Trainer Andreas Gruber ordnete den 3:2-Heimsieg seines SC Kroatisch Geresdorf gegen den ASK Raiding in der 1. Klasse Mitte als verdienten Arbeitssieg ein und betonte Dominanz, Zweikampfstärke und Ballkontrolle über volle 90 Minuten. Trotz strömenden Regens und zäher Chancenverwertung überwog bei ihm Zufriedenheit, weil seine Mannschaft nach Rückschlägen Antworten fand.

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Es schüttete von Beginn an in Strömen, der Platz litt – und doch suchte Kroatisch Geresdorf den flachen, kombinativen Ansatz. Aus Grubers Sicht gab es über die gesamte Spielzeit klare Verhältnisse zugunsten seiner Elf: spielbestimmend, zweikampfstark, läuferisch präsent. Der Ball zirkulierte, tiefe Zuspiele wurden rigoros attackiert, dem Gegner wenig Raum gelassen. Im Chancenbild verortete er ein ungefähres Verhältnis von sechzig zu vierzig zugunsten seiner Mannschaft. Zur Pause lag Kroatisch Geresdorf dennoch mit 0:1 zurück.
Die erste große Zäsur kam aus einer Standardsituation: In der 34. Minute versenkte Julian Gneis einen Freistoß volley zum 0:1. Nach dem Seitenwechsel drehte Kroatisch Geresdorf über ruhende Bälle auf: Aus zwei Eckbällen entwickelten sich Distanztreffer – zunächst glich Nico Palatin in der 47. Minute zum 1:1 aus, dann stellte Alen Csizmadia in der 52. Minute auf 2:1. In den intensiven Duellen gab es zudem einen Strafstoßpfiff für Raiding, den Gruber ausdrücklich akzeptierte: „Die Elfmeterentscheidung für Raiding geht zu hundert Prozent in Ordnung.“ Insgesamt prägten Standards und zweite Bälle die wesentlichen Wendepunkte dieser Partie.
Raiding blieb gefährlich und kam in der 79. Minute durch Mario Lösch zum 2:2 – eine späte Nervenprobe für die Hausherren. Die Antwort folgte in der Schlussminute: Tobias Domnanovich traf in der 90. Minute zum 3:2 und fixierte den verdienten Heimsieg. Den Blick nach vorn richtet Gruber auf die nächste Runde gegen den Tabellenführer: eine andere Spielanlage, auf die sich seine Mannschaft neu einstellen will. Die Aufgabe bewertet er positiv – man könne dieses Duell nur gewinnen. Entsprechend erwartet er am Freitagabend ein sehr interessantes Spiel, in dem Stabilität im Ballbesitz, rigoroses Attackieren tiefer Zuspiele und die Haltung aus dieser Regenschlacht als Maßstab dienen sollen.