In der 1. Klasse Mitte hat der SC Kroatisch Geresdorf den ASK Stoob mit 2:1 bezwungen, musste dafür aber bis tief in die Schlussphase warten. Trainer Andreas Gruber sah eine Partie, in der seine Mannschaft lange nicht richtig in ihr eigenes Spiel fand. Umso mehr hob er nach dem späten Sieg die Reaktion in Unterzahl hervor.

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Über weite Strecken entwickelte sich laut Andreas Gruber eine ausgeglichene Partie, in der der ASK Stoob sogar leichte Vorteile im Ballbesitz hatte. Der Trainer des SC Kroatisch Geresdorf sagte klar: "Grundsätzlich war das Spiel über neunzig Minuten eine ausgeglichene Partie mit leichten Feldvorteilen im Ballbesitz für Stoob." Dazu kam, dass seine Mannschaft mit den Platzverhältnissen zu kämpfen hatte und nie so richtig zu ihrem eigenen Rhythmus fand. "Kroatisch Geresdorf hat neunzig Minuten lang nicht zu seinem eigenen Spiel gefunden, war durch die Platzverhältnisse auch schwer beeinträchtigt", erklärte Gruber. Trotzdem ging seine Elf noch vor der Pause in Führung. In der 44. Minute traf Mátyás Krizsonits zum 1:0, nachdem es zuvor laut Gruber eine "sehenswerte Aktion" der Krizsonits-Brüder gegeben hatte. Mit diesem knappen Vorsprung ging der SC Kroatisch Geresdorf in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel wollte der SC Kroatisch Geresdorf die Partie nach Vorstellung seines Trainers eigentlich beruhigen und kontrollieren. Gruber schilderte das offen: "Wir sind mit dem 1:0 in die Pause gegangen und wollten in der zweiten Halbzeit das Spiel kontrollieren und auf entsprechende Situationen warten." Dieser Plan hielt aber nicht lange. In der 65. Minute kam der ASK Stoob durch Michael Wohlmuth zum 1:1, was Gruber deutlich einordnete: "Stoob ist billig zum Ausgleich gekommen, durch einen Stellungsfehler." Danach, so seine Sicht, lief das Spiel lange ohne große Ausschläge weiter. "Das Spiel ist dann dahingeplätschert bis zur neunzigsten Minute", sagte er. Richtig entscheidend wurde es für ihn erst ganz am Ende. Nicht die beiden ersten Tore seien ausschlaggebend gewesen, sondern die Reaktion seiner Mannschaft in Unterzahl. "Mit zehn Leuten haben wir das auf den Platz gelegt, was wir eigentlich das ganze Match über spielen wollten", meinte Gruber. Der SC Kroatisch Geresdorf ging in dieser Phase aggressiver drauf, war laut Trainer permanent in der gegnerischen Hälfte und belohnte sich in der 90.+4 Minute: Wieder war es Mátyás Krizsonits, der mit dem 2:1 den späten Sieg fixierte.
Gerade weil seine Mannschaft spielerisch nicht den besten Tag hatte, legte Gruber den Schwerpunkt in seiner Analyse klar auf die Haltung seiner Spieler. "Wir waren uns klar, dass wir das Spiel gewinnen wollen", sagte er, und ergänzte, dass seine Elf nie daran gezweifelt habe, am Ende als Sieger vom Platz zu gehen. Für ihn war wichtig, dass der SC Kroatisch Geresdorf immer wieder versuchte, nach vorne zu spielen und sich auch nach dem Ausgleich nicht mit einem Punkt zufriedengab. Gleichzeitig verschwieg der Trainer nicht, dass es im eigenen Spiel noch Nachholbedarf gibt. "Im Spielerischen ist klarerweise Nachholbedarf da, das ist aber den Platzverhältnissen geschuldet", sagte Gruber. Läuferisch und kämpferisch sei die Leistung in Ordnung gewesen, im Fußballerischen habe seine Mannschaft aber noch nicht das gezeigt, was sie sich selbst vorstellt.
Dass der Sieg am Ende knapp ausfiel, lag für Gruber auch an einem starken Gegner. Der ASK Stoob habe sich "weder versteckt noch zurückgezogen", sondern gut Fußball gespielt und den Ball laufen lassen. Besonders bemerkenswert fand er das, weil es zugleich das erste Saisonspiel für Stoob war. "Mit Stoob muss man auch in der Zukunft sicher in der Meisterschaft rechnen", sagte der Trainer des SC Kroatisch Geresdorf. Für den SC Kroatisch Geresdorf steht am Ende trotzdem der zweite Sieg im zweiten Spiel. Mit sechs Punkten bleibt die Mannschaft in der Spitzengruppe der Liga, auch wenn Grubers Einordnung klarmacht, dass dieser 2:1-Erfolg vor allem von Moral und einer starken Schlussphase lebte.