Im Duell der SPG Nikitsch/ Kr. Minihof mit ASK Stoob in der 1. Klasse Mitte ordnete Sektionsleiter Christian Balogh den Nachmittag mit ruhiger Zufriedenheit ein. Nach einem verhaltenen Beginn übernahm seine Mannschaft früh die Kontrolle, verbuchte aus seiner Sicht rund siebzig Prozent Ballbesitz und setzte die taktischen Vorgaben geschlossen um. Balogh stellte das Kollektiv über Einzelne, hob aber den sehenswerten Schlusspunkt zum 5:0 hervor. Sorge bereitete lediglich der angeschlagene David Domnanovich, dessen Knöchel Anfang der Woche untersucht wird.

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„Am Anfang war das Spiel eher ein Geplänkel, nach zwanzig Minuten haben wir die Kontrolle übernommen, die Tore verdient geschossen und auch in dieser Höhe verdient gewonnen“, sagte Balogh. Die Führung entstand aus dieser Steigerung: In der 36. Minute stellte Martin Kondor auf 1:0 – ein Vorsprung, der bis zur Pause hielt. Der Wiederanpfiff wirkte als Beschleuniger: Kaum gestartet, legte Sascha Szidanits in der 46. Minute das 2:0 nach. Die zuvor erarbeitete Überlegenheit spiegelte sich nun deutlich im Ergebnis wider, ohne dass die Gastgeber ihre Ordnung verloren.
Balogh blieb in seiner Deutung klar: „Die Ballverteilung lag zu siebzig Prozent auf unserer Seite, und das Spiel hatten wir zu hundert Prozent unter Kontrolle.“ Auf die Frage nach einem herausragenden Akteur verwies er bewusst auf das Miteinander: „Bei uns war – fast wie immer – das Kollektiv die Stärke.“ Taktisch sah er die Marschroute weitgehend erfüllt: „Natürlich gibt es immer Verbesserungsbedarf, aber ich glaube, wir haben fast alles, was wir uns vorgenommen haben, auch umgesetzt.“ Passend dazu erhöhte Maté Farkas in der 58. Minute auf 3:0; Martin Kondor legte in der 71. Minute das 4:0 nach. Das Geschehen blieb einseitig, getragen von Spielkontrolle, klarer Struktur und viel Laufarbeit hinter dem Ball.
Kurz vor Schluss setzte Martin Toth in der 86. Minute mit dem 5:0 das Ausrufezeichen eines einseitigen Nachmittags. Balogh würdigte den Treffer ausdrücklich: „Das fünfte Tor würde ich gerne herausheben. Das war ein super Alleingang von Martin Toth, abgeschlossen mit einem Lupfer über den Tormann.“ Überschattet wurde der klare Auftritt von einer unschönen Szene um David Domnanovich: „Ein Gegenspieler ist ihm von hinten reingerutscht und hat ihn am Knöchel erwischt. Wir hoffen, dass er nicht schwer verletzt ist.“ Zur weiteren Abklärung ergänzte er: „David wird am Dienstag untersucht.“ Trotz der Deutlichkeit blieb der Ton gegenüber dem Gegner respektvoll: „Stoob hat sicher eine ambitionierte Mannschaft, aber mir steht es nicht zu, über die Gegner zu kommentieren.“ Unterm Strich überwog das Gefühl, die eigenen Vorgaben konsequent und mannschaftlich geschlossen umgesetzt zu haben.