Im Auswärtsspiel der 1. Klasse Mitte zwischen ASK Tschurndorf und SPG Rabnitztal schildert Jessica Vukovich eine Begegnung, die von Effizienz, wacher Mentalität und starker Standardqualität der Gäste auf regennassem Untergrund geprägt war. Die erste Hälfte blieb offen, die Atmosphäre war fair, das Passspiel flüssig – und im Tor sorgte ein starker Rückhalt für Ruhe. „Die Jungs waren sehr torhungrig. Das hat man gemerkt. Sie wollten diese drei Punkte unbedingt holen – und das haben sie im Endeffekt auch“, so Vukovich.

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Die Bedingungen spielten eine Rolle: Der Regen machte den Ball schnell, die Partie blieb lange offen – dennoch setzten die Gäste früh Signale. Tschurndorf kam zu Möglichkeiten, doch die Effizienz kippte das Momentum zugunsten der SPG. Den Rhythmus im Ballbesitz ordnet Vukovich klar zu: „Im Großen und Ganzen hatten wir mehr Ballbesitz – und wenn wir am Ball waren, das flüssigere Spiel.“ Diese Linie zeigte sich besonders in den Umschaltmomenten und bei vorbereiteten Standards, die im zweiten Drittel des Feldes immer wieder für Druck sorgten. Dass die erste Halbzeit aus ihrer Sicht „nicht so einseitig war, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, passt zu ihrem Gesamtbild: Chancen auf beiden Seiten, dazu der zielstrebigere Abschluss ihres Teams – und ein wacher Kader, der die Bedingungen annahm.
Eine zentrale Linie der Gäste kam aus ruhenden Bällen. „Wir konnten zwei, wenn nicht sogar drei Tore nach Standards erzielen – das hat sehr gut funktioniert“, betont Vukovich. Chronologisch legte Rabnitztal rasch den Grundstein: Balazs Vidak eröffnete in der 8. Minute zum 1:0. Dominik Morth erhöhte in der 29. Minute auf 2:0, ehe Dominik Schermann in Minute 37 auf 3:0 stellte – der Pausenstand war früh zementiert. Nach dem Seitenwechsel traf erneut Morth in der 50. Minute zum 4:0, bevor Fabian Schütz in der 60. Minute das 5:0 markierte. Für Tschurndorf betrieb Laszlo Egle in der 88. Minute Ergebniskosmetik zum 5:1. Präzise Hereingaben, Wucht am zweiten Pfosten und saubere Ablagen im Rückraum trafen dabei auf hohe Effizienz – ein ermutigendes Signal, weil dieses Werkzeug zuletzt nicht regelmäßig stach.
In der eigenen Box setzte Torhüter Benjamin Soos die Klammer unter die Leistung. „Tschurndorf hatte schon Chancen, aber unser Torhüter hat mehrmals sehr stark geklärt“, ordnet Vukovich ein. Insgesamt, so ihre Einschätzung, „hätte Tschurndorf vielleicht zwei oder drei Tore schießen können, der Abschluss war aber nicht genau genug“. Eine markante Szene um die 70. Minute unterstrich die Intensität: Nach flachem Zuspiel in den Fünfmeterraum hatte Rabnitztal den nächsten Treffer auf dem Fuß – der Abschluss knallte an die Unterkante der Latte und sprang auf die Linie, der Tschurndorfer Goalie fischte den Ball stark heraus. Passend dazu ihr Urteil zur Spielleitung: Der Unparteiische habe „gut gepfiffen“. Einzelne Leistungen hob Vukovich ebenfalls hervor: Offensiv überzeugte der zweifache Torschütze Dominik Morth als Fixpunkt, dazu funktionierten die einstudierten, präzise getretenen Standards zuverlässig – beides Bausteine für die hohe Ausbeute.
Für die nächsten Aufgaben leitet sie klare Schwerpunkte ab: Die neu gewonnene Standardstärke konservieren und „weiterhin wach bleiben“. Dass die Mannschaft die schwierigen Bedingungen annahm, ist für Vukovich zentral: „Sie sind wach geblieben, waren konzentriert – und haben das Spiel den Wetterverhältnissen angepasst.“ Insgesamt ergibt sich so ein stimmiges Bild aus Stabilität hinten, Effizienz vorne und einer klaren, fairen Linie über die gesamte Spielzeit hinweg.