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„Wir wollten das heute unbedingt reißen“ – Raiding dreht in Unterfrauenhaid ein 0:2 noch zum 3:2

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Unterfrauenhaid
ASK Raiding

In der 1. Klasse Mitte hat der ASK Raiding das Derby beim SC Unterfrauenhaid nach 0:2-Rückstand noch 3:2 gewonnen. Co-Trainer Anton Drabeck sprach danach von einer „absoluten Willensleistung“ und sah an diesem Abend weit mehr als nur drei Punkte. Für ihn zeigte seine Mannschaft über weite Strecken ihr bestes Saisonspiel und antwortete auf zwei Rückschläge mit bemerkenswerter Moral. Damit setzte sich Raiding ganz vorne fest.


Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Bitterer Rückschlag vor der Pause

Raiding war nach Drabecks Eindruck von Beginn an das aktivere Team und ließ sich auch auswärts bei einem direkten Konkurrenten nicht beeindrucken. „Das war heute fast unser bestes Spiel in der kompletten Saison. Vielleicht sogar die beste erste Halbzeit, die wir gespielt haben“, sagte der Co-Trainer. Er sah seine Mannschaft defensiv kompakt und nach vorne immer wieder gefährlich. „Wir haben es aus meiner Sicht im Griff gehabt“, meinte Drabeck, der vor allem mit der Ordnung gegen den Ball und mit der Art, wie sich seine Elf Chancen erarbeitete, sehr zufrieden war. Umso härter traf die Gäste das 0:1 kurz vor der Pause, als Marco Rozsenich für Unterfrauenhaid traf. „Wir haben genug eigene Chancen gehabt und dann kriegen wir kurz vor dem Halbzeitpfiff das 1:0. Das war sehr bitter“, sagte Drabeck. Gerade deshalb fiel die Halbzeitansprache diesmal anders aus als sonst: „Es war nicht viel zu bereden, weil es eine super erste Halbzeit war.“

Nach dem 0:2 kommt die Antwort sofort

Als Emmerich Hermann in der 66. Minute auf 2:0 stellte, schien die Partie aus Raidinger Sicht endgültig in eine ganz schwierige Richtung zu kippen. Drabeck sprach selbst davon, dass dieses zweite Gegentor die Aufgabe „sehr, sehr schwierig“ gemacht habe. Gerade deshalb imponierte ihm die Reaktion seiner Mannschaft umso mehr. Nur drei Minuten später verkürzte Alex Engel auf 2:1, in der 71. Minute glich Drissa Yeo zum 2:2 aus und mit einem Schlag war das Derby wieder völlig offen. „Meine Mannschaft gibt nicht auf, spielt immer nach vorne“, sagte Drabeck und verwies auf die Mentalität seiner Elf, die ihn in dieser Phase nicht überrascht habe. Dass der Ausgleich so rasch nach dem Anschlusstreffer fiel, habe der Moral enorm geholfen: „Das hat uns natürlich für die Moral sehr viel geholfen.“ Den Schlusspunkt setzte erneut Yeo mit dem 3:2 in der 90. Minute. Über die Treffer seiner Mannschaft sagte Drabeck knapp, aber treffend: „Die Tore waren schön herausgespielt.“ Für ihn stand nach dem Abpfiff fest, dass dieser Sieg nicht nur spät, sondern auch verdient war.

Derby-Sieg bringt Raiding nach vorne, Drabeck bleibt aber ruhig

Dass dieser Auswärtssieg für Raiding mehr Bedeutung hatte als ein gewöhnlicher Dreier, machte der Co-Trainer danach mehrfach deutlich. „Die Mannschaft hat gewusst, das ist ein Derby“, sagte Drabeck, und ebenso, dass man mit einem Erfolg vorne dabeibleiben könne. Durch das 3:2 steht Raiding nun an der Tabellenspitze, doch große Töne wollte er trotzdem nicht anschlagen. „Dass wir jetzt Tabellenführer sind, ist für uns nur eine super Draufgabe“, betonte er. Viel wichtiger sei ihm, wie geschlossen die Mannschaft aufgetreten sei: „Mir taugt, dass die Mannschaft zusammenhält und einer für den anderen kämpft.“ Unterfrauenhaid stufte er trotz der Niederlage weiter als starken Konkurrenten ein, als „kompakte Truppe mit guten Fußballern“, die wohl bis zum Schluss vorne mitspielen werde. Gerade deshalb bewertete er diesen Sieg besonders hoch. Auch zum jungen Schiedsrichter fand Drabeck ruhige Worte: „Er hat es aus meiner Sicht souverän heruntergepfiffen.“ Unterm Strich blieb für ihn vor allem eine klare Erkenntnis: „Ich finde, dass der Sieg völlig verdient ist.“ Gleichzeitig schob er sofort den Blick auf die nächsten Wochen nach: „Wir müssen am Boden bleiben und ruhig weiterarbeiten, Woche für Woche.“

1. Klasse Mitte: Unterfrauenhaid : Raiding - 2:3 (1:0)

  • 90
    Drissa Yeo 2:3
  • 71
    Drissa Yeo 2:2
  • 69
    Alex Engel 2:1
  • 66
    Emmerich Hermann 2:0
  • 46
    Marco Rozsenich 1:0