Spielberichte

Vinko Kopic (Trainer SV Antau): „Die Burschen wollten es unbedingt“

SC Dörfl
SV Antau

Intensives Unterhaus-Duell in der 1. Klasse Mitte: Der Sportclub Dörfl unterlag dem auswärts starken SV Antau mit 1:2. Nach einem offenen, zweikampfbetonten Spiel sprach Antaus Coach Vinko Kopic von einem Sieg des Willens. Gefeiert wurden Kapitän Karl Gerdenich als Torschütze zur Führung und Youngster Niclas Bernhardt als Matchwinner. „Es war sehr heiß umkämpft, mit Hin und Her bis zur 90. Minute“, sagte Kopic – und lobte sein Team für Konsequenz, Geduld bis zum Ende und die reife Antwort auf Dörfls Ausgleich.


Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

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Frühe Antau-Führung, Dörfls Ausgleich und der späte Stich des Youngsters

Beide Teams legten hart zur Sache, viele Zweikämpfe, wenig Ruhe am Ball. „Es war eine sehr heiß umkämpfte Partie, mit vielen Zweikämpfen und einem Hin und Her bis zur 90. Minute“, beschrieb Vinko Kopic den Nachmittag. Den ersten Stich setzte Antau: In Minute 23 verwertete Karl Gerdenich eine Ecke von Mario Hötschl – Kopic schilderte das 0:1 als satten Volley via Latte, der dem Kapitän „souverän“ gelang. Zur Pause stand es 0:1. Dörfl kam aber hellwach aus der Kabine: In der 48. Minute glich Gabor Balint Nemeth zum 1:1 aus. Antau blieb dennoch dran, suchte wieder die Führung und fand sie durch den „Jungen“: In der 72. Minute traf Niclas Bernhardt zum 1:2. „Das zweite Tor war sehr, sehr wichtig. Vor allem, weil es Niki, unser Youngster, geschossen hat“, sagte Kopic. Der Trainer betonte, Bernhardt habe zehn Wochen wegen seiner Lehre gefehlt, stand nun erstmals wieder in der Startelf – „und schießt uns gleich zum Sieg. Das war für mich sehr emotional, und der Bursche hat sich das echt verdient.“

„Wille und letzte Konsequenz“ – Kopic lobt Defensive, sieht Arbeit mit Ball

In der Analyse rückte Kopic vor allem die Mentalität in den Vordergrund. „Der entscheidende Moment war der Wille zum Sieg und die letzte Konsequenz. Die Burschen wollten es unbedingt. Sie haben bis zum Ende gekämpft“, sagte er und fasste so zusammen, warum sein Team am Ende die Nase vorn hatte. Gleichzeitig blieb er sachlich bei den Baustellen: „Wir müssen in der Offensive mit dem Ball ruhiger werden und geduldiger für den letzten Pass.“ Defensiv war der Trainer zufrieden: „Was heraussticht, ist die Defensivarbeit. Auch wenn wir wieder ein Gegentor gekriegt haben – es wird immer besser, und da bin ich sehr stolz auf die Mannschaft.“ Für Kopic war das der Unterschied in einem engen Match: „Wir haben bis zur letzten Minute alles gegeben und ein paar Prozent mehr investiert.“ Genau diese Konsequenz trug für ihn den Auswärtssieg über die Ziellinie.

Respekt vor Dörfl, hitzige Standards – und Lob für den Referee

Auch dem Gegner zollte Kopic Anerkennung. „Der SC Dörfl ist zu Hause immer sehr, sehr stark. Vor allem mit Peter Toth, einem Oldie, der das Spiel organisieren kann und Stabilität reinbringt“, sagte er. Besonders auf Standards seien die Hausherren „extrem gefährlich“ gewesen – ein weiterer Grund für die zahlreichen Zweikämpfe im Strafraum. Eine Situation blieb aus Kopics Sicht diskussionswürdig: Er monierte, dass Peter Toth bei ruhenden Bällen wiederholt den Antau-Schlussmann attackiert habe. „Er geht bei Standards auf unseren Tormann Daniel Strauszberger los, ohne Chance auf den Ball“, ärgerte sich Kopic und meinte, man habe Strauszberger deshalb auswechseln müssen. Trotz der Hitzigkeit lobte er den Unparteiischen ausdrücklich: „Der Schiedsrichter war gut. Wenn’s hitzig wird, verliert man leicht die Übersicht, aber im Großen und Ganzen war es eine sehr gute Schiedsrichterleistung.“

Ausblick nach dem Auswärtsdreier

Mit dem 2:1 in Dörfl nimmt Antau nicht nur drei wichtige Punkte mit, sondern auch Rückenwind für die kommenden Wochen. Kopic sah sein Team „auf einem sehr guten Weg“, vor allem, weil die Defensive zulegt und die Mannschaft bis zum Schluss marschiert. Gleichzeitig bleibt die To-do-Liste klar: mehr Ruhe am Ball, mehr Geduld im letzten Drittel. Der Sieg im Burgenland-Duell zeigt, dass der SV Antau auch auswärts bestehen kann – und dass junge Kräfte wie Torschütze Niclas Bernhardt dem Team neue Energie geben. „Es war ausschlaggebend, wer die paar Prozent mehr gibt“, sagte Kopic – sein Team tat es.

1. Klasse Mitte: SC Dörfl : Antau - 1:2 (0:1)

  • 72
    Niclas Bernhardt 1:2
  • 48
    Gabor Balint Nemeth 1:1
  • 23
    Karl Gerdenich 0:1

 

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