Im Spitzenspiel der 1. Klasse Mitte setzte sich der ASK Weppersdorf klar mit 10:0 gegen den UFC Neckenmarkt durch. Die Hausherren legten früh vor, blieben über 90 Minuten am Drücker und nutzten ihre Chancen konsequent. Co-Trainer Lorandt Schuller sprach von einem „Pflichtsieg“ – und davon, dass Weppersdorf mit diesem Erfolg dem Aufstieg ganz nah ist. Entscheidend aus seiner Sicht: Neckenmarkt vergab beim Stand von 2:0 einen Elfmeter, im Gegenzug fiel das 3:0. Danach rollte der Weppersdorfer Express ungebremst weiter.

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Weppersdorf erwischte einen Traumstart und hatte vom Anpfiff an mehr vom Spiel. Tobias Chmel brachte die Gastgeber mit einem frühen Doppelpack in Front (8., 11.), kurz darauf legte Andreas Krutzler das 3:0 nach (15.). Genau diese Phase bezeichnete Lorandt Schuller als Schlüssel, weil Neckenmarkt bei 2:0 einen Strafstoß an die Stange setzte und Weppersdorf im direkten Gegenzug das dritte Tor nachlegte. Vor der Pause erhöhte Chmel mit seinem dritten Treffer auf 4:0 (32.), zur Halbzeit war die Richtung klar. Nach dem Seitenwechsel ließen die Hausherren nicht nach: David Gera machte das 5:0 (57.), Krutzler schnürte seinen Doppelpack zum 6:0 (62.). Spät trugen sich auch Gabor Markus (75.) sowie Joker Jonas Durda mit einem Doppelpack (85., 88.) in die Liste ein. Den Schlusspunkt setzte Ramon Halmai in Minute 89 – 10:0, eine breite Torschützenliste und ein Abend, an dem fast alles aufging.
Co-Trainer Lorandt Schuller lieferte nach dem Schlusspfiff eine klare Einordnung. „Wir waren von der ersten Minute bis zum Schluss die dominierende Mannschaft und die bessere Mannschaft. Der Sieg geht in Ordnung“, sagte er, fügte aber fair an: „In der Höhe ist es vielleicht ein bisschen zu viel.“ Zum Knackpunkt nahm er kein Blatt vor den Mund: „Bei unserer 2:0-Führung hat Neckenmarkt einen Elfmeter bekommen, die schießen an die Stange – und im Gegenzug machen wir das 3:0. Das war der Knackpunkt.“ Besonders zufrieden war Schuller mit der Effizienz: „Mit der Chancenauswertung hatten wir die ganze Saison Probleme. Heute haben wir, salopp gesagt, 80 Prozent verwertet – eiskalt.“ Trotz des klaren Ergebnisses zeigte er Respekt für den Gegner: „Neckenmarkt hat phasenweise brav Fußball gespielt, baut auf junge einheimische Spieler und hat 90 Minuten gekämpft.“ Und zum großen Bild sagte er wörtlich: „Das war ein Pflichtsieg.“ Nach dem Schlusspfiff sprach Schuller bereits vom fixen Aufstieg, rechnerisch ist die Entscheidung damit aber noch nicht gefallen.
Ganz ohne Gesprächsstoff blieb der Abend nicht. „In der zweiten Halbzeit hat sich die gegnerische Bank beim 7:0 wegen Abseits aufgeregt. Aus meiner Sicht kann ich das nicht beurteilen“, erklärte Schuller. Und zur Entstehung des 10:0 meinte er: „Neckenmarkt wollte wechseln, wir haben den Einwurf schnell ausgeführt – daraus fiel das Tor. Da gab’s auch Ärger. Sonst war alles okay.“ Sportlich stachen die vielen Torschützen hervor – vorneweg Tobias Chmel, der einen Dreierpack schnürte. Schuller hob seine Leistung bewusst generell hervor: „Eine starke Offensivleistung von Tobias.“ Im Saisonfazit klingt Stolz mit Auftrag an: „Wir wollten attraktiven Offensivfußball spielen – wir haben jetzt schon 103 Tore. Aber wir müssen defensiv besser werden. Da können wir uns ein Beispiel am Tabellenzweiten Forchtenstein nehmen.“ Für die letzten zwei Runden ist die Marschroute klar: „Auswärts in Dörfl ist es immer schwierig, dann Abschluss daheim gegen Mannersdorf. Wenn wir beide gewinnen, haben wir den Meistertitel selbst in der Hand.“ Weppersdorf führt nach Runde 28 die Tabelle an – und hat das Ziel, die starke Saison mit dem Titel zu krönen.