wieder vorne und nach dem Seitenwechsel abgezockt: Die Mischung aus Kontrolle, Effizienz und Anpassung an die Bedingungen prägte die Stimmung nach dem 4:1 in Tschurndorf.

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Schuller ordnete den Nachmittag klar ein: „Wir waren die bessere Mannschaft.” Die Begründung: Chancenplus, Spielkontrolle – und die frühe 1:0-Führung. Nach einem Stanglpass von Tobias Chmel vollendete David Gera in der 4. Minute eiskalt. Tschurndorf glich durch Patrick Tritremmel in Minute 22 zum 1:1 aus, doch Gabor Markus stellte bereits in der 26. Minute die Weppersdorfer Führung wieder her. Trotz der prompten Antwort klang im Rückblick leichte Selbstkritik mit: Statt früh das 2:0 nachzulegen, kassierte Weppersdorf im Gegenzug den Ausgleich. Der schwer zu bespielende, unebene Platz spielte in Schullers Analyse eine zentrale Rolle: „Es war ein sehr schwieriger Platz, sehr holprig.” Gleichzeitig lobte er die Stabilität seines Teams: „Wir hatten das ganze Match unter Kontrolle.”
Nach dem Seitenwechsel verschob sich die Statik: Tschurndorf schob mutiger nach vorne, Weppersdorf nutzte die entstehenden Räume konsequent. Die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss gab den Ausschlag – in der 70. und 79. Minute schraubte abermals David Gera das Ergebnis auf 3:1 und 4:1. „Spätestens beim 4:1 war das Spiel gelaufen”, fasste Schuller zusammen. Der Verlauf passte zu seinem Gesamtbild: mehr Ballbesitz, mehr Präsenz, die Mehrzahl der klaren Möglichkeiten – und nach kurzen Wacklern die nötige Konsequenz in den Zonen, in denen Partien entschieden werden.
Taktisch zeigte sich Schuller grundsätzlich zufrieden: „Zum Großteil haben sie es umgesetzt. Auf diesem Boden war es schwierig, aber im Prinzip bin ich zufrieden mit den Spielern.” In seinem Fazit mischen sich Anerkennung und kleine Kritikpunkte – etwa die Phase nach der 1:0-Führung, als das 1:1 fiel. Unterm Strich überwog die Souveränität, die er auch beim Ballbesitz verortete. Personell fehlten Elias Graf und Manuel Renner, beide sollten voraussichtlich nächste Woche zurückkehren. Bitter ist die aktuelle Blessur von Fatjon Krasniqi, der umgeknöchelt ist und wohl zwei bis drei Wochen ausfällt. Den Ausschlag gaben letztlich die Abschlussstärke – getragen vom dreifachen Torschützen David Gera – und die Stabilität des Kollektivs. Schullers Schlusspunkt bleibt klar: „Zum Großteil haben sie umgesetzt – ich bin zufrieden mit den Spielern.”