Spielberichte

Anton Drabeck (Trainer ASK Raiding): „Wir sind mit der Leistung zufrieden“

ASK Raiding
SPG Nikitsch/ Kr. Minihof

In der 1. Klasse Mitte zog der ASK Raiding gegen die SPG Nikitsch/ Kr. Minihof mit 0:2 den Kürzeren. Ein früher Platzverweis nach 17 Minuten stellte die Heimischen vor eine lange Unterzahl-Aufgabe, ehe Martin Toth mit Treffern in Minute 30 und 65 den Unterschied machte. Trotz der Niederlage blieb Trainer Anton Drabeck ruhig: „Wir haben gut angefangen, die Burschen haben gekämpft. Gegen so einen Gegner in Unterzahl kannst du verlieren – mit der Leistung sind wir trotzdem zufrieden.“


Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Frühe Rote, langer Kampf – Toth schnürt den Doppelpack

Raiding kam ordentlich rein. „Wir haben sehr gut angefangen. Die komplette Mannschaft war in Ordnung, die Burschen haben gekämpft“, blickte Anton Drabeck zurück. Dann der Knacks: In der 17. Minute sah Jakob Landauer Rot – von da an lief Raiding in Unterzahl gegen einen starken Gegner an. „Nikitsch war natürlich spielbestimmend“, sagte Drabeck, der betonte: „Sie spielen mit vielen Legionären, das ist ihre Sache. Ich habe gestern nur mit zwei Legionären gespielt.“ In diese Phase fiel das 0:1: Martin Toth traf in der 30. Minute, mit 0:1 ging es in die Pause. Raiding blieb im Rahmen der Möglichkeiten drin in der Partie, lief, schob und verteidigte viel. Doch wieder war es Toth, der in der 65. Minute auf 0:2 stellte und damit den Deckel draufsetzte. 

Zwei Nachlässigkeiten, viel Herz – Drabecks klare Analyse

In der Nachbetrachtung suchte Drabeck nicht nach Ausreden, sondern benannte die Knackpunkte. „Beim ersten Tor lassen wir einen von rechts in die Mitte ziehen. Dann kommt der Ball auf den Elfmeterpunkt und der Schütze verwertet. Da hätten wir früher attackieren können“, ärgerte sich der Trainer über die Szene zum 0:1. Und auch beim zweiten Gegentor sah er Ansatzpunkte: „Da hätten wir den Ball früher klären können. Da waren die Burschen schon ein bisschen müde, weil es schon gegen Schluss war. Vorwürfe mache ich keinem.“ Insgesamt gefiel ihm die Haltung seiner Mannschaft – auch vor dem Hintergrund vieler Ausfälle. „Wir haben sehr viele verletzte Spieler. Dafür machen es die Burschen sehr gut. Sie haben ihr komplettes Herz am Platz gelassen. Dann kann man auch Partien verlieren und trotzdem mit der Leistung zufrieden sein.“ Den Unterschied ortete er vor allem in der Physis: „Sie waren körperlich präsenter und auch spielerisch in Ordnung.“

Ärger über Elferpfiff, Derby-Fokus und Lob für die Reserve

Wenig Freude hatte Drabeck mit einigen Entscheidungen. „Er hat aus meiner Sicht zu hart spielen lassen“, sagte er über den Referee. Besonders stieß ihm ein Strafstoß auf: „Der zweite Elfmeter gegen uns ist ein Witz. Er wurde zwar verschossen, aber trotzdem.“ Zudem verwies der Coach auf Folgen einer Verwarnung: „Die Gelbe für Manuel Posch hatte Folgen. Kurz vor Schluss macht er ein zweites Foul und sieht Gelb-Rot. Er fehlt uns jetzt am Samstag beim Derby gegen Neckenmarkt.“ Blick nach vorn: „Bei uns wird sich der Kader nicht viel verändern. Wir werden mit sehr vielen eigenen Spielern spielen – Neckenmarkt auch. Das ist unser Weg für die letzten sechs Matches.“ Die Ausrichtung ist langfristig: „Ob wir Zehnter oder Vierzehnter werden, ist bis zum Sommer nicht wichtig. Wichtig ist, dass sich unsere Spieler zusammenspielen, damit wir im Sommer wieder vorne mitspielen können.“ Und Drabeck vergaß die zweite Mannschaft nicht: „Trotz vieler Ausfälle stellen wir eine Kampfmannschaft und sagen die Reserve nicht ab. Großer Dank an den Reservetrainer und an alle, die mithelfen – wir können immer elf, zwölf, dreizehn Spieler bereitstellen. Das ist wichtig für Raiding.“

1. Klasse Mitte: Raiding : Nikitsch/ Kr. Minihof - 0:2 (0:1)

  • 65
    Martin Toth 0:2
  • 30
    Martin Toth 0:1

 

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