Spielberichte

"Das 2:1 war der wichtigste Moment" – danach zog HRVATI spät noch klar davon

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HRVATI
SC Unterpullendorf

In der 1. Klasse Mitte hat SPG HRVATI am Samstag gegen SC Unterpullendorf mit 4:1 gewonnen. So klar, wie das Ergebnis am Ende aussieht, war die Partie für die Gastgeber lange nicht. Sektionsleiter Michael Karall sprach von einer starken Anfangsviertelstunde, danach aber von einem verflachten Spiel. Den entscheidenden Stoß gab aus seiner Sicht erst das 2:1, ehe HRVATI in der Nachspielzeit noch zweimal nachlegte.


Spieler ziehen auf der Ersatzbank ihre Schuhe an

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Start, dann geht der Faden verloren

HRVATI war von Beginn an gut in der Partie und setzte gleich in der Anfangsphase das um, was sich Karall vorgestellt hatte. Schon in der 6. Minute brachte Philipp Gludovacz die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Genau diese erste Phase hob Karall später auch hervor: "Wir hatten starke fünfzehn Minuten am Anfang. Da sind wir dann auch 1:0 in Führung gegangen." Viel länger konnte HRVATI diesen Schwung aber nicht mitnehmen. Der Funktionär sprach offen davon, dass das Spiel danach "immer mehr verflachte". Unterpullendorf kam in der 30. Minute durch Dominik Hunor Csak zum 1:1, und mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause. Aus einer Partie, die für HRVATI zunächst gut angelaufen war, war damit ein Spiel geworden, in dem lange wenig klar in eine Richtung lief.

Das 2:1 bringt die Partie auf die Seite der Gastgeber

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung aus Sicht der Heimischen keine, mit der man rundum zufrieden sein konnte. Karall redete den Auftritt seiner Mannschaft trotz des klaren Endstands nicht schön. "In der ersten Viertelstunde hat das Zusammenspiel sehr gut funktioniert. Nachher war es ein relativ schwaches Spiel von unserer Seite", sagte er. Umso wichtiger war für ihn der Treffer in der 74. Minute, als David Grubits das 2:1 erzielte. Auf die Frage nach dem Schlüsselmoment kam die Antwort ohne Zögern: "Der wichtigste Moment war das 2:1." Auch die Entstehung schilderte Karall konkret: "Nach einem Abpraller und einem Fehler des Tormannes wurde der Ball mit der Ferse über die Linie gedrückt." Dieser Treffer brachte HRVATI nicht plötzlich zu einem Glanzauftritt, aber er stellte die Partie wieder auf die Seite der Gastgeber.

Rote Karte in Minute 90, danach fallen noch zwei Tore

Spannend blieb es dennoch bis in die Schlussphase, weil der Vorsprung mit nur einem Tor knapp war. In der 90. Minute sah David Grubits dann auch noch die Rote Karte, HRVATI musste die letzten Augenblicke also in Unterzahl überstehen. Karall schilderte diese Phase so: "Dann kam es wieder einmal zu einer roten Karte. Dann versuchten die Unterpullendorfer auf den Ausgleich zu drücken und dann haben wir die Tore drei und vier gemacht." Genau so lief es auf der Anzeigetafel auch weiter. Philipp Gludovacz traf in der 91. Minute zum 3:1 und schnürte damit seinen Doppelpack. In der 94. Minute setzte Mate Honyak mit dem 4:1 den Schlusspunkt. Aus einer lange offenen Partie wurde so erst ganz spät ein deutlicher Heimsieg.

Ein klarer Sieg, aber keine geschönte Analyse

Bemerkenswert war nach dem Abpfiff vor allem, wie nüchtern Karall den Auftritt seiner Mannschaft einordnete. Trotz vier erzielter Tore blieb bei ihm nicht das klare Ergebnis hängen, sondern vor allem der Umstand, dass nur die Anfangsphase und der späte Schlusspunkt wirklich überzeugt hatten. Den Gegner wollte er dabei nicht groß bewerten: "Über den Gegner will ich nicht urteilen." Auch rund um die Spielleitung gab es aus seiner Sicht keinen Aufreger, im Gegenteil: "Der Schiedsrichter hat das Spiel souverän runtergepfiffen." Damit bleibt unter dem Strich ein 4:1, das für HRVATI wichtig ist, auch wenn die eigene Analyse deutlich kritischer ausfällt als es der Endstand vermuten lässt. Die Gastgeber nehmen also drei Punkte mit, wissen nach diesem Nachmittag aber auch, dass sie an der Konstanz über 90 Minuten weiterarbeiten müssen.

1. Klasse Mitte: HRVATI : Unterpullendorf - 4:1 (1:1)

  • 94
    Mate Honyak 4:1
  • 91
    Philipp Gludovacz 3:1
  • 74
    David Grubits 2:1
  • 30
    Dominik Hunor Csak 1:1
  • 6
    Philipp Gludovacz 1:0