Im Saisonfinale der 1. Klasse Mitte erlebte der ASK Stoob gegen den Sportclub Dörfl einen bitteren Abend: 0:7 (0:4). Aus Stoober Sicht war die Partie nach einem verschlafenen Start und einer Elfer-Sequenz früh gelaufen. Trainer Arnold Landauer verwies zudem auf fünf fehlende Stammkräfte und einen schmalen Kader, sah aber auch Gutes: Junge Spieler sammelten wichtige Minuten für die Zukunft. Dörfl agierte eiskalt vor dem Tor und nahm die Zähler klar mit.

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Stoob erwischte einen verheerenden Start, Dörfl traf mit der ersten Welle. Bereits in Minute 8 stellte Alessandro Stirling auf 0:1, sieben Minuten später erhöhte Klaus Reiter auf 0:2 – exakt jene Phase, die Arnold Landauer später klar benannte: "Wir haben die erste Viertelstunde verschlafen und waren schnell 0:2 hinten." Danach fand Stoob zwar besser ins Spiel, doch die Gäste blieben gnadenlos effizient. Cristian-Nicolae Fara legte nach 36 Minuten das 0:3 nach, Csaba Varga sorgte unmittelbar vor der Pause für das 0:4. Aus Landauers Sicht kippte das Spiel endgültig in einer kurzen, heftigen Sequenz: "Nach dem 0:2 hatten wir per Elfer die Chance auf den Anschluss. Den haben wir leider vergeben, im Gegenzug gab’s einen Elfer gegen uns. Ich glaube, das war spielentscheidend." Mehr Ballbesitz half Stoob in dieser Phase wenig, weil Dörfl jede Lücke zu nutzen wusste.
Landauer rückte nach Abpfiff auch die Rahmenbedingungen in den Fokus. "Uns fehlen seit zwei Wochen fünf Stammspieler. Unser Kader ist nicht so groß, dass wir das eins zu eins ersetzen können", erklärte der Stoob-Coach offen. Deshalb rückten Akteure nach, die sich erstmals auf Kampfmannschaftsniveau beweisen mussten. "Unsere Jungen konnten reinschnuppern und sehen, welches Tempo und welche Zweikampfhärte in der Kampfmannschaft gefordert ist." Sportlich blieb es aus seiner Sicht zwischendurch trotz des Rückstands offen: "Wir hatten mehr Spielanteile, sie hatten zwei Chancen und machten zwei Tore."
Auch abseits der Treffer blieb der Ton am Platz ruhig. "Es war grundsätzlich ein faires Spiel, es gab wenig Gelb", so Landauer, der betonte, dass man sich die fehlende Eingespieltheit in einigen Abläufen anmerkte. Zugleich erinnerte er daran, dass Stoob zuvor daheim fünf Runden ungeschlagen geblieben war und man sich den Abschluss anders erhofft hatte.
Nach Seitenwechsel blieb Dörfl zielstrebig. Alessandro Stirling schnürte in Minute 68 seinen Doppelpack zum 0:5, Cristian-Nicolae Fara legte in der 84. Minute das 0:6 nach, und Csaba Varga setzte mit dem 0:7 in der 89. Minute den Schlusspunkt. Stoob hielt die Partie dennoch ordentlich zu Ende, ohne sich belohnen zu können. "Trotzdem haben wir nicht aufgegeben und haben alles zu Ende gespielt", betonte Landauer.
Der Coach ordnete die klare Niederlage nüchtern ein und blickte nach vorne: "Ich bin froh, dass die Saison jetzt vorbei ist, dass sich unsere Verletzten erholen und wir in die neue Saison mit Vollgas und mit voller Motivation starten können." In der Abschlusstabelle beendet Stoob die Saison als Zwölfter mit 35 Punkten, Dörfl reiht sich mit 40 Zählern im soliden Mittelfeld ein – und nahm aus Stoob einen deutlichen Auswärtssieg mit.