In der 1. Klasse Mitte hat die SPG Nikitsch/ Kr. Minihof am Sonntag auswärts beim ASK Tschurndorf mit 2:0 gewonnen. Lange musste die Elf von Daniel Pratl geduldig bleiben, weil die Gäste vor der Pause zwar mehr vom Spiel hatten, ihre Chancen aber nicht nutzten. Erst nach dem Seitenwechsel brachte ein Doppelpack von Martin Kondor die nötige Ruhe in eine Partie, die laut Pratl bis dahin "sehr schwierig" gewesen war.
Der Trainer der Gäste machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft zunächst Geduld brauchte. "Das Spiel war sehr schwierig. Wir haben das Spiel gemacht, haben anfangs viele Chancen gehabt, leider nicht genutzt", sagte Daniel Pratl. Genau das war auch der rote Faden der ersten Halbzeit. Nikitsch/Kr. Minihof hatte mehr vom Spiel, kam aber nicht zum erlösenden ersten Treffer. Tschurndorf hielt dagegen, verteidigte laut Pratl "gut" und ließ die Partie dadurch lange offen. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, obwohl die Gäste schon davor das Gefühl hatten, dass mehr möglich gewesen wäre.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht der SPG dann deutlich. Pratl meinte, seine Mannschaft habe "mehr Druck erzeugt", und genau daraus entstand schließlich die Führung. In der 56. Minute war es Martin Kondor, der zum 0:1 traf. Für den Trainer war damit auch der Knackpunkt erreicht. "Der entscheidende Moment war natürlich, dass wir einmal ein Tor schießen, dann Ruhe ins Spiel bringen und dann der Druck weg ist", sagte er. Als Kondor in der 69. Minute auch noch das 0:2 nachlegte, war das Spiel für die Gäste auf Schiene. Pratl brachte es passend auf den Punkt: "Dann haben wir auch noch das zweite gemacht, und dann ist es eigentlich gelaufen."
Besonders zufrieden war Pratl mit der Arbeit gegen den Ball. "Besonders gut war die Verteidigung. Wir haben hinten keine einzige Chance zugelassen", sagte der Trainer, der seiner Mannschaft ein sehr ordentliches Spiel gegen den Ball bescheinigte. Diese Aussage erklärt auch, warum Tschurndorf trotz der langen offenen Phase nie wirklich in Richtung Führung kam. Gleichzeitig sprach Pratl den Punkt an, der aus seiner Sicht noch besser werden muss. "Bei der Chancenauswertung ist natürlich noch Luft nach oben. Wenn wir am Anfang gleich ein Tor schießen, tun wir uns leichter", meinte er. Der Gegner habe sehr diszipliniert gespielt, sei "immer weiter drinnen" geblieben und habe "brav gekämpft". Diskussionen rund um die Spielleitung gab es aus seiner Sicht nicht: "Das war okay."
Unter dem Strich war es für Nikitsch/Kr. Minihof ein Auswärtssieg, der nicht mit einem frühen Tor begann, sondern mit Geduld und einer Leistungssteigerung nach der Pause. Pratl sah darin auch den wesentlichen Unterschied zwischen beiden Teams. "Wir haben unsere Klasse erst nach der Halbzeit gezeigt, wir waren besser im Spiel und haben auch verdient gewonnen", sagte er. Das 2:0 war damit kein Ergebnis aus einem kurzen starken Moment, sondern aus einem Spiel, in dem die Gäste lange arbeiten mussten, ehe sie sich belohnten. Für die nächsten Aufgaben nimmt die SPG mit, dass die Defensive stabil stand und dass sie sich das Leben deutlich leichter machen kann, wenn sie ihre Chancen früher nützt.