In der 1. Klasse Mitte hat sich SC Unterpullendorf gegen SPG Nikitsch/ Kr. Minihof mit 0:2 geschlagen geben müssen. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachten Martin Toth und Martin Kondor die Gäste auf die Siegerstraße. Trainer Daniel Pratl erklärte den Auswärtserfolg vor allem mit einem klaren Plan: Auf schwierigem Boden wollte seine Mannschaft gar nicht das Spiel machen, sondern geduldig verteidigen und auf die passenden Momente warten.

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Pratl machte nach dem Schlusspfiff sehr deutlich, dass die Bedingungen das Spiel von Beginn an bestimmt haben. „Das Spiel war von Anfang an auf dem schlechten Platz sehr schwer zu gestalten“, sagte der Trainer. Genau deshalb legte seine Mannschaft die Partie bewusst anders an, als man das auf einem besseren Untergrund vielleicht tun würde. „Wir wollten nicht das Spiel machen. Wir wollten dem Gegner das Spiel überlassen, auf die hohen Bälle warten und gut verteidigen“, erklärte Pratl. Daraus entstand vor der Pause eine Begegnung, in der es weniger um flüssige Kombinationen als um Disziplin, Geduld und sauberes Verteidigen ging. Das 0:0 zur Halbzeit passte deshalb aus Sicht der Gäste ins Bild, weil sich zunächst keine Seite entscheidend absetzen konnte.
Die entscheidende Veränderung kam gleich nach dem Seitenwechsel. In der 48. Minute brachte Martin Toth die SPG mit 1:0 in Führung, und für Pratl war damit auch klar benannt, wann das Spiel kippte. „Nach der Halbzeit hat ein Weitschuss zum 1:0 die Partie auf unsere Seite kippen lassen“, sagte er. Gleichzeitig erklärte der Trainer, dass genau das auch Teil der Überlegung in der Pause gewesen war. „Wir haben in der Halbzeit gewusst, dass wir eher schießen müssen, Weitschüsse machen und über die Seiten kommen müssen.“ Dieser Plan ging auf. Mit der Führung im Rücken konnte Nikitsch/Kr. Minihof die Partie so anlegen, wie es den Gästen entgegenkam. In der 70. Minute legte Martin Kondor das 2:0 nach. Pratl verwies zudem darauf, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre: „Wir hätten auch noch das dritte Tor machen können. Wir haben leider die Latte getroffen.“
Dass es am Ende bei null Gegentoren blieb, war für den Trainer kein Nebenaspekt, sondern der Kern des Auftritts. „Die Stärke war wieder die Defensive“, sagte Pratl, und damit fasste er die Partie seiner Mannschaft eigentlich schon gut zusammen. Sein Ziel sei klar gewesen: „Wir wollten zu null spielen und auf diesem schlechten Platz irgendwie ein Tor machen.“ Genau das setzte die SPG nach seiner Einschätzung sehr konsequent um. Obwohl er auf die Frage nach Verbesserungspotenzial keine große Baustelle aufmachte, wurde deutlich, worauf er den Wert dieses Sieges stützt. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir das so umgesetzt haben“, sagte Pratl. Den Gegner beschrieb er als „sehr gut organisiert“, dazu habe Unterpullendorf „immer wieder hoch vorgespielt“, was seine Elf aber gut verteidigt habe. Auch neben dem sportlichen Teil sah er keinen Aufreger: „Es gab keine strittigen Szenen und die Schiedsrichterleistung war hervorragend.“ So stand am Ende ein Auswärtssieg, der weniger von Glanz als von einem klaren Plan, Ruhe und einer stabilen Defensive lebte.